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Unser Straelen

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4 MEIN TAG Blumen,

4 MEIN TAG Blumen, Borussia und Auktionen Sabrina Nent repräsentiert als Blumenmädchen ein Jahr lang die Stadt Straelen. Sie arbeitet bei der Veiling Rhein-Maas, liebt Blumen und Gladbachs Fußballer. Der frühe Vogel kann mich mal – steht auf einem Kalenderblatt. Dieser lustig gemeinte Spruch mag für manchen Zeitgenossen sprichwörtlich den Nagel auf den Kopf treffen, das soeben frisch gekürte Straelener Blumenmädchen kann darüber nur milde lächeln. Auf Sabrina Nent trifft die Aussage überhaupt nicht zu. Sie gehört zu den Frühaufstehern. Das überrascht auf den ersten Blick, denn bei ihrer Generation gehört das nicht zur beliebten Disziplin. Die 22-Jährige ist Versteigerin bei der Veiling Rhein-Maas ist Herongen, und in ihrem Job ist Frühaufstehen ein Muss. Sie beginnt um 6 Uhr morgens, vorher muss sich die Groß- und Außenhandelskauffrau noch vom Warenangebot überzeugen. Deshalb gilt für sie die alte Weisheit: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. 4.30 Uhr In einer gemütlich eingerichteten Wohnung auf der Droste-Hülshoff-Straße in Straelen holt der Weckton Sabrina Nent aus den Träumen. Duschen, ein kleines Frühstück, fertig zur Abfahrt. Sie steigt in ihr Auto. Auf dem Weg zur Veiling Rhein-Maas in Herongen begegnet sie nur ganz wenigen Menschen. Die Welt schläft noch – meistens. 5 Uhr Kurzer Rundgang durch die Versteigerungshalle. Der Qualitätscheck in der Kühlhalle hat bereits stattgefunden. Was ist heute angeliefert worden und wartet darauf, an den Kunden gebracht zu werden? Ist ihre Lieblingsblume Lysianthus auch dabei? Fragen, die Sabrina Nent sich stellt und schnell beantworten kann. Vor dem Beginn der Versteigerung findet ein kurzes Gespräch mit den Kollegen statt. Alle acht Uhren sind heute aktiv. Die ersten Händler auf der imposanten Tribüne nehmen ihre Plätze ein und aktivieren ihr elektronisches System, über das sie später per Knopfdruck den Preis für das Produkt bestimmen. 6 Uhr Die Versteigerung beginnt. Jetzt muss Sabrina Nent nicht nur blitzschnell Geschäfte tätigen, sondern in erster Linie auch voll konzentriert sein. Sie „setzt den Preis aus“, wie es in der Fachsprache der Auktionatoren heißt. Der Preis ist angegeben, und die Uhr läuft, nach niederländischem Modell, rückwärts. Wer von den Blumenhändlern die meiste Geduld hat, erzielt den günstigsten Preis – oder geht im Zweifel leer aus. Die Verkäufe finden im Sekundentakt statt. Sabrina Nent informiert über Menge, Handelsklas- Sabrina Nent bringt bei der Veiling Rhein-Maas auf elektronischem Weg das Warenangebot an den Kunden. Die Händler, die dann auf den noch leeren Plätzen die Versteigerungsuhren verfolgen, halten per Knopfdruck den herunterlaufenden Preis an. se, Verpackungseinheit, Anlieferer und besondere Merkmale. Zwischendurch beantwortet sie auch schon mal eine Verständnisfrage. Aber das hat Seltenheitswert. Zeit ist eben Geld. Erst recht an diesem Ort. 7.40 Uhr Pause. Zeit, die Gesichtsmuskulatur zu entspannen und bei einem Frühstück ein wenig locker mit den Kollegen zu plaudern. Schon bald geht es weiter. Nächstes Produkt, und es rattern die Zahlen über die Uhr. Centbeträge, doch in den georderten Mengen viel Geld. 10 Uhr Die Versteigerung ist beendet. Die Ware verkauft. Insgesamt wurde heute eine unvorstellbar große Zahl an Schnittund Topfblumen sowie Fertigwaren an den Mann oder die Frau gebracht. Das meiste befindet sich schon in der Kommissionierung oder auf dem Lkw. Einige Stunden später steht die Ware bereits im Blumenladen oder beim Großhandel. 10.30 Uhr Jetzt ist für Sabrina Nent Büroarbeit angesagt. Schließlich gehört das auch zum Berufsbild einer Groß- und Außenhandelskauffrau. Am Telefon unterhält sie sich mit Kunden über das derzeitige Angebot und über Korrekturen nach der Versteigerung. Ob auf Englisch, Französisch, Spanisch oder Niederländisch – für die gelernte Fremdsprachenassistentin stellt das kein Problem dar. 14.30 Uhr Feierabend. Das frühe Aufstehen hat auch seine Vorteile. So bleibt noch genügend Für „ihre“ Borussia ist der Walbeckerin kein Weg zu weit. Entspannung auf der heimischem Couch. Besser hätte es nicht kommen können: Sabrina Nent liebt Blumen über alles. Zeit, um einer ihrer geliebten Freizeitbeschäftigungen nachzugehen. Dem Ort ihrer Kindheit, Walbeck, ist sie treu geblieben. Dort spielte sie früher in der Bambini-Mannschaft Fußball, Volleyball und Tischtennis. Heute gehört sie der Damen-Tennismannschaft an. Ihr Herz allerdings schlägt für die Gladbacher Borussia. So gesehen ist Sabrina Nent ein „Fohlen-Mädchen“. Sie folgt ihrer Mannschaft schon mal bis nach Barcelona, um ihr auf europäischer Ebene den Rücken zu stärken. Das wird Straelens Bürgermeister Hans-Josef Linssen freuen. Auch er ist ein begeisterter Fan der Borussen. TEXT MARGRET LINSSEN FOTOS SEYBERT (3), PRIVAT

nser STRAELEN WERBERING „AusStraelen“ 5 ANZEIGE Meine Stadt!? Die Attraktivität unserer Stadt ist keine Selbstverständlichkeit. Um sie zu erreichen, müssen viele Faktoren stimmen. Liebe Kunden, liebe Straelener! Mit dem „Frühlingserwachen“ hatten wir einen sehr erfolgreichen Eventauftakt, und das an einem verkaufsoffenen Sonntag. Der Gesetzgeber hat die Auflagen für die Durchführung solcher Sonntage sehr verschärft. Aber die Menschen stimmen mit den Füßen ab, wie sie einen verkaufsoffenen Sonntag empfinden, und sind froh, auch mal in Deutschland und nicht nur in den Niederlanden am Sonntag durch belebte Innenstädte zu bummeln. Sicherheitskonzepte, ordnungspolitische Auflagen erschweren und verteuern immer mehr dem Veranstalter die Durchführung. Gesunder Menschenverstand und die Auslegung gesetzlicher Auflagen stehen nicht immer im Einklang. Ich kann nur hoffen, dass auch Gesetzgeber sich wieder besinnen und die Vorgaben realistischer werden. Viele von uns schlendern im Urlaub gerne über südliche Märkte, welche bei deutschen Sicherheitskonzepten gnadenlos durchfallen würden. Nicht nur den Besuchern, auch dem Veranstalter soll die Durchführung solcher Events Spaß machen. Wir wären alle doch ein Stück ärmer, wenn es solche Märkte in unserer schönen Innenstadt nicht mehr geben würde Wolfgang Pohle Vorstandsvorsitzender„AusStraelen“ INFO Der nächste Termin in der Straelener Innenstadt steht Mitte Mai, einen Tag vor dem Muttertag, auf dem Programm. Am Samstag, 13. Mai, findet auf dem Marktplatz der traditionelle Blumenmarkt mit Kürung des neuen Straelener Blumenmädchens statt. Der zauberhafte Marktplatz in Straelen ist für die Besucher bei einer Vielzahl von Veranstaltungen Dreh- und Angelpunkt. „Ich wohne da, wo andere Urlaub machen.“ Diese Aussage stellte Monika Lemmen, stellvertretende Bürgermeisterin unserer Stadt Straelen, ihrem Beitrag voran, als die Radiomacher von Antenne Niederrhein auf dem Marktplatz in Straelen gastierten und mit dem Mikrofon vielfältigen Eindrücken aus unserer Stadt nachspürten. Aber die Attraktivität einer Stadt kommt nicht von ganz alleine. Sie ist kein Selbstläufer. Damit sich eine Stadt ihrer Attraktivität rühmen kann, müssen eine Reihe von unterschiedlichen Faktoren ineinander greifen. Nur so entsteht einem Puzzle gleich ein Gesamteindruck, der in diesem Fall unsere Stadt Straelen lebens- und liebenswert macht. Dazu braucht es Menschen, die Fans ihrer Stadt sind und andere immer wieder dafür begeistern wollen. Geprägt wird eine Stadt daneben aber auch von einer attraktiven, sauberen und sicheren Innenstadt. Des Weiteren gehören dazu gepflegte Wohngebiete, aufgeräumte und moderne Gewerbeflächen, weite Anbauflächen des Agro-Business – alles das macht unsere Stadt aus. Geprägt wird sie aber auch von Menschen, die nicht nur ihr eigenes Grundstück und ihren persönlichen Vorteil sehen, sondern die sich darüber hinaus einbringen, damit es anderen und in der Quintessenz dem Gemeinwohl ebenfalls gut geht. In einer Zeit, in der die Mobilität und das „Größer, Höher, Weiter“ mehr und mehr an Bedeutung gewinnen, ist es wichtig, im eigenen nahen Lebensumfeld ein Stück „erlebbare Heimat“ zu schaffen. Viele Menschen rufen nach einer pulsierenden und attraktiven Innenstadt. Dies geht aber nur mit Anbietern, die vom Verkauf auch leben können und von Kunden besucht und gesucht werden. Denn eines ist sicher: Amazon, Zalando und ebay werden keine Events in unserer Innenstadt veranstalten, Arbeits- Zu einer attraktiven Stadt gehören: Politiker, die Rahmenbedingungen schaffen und sich oft unberechtigter Kritik ausgesetzt sehen von den ewigen Nörglern. Vereinsvorstände, die im sportlichen, kulturellen oder sozialen Bereich Möglichkeiten schaffen, damit die Straelenerinnen und Straelener ihre Freizeit ausleben können. Geschäftsleute und Dienstleister, die für lebendige Veranstaltungen in der Stadt sorgen und in diesem Zusammenhang immer stärker dafür kämpfen müssen, bei ihren Vorhaben von Bestimmungen des Gesetzgebers nicht ausgebremst zu werden. Sponsoren, die finanzielle Unterstützung bieten, damit neben dem eigenen Arbeitsund Zeitaufwand auch etwas Attraktives geboten werden kann. Ehrenämtler, die ihre Freizeit für das Gemeinwohl einbringen, ohne im Gegenzug dafür die Hand aufhalten. Eine Verwaltung, die unbürokratisch und bürgerfreundlich ihre Aufgaben versieht. plätze in der Region schaffen oder Steuern für das Gemeinwohl zahlen. Kritik an der richtigen Stelle ist angebracht und fordert Veränderungen ein, um besser zu werden. Aber nur Kritik ohne eigene Initiative ist eher kontraproduktiv und bringt unsere schöne Stadt Straelen nicht wirklich weiter nach vorne. Auch ein breit gefächertes Kulturprogramm – hier Johannes Oerding – steigert die Attraktivität.

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