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Unser Straelen

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10 NEUES AUS DEM

10 NEUES AUS DEM STADTARCHIV INFO Öffnungszeiten Das Stadtarchiv Straelen ist dienstags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr geöffnet, donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Montags ist das Stadtarchiv geschlossen. Adresse Kuhstraße 21 in Straelen, Telefon 02834 6598. Aktiv werden Mittwochs um 10 Uhr (außer in den Ferien) trifft sich der Freundeskreis Stadtarchiv. Wer Interesse an der Geschichte Straelens hat, ist jederzeit willkommen. Ein Blick zurück: Als Straelen in der Schusslinie lag Eine bewegte Vergangenheit hat die Stadt hinter sich. An mancher Ecke wird das noch deutlich. Kanonen und Stadtmauer-Andeutungen erinnern an diese Zeit. Sie ist nicht zu übersehen, die Kanone am Geldertor. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine nette Dekoration, die verträumt an alte Zeiten erinnert, sondern um einen echten Kriegsgegenstand, der schlicht und einfach in Straelen vergessen wurde. Die Geschichte dazu ist auf einer von Tecklenburg gesponsorten Bodenplatte auf der De-Cabanes-Straße nachzulesen. Dort wurde die Kanone aus Feindeshand zurückgelassen. Die Geschichte dazu ist abenteuerlich. „Am 23.4.1591 überfiel ein Graf von Oberstein und Falkenstein unsere Stadt um 2.00 Uhr mit 600 Reitern und 2800 Fußsoldaten. Die Bürger, welche nur in geringer Zahl auf Wache waren, widerstanden der Wut des Feindes, bis dass durch den Lärm ein jeder hinzugelaufen kam zum Teil halbbekleidet. Sie leisteten so tapferen Widerstand, dass sich der Feind nach dem 3. gescheiterten Versuch, die Stadt zu überrumpeln, zurückzog.“ Man möge sich das mal bildlich vorstellen, die Straelener, wie sie schlaftrunken, noch mit Nachtmütze (die trug man vielleicht zu dieser Zeit) sich gegen die Belagerer auflehnten, „Zeter und Mordio“ schrien, ein Getümmel sich Bahn brach in völliger Dunkelheit (Straßenlaternen gab es noch nicht). Und dann der Siegestaumel, als der Feind floh und in dem Reißaus die Kanone zurückließen. Es war nicht das einzige Mal, dass Straelen überfallen wurde. Zwischen 1387 und 1632 wurde die Stadt fünf Mal angegriffen, belagert, abgebrannt. Die Stadtmauer war dabei Segen und Fluch zugleich. „Sie diente einerseits dem Schutz der Bürger, andererseits war es auch ein Zeichen des Herrschers, das anderen vermittelte: Guck’ mal, was Praktikantin Paulina Kozyra und Stadtarchivarin Claudia Kurfürst haben vor historischer Kulisse Platz genommen. ich habe“, erklärt die Stadtarchivarin. Erschwerend kam hinzu, dass Straelen schon immer genau auf der Grenze zwischen verschiedenen Herrschaftsbereichen lag“, sagt Claudia Kurfürst. Die Stadtmauer, wie die einmal ausgehen hat, dazu gibt es ziemlich genaue Beschreibungen. 875 Meter war sie lang, fünf Meter hoch und knapp einen Meter breit. Statt einem gab es zwei Burggräben. Der eine Stadtgraben war acht Meter breit und vier Meter tief. „Das muss eine Arbeit gewesen sein, das alles mit der Schippe auszuheben, nix Mini- Bagger“, macht die Stastarchivarin deutlich. Auch die Instandhaltung des Bollwerks kostete Geld und Manneskraft. 1672 wurde dann damit angefangen, die Stadtmauer abzutragen. „Es war eine Zeit des relativen Friedens eingetreten“, erklärt die Stadtarchivarin. „Es kam eine Phase von Stabilität und Frieden auf.“ Einen festen Termin zur Schleifung gab es nicht. Stattdessen wurde die Backsteinmauer Stück für Stück abgetragen. 1828 wurde das letzte der vier Stadttore abgerissen, der letzte Rest der Stadtmauer wurde am Ostwall um 1977 fotografiert. Nachlesen, wie die Mauer, die Straelen einst umgab, ausgesehen hat mit ihren Türmchen und Gängen, kann man im Buch von Stefan Frankewitz „650 Jahre Stadt Straelen“. Gefeiert wurde das 1992, weil 1342 Straelen in ei- Deventer Karte mit Zandt. Der Ortskern Straelens ist gut zu erkennen. Rest der Stadtmauer am Ostwall. Das Foto ist von 1977. Karte von Witteroos aus dem Jahr 1574. Topographie des spätmittelalterlichen Straelen. ner Rechnung zum ersten Mal als Stadt bezeichnet wurde. Der Begriff „Stadt“ hing nicht von der Einwohnergröße ab, sondern vom Aussehen, der Wirkung nach außen, erklärt Claudia Kurfürst. „Die meisten Städte wuchsen um eine Burg“, sagt die Stadtarchivarin und bringt Geldern und Wachtendonk ins Spiel. In Straelen war nicht eine Burg das zentrale Element, wohl gab es ein „hus te stralen“, welches 1326 erwähnt wird. „Östlich der Kirche, wahrscheinlich bei uns im Garten“, sagt die Archivarin und meint den „Garten“ des Stadtarchivs. Als Stadt erhielt Straelen natürlich auch gewisse Privilegien. Zum Beispiel durfte ein Wochenmarkt immer donnerstags stattfinden, und zwei Mal im Jahr durfte Kirmes gefeiert werden. Diese Traditionen haben sich über die Jahrhunderte gehalten. Wie die Stadtmauer verlaufen sein könnte und die Türmchen ausgesehen haben könnten, das ist zumindest am Geldertor noch andeutungsweise zu sehen. Nicht im Original. Aber wenn man sich in den kleinen Rundturm stellt, hört man vielleicht noch das Rasseln der Waffen, die mutig erhobenen Stimmen der Straelener, die in jener schicksalhaften Nacht 1591 die Feinde vertrieben und dafür die Kanone behielten. TEXT BIANCA MOKWA FOTOS GERHARD SEYBERT (1) UND STADTARCHIV STRAELEN (3)

nser STRAELEN NEUES VON DER CARITAS 11 ANZEIGE Straelens soziale Seite präsentiert vom Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. Zauberhafter Ganztag Drei angehende Erzieherinnen haben sich ein Projekt für die Nachmittagskinder der Heronger Grundschule überlegt. Schwebende Stifte in einer Flasche gibt es nicht? Oh doch! Schwarze Karten auf denen wie von Zauberhand ein weißes Herz erscheint, auch das ist möglich, eben magisch. Maja tritt an den kleinen Tisch. Vor ihr liegen ein dunkles Tuch, eine Münze und ein Glas. „Ich werde jetzt diese Münze verschwinden lassen“, sagt sie, wirft das dunkle Tuch über das Glas, die Münze ist weg. Ein „Wow“ ist aus dem Publikum zu hören, und auch die Frage, wie das wohl passieren konnte. Denise Engels gebietet Einhalt. „Wie heißt die erste Zauberregel?“, will sie von den Kindern wissen. Ein Blick nach rechts verrät es. Schwarz auf Orange steht dort auf einer Pappe: „1. nicht verraten, wie man zaubert.“ Und schon sind wir mittendrin in der Hocus-Pocus-Zauberschule. Die Kinder des Offenen Ganztags an der an der Katharinen-Schule, Standort Herongen, haben gerade ihre Generalprobe hinter sich gebracht. „Wo ihr jetzt sitzt, sitzen dann eure Freunde“, sagt Denise Engels. Die Einladungskarten, schwarze Zylinder mit weißem Kaninchen aus Karton, sind schon geschrieben. Mit Zauberstäben sind die „Lehrlinge“ bestens gerüstet für die Show und fürs Leben. Denise Engels, Charlotte Goetzens und Anne Leukel sind die Zauberlehrer. Eigentlich sind sie angehende Erzieherinnen und gehen auf das Berufskolleg der Maja und Jolina wissen, wie eine Münze ganz einfach verschwinden kann. Gelernt haben sie das im Offenen Ganztag. Verraten wird der Trick aber nicht, großes Zaubererehrenwort. Liebfrauenschule in Geldern. Aber zu ihrer Ausbildung gehört auch eine praktische Zeit im Offenen Ganztag einer Schule, ein Projekt zu planen und umzusetzen. „Das ist ein ziemlich großes Ding und gibt eine eigene Note“, sagt Denise Engels. Ein großes Ding ist auch das Zauberprojekt für die Kinder. Denn es geht um weit mehr als nur zu wissen, wie man einen Stift in einer Flasche zum Schweben bringt. „Es ist ein Projekt zur Stärkung des Selbstbewusstseins“, erklären die angehenden Erzieherinnen den pädagogischen Effekt. „Die Kinder lernen, sich zu präsentieren.“ Das kommt ihnen später zugute, wenn sie zum Beispiel ein Referat in der Schule halten wollen. Auf Ganzheitlichkeit kommt es den Mitarbeitern des Offenen Ganztags an der früheren Amandusschule an. Träger ist der Caritasverband Geldern-Kevelaer. Die Leiterin des Ganztags, Rita Horn, wagt einen Ausblick zum Sommer. Dann wird es für die Kinder wieder einen besonderen Glanzpunkt geben. Es wird ein Theaterstück einstudiert, die Kulisse und Kostüme rund um das Thema Indianer selbst gefertigt und gebaut. Es werden drei spannende Theaterwochen sein. In den Sommerferien, denn die Hälfte der Ferien findet auch Betreuung im Ganztag statt. Rita Horn weiß, dass gerade berufstätige Eltern von dem Angebot profitieren. Aber nicht nur punktuell bietet der Ganztag Abwechslung vom Alltag. „Hier heißt es nicht nur Hausaufgaben machen“, sagt die Leiterin des Ganztags. Es wird auch Tennis gespielt, Judo angeboten und Fußball, eine Legolandschaft wartet darauf, weiter ausgebaut zu werden, und gemalt wird auch gerne. Bei 36 Ganztagskindern und 17 Halbtagskindern an der kleinen Schule ist der Überblick gegeben. Es kann individuell auf jedes einzelne eingegangen werden. Und das spüren die Kinder. „Es kommen noch so viele große Mädchen auf dem Weg nach Hause noch einmal kurz „Hallo“ sagen. Das würden die nicht machen, wenn es ihnen nicht gefallen hätte“, sagt Rita Horn lachend. Und eines ist sicher: Langweilig wird es nie. INFOS Rat und Hilfe im Caritas-Centrum Wo Caritas-Centrum Straelen an der Marienstraße 61 in Straelen, ☎ 02834 915190. Allgemeine Sozialberatung – in Straelen am Dienstag, 10 bis 12 Uhr, und am Donnerstag, 14 bis 16 Uhr – in Wachtendonk am Dienstag, 14 bis 16 Uhr. Schuldnerberatung, Integration/Migration, Erziehungsberatung, Familiendienst; Freiwilligen-Zentrum, Fachdienst Gemeindecaritas Die individuelle Beratung erfolgt nach Terminvereinbarung (Telefon 02834 915190). Integrationssprachkursus Gemischter Integrationssprachkursus für Frauen und Männer seit Januar, Anmeldung unter Telefon 02834 915190. Caritas-Pflegeteams Straelen Franziskanerstraße 2 in Straelen, Auskünfte unter Telefon 02834 3118860. MITARBEITER Saskia Krieger ist Altenpflegeschülerin im Marien-Haus in Straelen. Ich arbeite bei der Caritas, weil . . . . . . ich gerne mit alten Menschen zusammen arbeite und ich sie in ihrem Alltag begleiten und unterstützen kann. An Straelen mag ich besonders ... . . . dass es eine schöne Innenstadt gibt und alles sehr nett gestaltet ist. Außerdem sind die Menschen hier in Straelen sehr offen und freundlich.

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