Aufrufe
vor 9 Monaten

Unser Straelen

  • Text
  • Straelen
  • April
  • Straelener
  • Herongen
  • Veranstaltung
  • Kreisliga
  • Kinder
  • Geldern
  • Lars
  • Telefon

10 NEUES AUS DEM

10 NEUES AUS DEM STADTARCHIV Straelens Friedholfskultur Stadtarchivarin Claudia Kurfürst erklärt, was an der Gräberstätte in der Blumenstadt so besonders ist. Geplant wurde sie ursprünglich von Maximilian Friedrich Weyhe. Wer meint, der Friedhof in Straelen sei einfach so gewachsen, aus einer Notwendigkeit heraus, der tut demjenigen Unrecht, der sich darüber Gedanken gemacht hat. Das war kein Geringerer als Maximilian Friedrich Weyhe. Der war königlicher Gartendirektor. Er gestaltete unter anderem auch den Park von Schloss Benrath um, ist für das Aussehen vom Forstgarten in Kleve, dem Park von Haus Caen verantwortlich und dem Friedhof in Straelen am Ostwall. Das geschah 1829. Vorher war der Platz um die Kirche Gräberstätte. Aus mehreren Gründen war das irgendwann aber keine so gute Idee mehr. „Das gehäufte Auftreten von ansteckenden Krankheiten wie Cholera, Typhus, Ruhr und vor allem Pocken mit Todesfolge machten zu Beginn des 19. Jahrhunderts Maßnahmen zur besonderen Hygiene bei Leichen notwendig“, erklärt Straelens Stadtarchivarin Claudia Kurfürst. Der Zusammenhang von Hygiene und todbringenden Krankheiten war den Straelenern schon vor dem Erlass Preußens im Jahr 1835 klar. Dort heißt es im Originaltext: „Jede unnöthige Berührung der Leiche muss vermieden werden.“ Auch von einem Leichenzug durch den Ort sei abzusehen. Schon vor der Errichtung des Friedhofs am Ostwall gab es eine Begräbnisstätte außerhalb des Kirchplatzes. 1635 wütete die Pest in Straelen und forderte 389 Menschenleben. Die Pesttoten wurden auf dem Gelände am Hagelkreuz an der Walbecker Straße beigesetzt, das seitdem auch den Namen „Pestkreuz“ trägt. Der zweite Grund für einen neuen Friedhof fern des Schattens der Kirche ist beinahe profan: Platzmangel. Mit 1277 Quadratmetern war der Kirchhof einfach zu klein. Die Lösung: ein INFO Öffnungszeiten Das Stadtarchiv Straelen ist dienstags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr geöffnet, donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Montags ist das Stadtarchiv geschlossen. Adresse Kuhstraße 21 in Straelen, Telefon 02834 6598. Aktiv werden Mittwochs um 10 Uhr (außer in den Ferien) trifft sich der Freundeskreis Stadtarchiv. Wer Interesse an der Geschichte Straelens hat, ist jederzeit willkommen. Zum Ehrenmal auf dem Friedhof gehören verschiedene Steinplatten, die an die Opfer der Kriege erinnern. Im Archiv gibt es Fotos davon. Beinhaus„Dort wurden die Knochen und Schädel möglichst platzsparend untergebracht“, erklärt die Stadtarchivarin. Es sollte keine Lösung von Dauer sein. 1829 hat Weyhe den Plan für eine neue Ruhestätte für die Straelener entworfen. Sie umfasste 7829 Quadratmeter. Erhalten ist der Plan leider nicht, aber viele Details sind bekannt. Zum Beispiel, dass die Einfriedung aus Weißdornhecken bestand und das eiserne Gittertor 168 Gulden kostete. Das Areal wurde in vier Großfelder unterteilt mit Platz für je 298 Grabstätten für katholische Beerdigungen und zwei kleine Gräberfelder mit je 52 Grabstätten für andere Religionsgemeinschaften. Tatsächlich gab es bis 1912 nur zwei evangelische Christen, die dort beerdigt wurden. Die meisten Evangelischen wurden in Niederdorf beigesetzt. Der Planer Weyhe hatte nicht nur einen Sinn für die Optik und Ästhetik, sondern auch eine gute Idee. „Der Totengräber muss auch von etwas leben“, drückt es Claudia Kurfürst aus. Deswegen wurde für ihn ein Garten von 810 Quadratmetern auf dem Friedhof eingeplant. Dem Garten wurde später eine Ecke abgezwackt für Grabstätten von Selbstmördern. Auch wenn es dem damaligen Pastor Fugmann überhaupt nicht passte, so stellte die Straelener Friedhofsordnung doch sicher, dass der Friedhof für alle da Viele alte Bäume sind mittlerweile verschwunden. Die erste Leichenhalle (links im Bild) gibt es nicht mehr. 1964 wurde eine moderne Friedhofshalle gebaut. Nicht zu übersehen ist die Statue des Ehremals auf dem Friedhof. war. Artikel 1 der Begräbnisordnung von 1885 schreibt das fest. Nun gab es noch ein Problem. Wie schon die mit Emmy und Golden Globe Award ausgezeichnete amerikanische Fernsehserie „Six Feet Under“ verrät, liegt die Beerdigungstiefe bei sechs Fuß, also um die 1,80 Meter. Das regelt die örtliche Friedhofssatzung. Allerdings war 1853 schon bei fünf Fuß Schluss. Der Grund: Wasser. „Welches Gefühl die Anwesenden beim Einsenken der Leiche beschleicht, überlasse ich den Lesenden“ notierte der Protokollant. Wachstum gab es in die Breite. Bereits 1853 stand die erste Friedhofserweiterung an. Die Fläche wuchs auf 10.580 Quadratmetern. Der Friedhof wurde im Mai 1981 das letzte Mal erweitert. Er hat eine Größe von 32.000 Quadratmetern. Herausragend sind im wahrsten Sinne des Wortes das Hochkreuz und natürlich das Ehrenmal. Einige besonders hervorstechende Gedenkstätten finden ihren Niederschlag im Buch „Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Kleve“ von Rainer Schiffler. Friedhofskultur, ein weites Feld, das zum Nachdenken anregt, viel mit Endlichkeit, dem Wunsch nach Unendlichkeit zu tun hat. Passt ja zu Ostern, dem Fest der Auferstehung, das jetzt im April gefeiert wird. TEXT BIANCA MOKWA FOTOS SEYBERT (1) UND STADTARCHIV STRAELEN (4)

nser STRAELEN NEUES VON DER CARITAS 11 ANZEIGE Straelens soziale Seite präsentiert vom Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. Auf die Plätze, fertig, Frühling! Im Heronger Kindergarten stehen die Zeichen auf Sonne. Leiterin Ann-Kristin Könen erklärt, warum Jahreszeiten für Kinder wichtig sind. INFOS Rat und Hilfe im Caritas-Centrum Wo Caritas-Centrum Straelen an der Marienstraße 61 in Straelen, ☎ 02834 915190. Allgemeine Sozialberatung – in Straelen am Dienstag, 10 bis 12 Uhr, und am Donnerstag, 14 bis 16 Uhr – in Wachtendonk am Dienstag, 14 bis 16 Uhr. Schuldnerberatung, Integration/Migration, Erziehungsberatung, Familiendienst; Freiwilligen-Zentrum, Fachdienst Gemeindecaritas Die individuelle Beratung erfolgt nach Terminvereinbarung (Telefon 02834 915190). Integrationssprachkursus Gemischter Integrationssprachkursus für Frauen und Männer seit Januar, Anmeldung unter Telefon 02834 915190. Caritas-Pflegeteams Straelen Franziskanerstraße 2 in Straelen, Auskünfte unter Telefon 02834 3118860. MITARBEITER Die Kinder im Heronger St.-Amandus-Kindergarten präsentieren stolz ihre Werke, die Lust auf Ostern und die wärmere Jahreszeit machen. Es wird geschnippelt, geklebt und gepinselt, was das Zeug hergibt. Am Ende kommt aus wenig Material, einem Glas und ein bisschen Papier ein munteres Küken heraus. Zwar kein echtes, aber mindestens so süß. Der Frühling bringt einen ganzen Schwung voll Inspiration in den Heronger St.-Amandus- Kindergarten. Die Kinder aus der Zebragruppe bereiten Kästen vor, in denen schon bald erste zarte Pflänzchen vorgezogen werden sollen. Die landen anschließend im Hochbeet. „Wir haben ein paar Väter aktiviert, die aus Paletten Hochbeete bauen“, sagt Kindergartenleiterin Ann-Kristin Könen. Sprießen sollen in den Beeten demnächst Tomaten, Paprika und natürlich auch ein paar Kräuter. Denn mit den Kindern wird auch regelmäßig gekocht. Für die gibt es allerdings kein Halten mehr, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen sie an der Nase kitzeln, verrät die Leiterin. Es gibt aber auch jede Menge zu entdecken. Jeder gefundene Marienkäfer wird gefeiert und im Lupenglas einmal ganz genau betrachtet. Sich über jeden Regenwurm freuen, das kann man von den Kindern lernen und sich anstecken lassen. „Es ist ganz wichtig, dass auch wir Erwachsenen das vorleben. Denn Kinder lernen vom Vorbild“, sagt Ann- Kristin Könen. Natürlich ist auch Ostern ein Thema. Die Kinder der Giraffengruppe bauen aus Holzscheiben einen Osterhasen. Der Klassiker „Eier anmalen“ fehlt auch nicht. „Da wir als Cari- Fleißig wird an den kleinen Frühlingsgrüßen gearbeitet. Mit Pinsel, Kleister und viel Fantasie entstehen tolle neue Sachen. tas-Einrichtung ebenfalls zur Kirche gehören, ist auch die Auferstehung Thema“, sagt Könen. Aber nicht nur der Frühling weckt in den Kindern und Erzieherinnen viele Ideen. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Die Kinder der Löwengruppe haben dazu eine Jahresuhr gebastelt. Jeder Tag hat ein Symbol, der Montag einen Mond, der Dienstag einen Dino. Die Monate sind mit den Dingen bemalt worden, die die Kinder mit ihnen verbinden: Eiskristalle für den Dezember, Ostereier für den April. „Dieser verlässliche Rhythmus der Jahreszeiten ist für Kinder ganz wichtig“, sagt die Leiterin. Verlässlichkeit hat mit Sicherheit zu tun. Oft ist es ganz leicht, sich für einen neuen Blick auf die Wunder der Welt zu öffnen. Wenn die Eltern ihre Kinder abholen, sprudelt es schon aus den Kindern heraus, was sie alles erlebt haben und welche tollen Tiere sie getroffen haben. Also nichts wie auf und die Gunst des Frühlings nutzen: zarte Blumen entdecken und Käfer freundlich grüßen. Am Samstag, 13. Mai, wird von 10 bis 15 Uhr ein Frühlingströdelmarkt im St.-Amandus-Kindergarten in Herongen veranstaltet. Angelehnt an das Caritas- Jahresthema „Wir sind Heimat“ stellen Leute aus dem Ort ihre Produkte vor. Wer möchte, kann alles rund ums Kind zum Trödel anbieten. Anmeldungen sind noch möglich unter der Telefonnummer des St.-Amandus-Kindergartens 02839 415. Angelika Schönepauck betreut und fördert Kinder im verlässlichen Halbtag. Ich arbeite bei der Caritas, weil . . . . . . ich in der Arbeit mit den Kindern die Freiheit habe, Ideen und Kreativität frei umsetzen zu können, mit Kollegen auf Augenhöhe arbeite und es keine Hierarchie gibt. Die Caritas bietet klare Strukturen und eine sehr kollegiale Zusammenarbeit. An Straelen mag ich besonders ... . . . die aufgeschlossenen Menschen. Ich schätze besonders die optimale Infrastruktur, Geschäfte, Ärzte, Kindergärten und alles vor Ort. In Straelen fühlt man sich einfach wohl!

Sonderveröffentlichungen