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Unser Straelen

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2 INHALT DAS FÄNGT JA

2 INHALT DAS FÄNGT JA GUT AN Zurück vom Ich zum Wir Na? Noch ermattet vom Wühlen in den Unterlagen? Noch genervt davon, dass man in weiser Voraussicht schon alles zur Seite gelegt hatte, dass es einem allerdings entfallen war, wo genau das deponiert wurde? Und die Haare gerauft, weil einige Belege überhaupt nicht mehr vorhanden waren? Es gibt manche Dinge, die kann einem niemand abnehmen. Die Entscheidung bei einer Wahl ist so etwas. Vor gut zwei Wochen war es wieder so weit. Manche bekannten noch kurz vor dem Urnengang für die Landtagswahl: „Ich weiß noch nicht, wo ich mein Kreuz mache.“ Die Möglichkeiten, sich über die Kandidaten und ihre Programme zu informieren, nehmen immer mehr zu. Und traditionsgemäß ließen sich die Bewerber in den Wochen vor dem Wahltermin viel häufiger bei dem Wahlvolk auf dem „flachen Land“ sehen als sonst. Und doch: Wenn in der Wahlkabine der Bleistift angesetzt wird, erscheinen mitunter immer noch Fragezeichen auf der Stirn. Es gibt Stimmbürger, die als Ausweg aus ihrer Unentschiedenheit die Abstinenz gewählt haben. Der tendenziell wachsende Anteil von Nichtwählern gilt allerdings als schlechtes Zeichen für die Demokratie. Was man auch alleine tun muss: die Steuererklärung. Nun gut, es gibt Steuerberater, die dabei hilfreich zur Seite stehen. Nur: Die Daten betreffen einen immer selbst. Wie groß ist das Geseufze spätestens immer dann, wenn der Mai auf dem Kalender steht. „Hast Du Deine Steuern schon fertig?“, fragen sich Bekannte. Denn für viele ist Ende Mai der Stichtag, sofern die Sache nicht per Elster im Internet erledigt wird. Aber ganz klar ist es umso besser, je früher dieser Formularkram erledigt ist. Weil dann die Erstattung entsprechend zeitiger erfolgt. Wie viel Geld auf das Konto zurückfließt, wird bei der elektronischen Steuererklärung auf Wunsch direkt angezeigt. Oder aber die Steuerschuld. Doch genug von Schreibtischarbeit und Alleingängen. Es hebt an der erste Sommermonat. Es beginnt die Zeit mit vielen Chancen für das Wir-Gefühl. Angefangen vom Pfingstfest mit dem identitätsstiftenden Glaubensereignis des Heiligen Geistes. Eher weltlich ausgerichtete Zeitgenossen mögen an die große Kirmes in der geschätzten Nachbarstadt Geldern denken. Grillabende sind per se ein schmackhaftes und gemütliches Gruppenerlebnis. Und wer die Badehose einpackt und die Reifen des Drahtesels aufpumpt, macht sich auf in Gegenden, die von vielen weiteren Freizeitgestaltern besucht werden. . TEXT MICHAEL KLATT Die Freunde des Straelener Stadtarchivs können gar nicht genug davon bekommen, bereits vergilbte Dokumente aus alten Kartons und Koffern zu retten, und zu versuchen, sie zu entziffern. Seite 10 Nachbarn sind wichtig – nicht nur, wenn mit Milch und Zukker ausgeholfen werden soll. Die gut funktionierenden Nachbarschaften werden jedoch immer seltener. Ein Grund mehr, den verbliebenen in Straelen nachzugehen. Seiten 20-21 Was für eine Blütenpracht im Garten von Klemens und Margret Tennagels in Louisenburg: 400 Pflanzenarten auf 1800 Quadratmetern. Seite 16 Ende Juli wird Johannes „Tüffi“ Theunissen als Wirt aufhören. Er bewirtschaftete 30 Jahre lang die Kneipe in der Stadthalle und ist damit zur Institution geworden. Bei uns hält „Tüffi“ Rückschau und freut sich auf die Zeit danach. Seite 22 INHALT 3 Event des Monats Couch ’n’ Concert. 4 Mein Tag Marek Schaffers brennt für seinen Job. 5 Werbering „AusStraelen“ Vielfalt bei den Straelener Unternehmen. 6 Unser Projekt Vorbereitungen für den Kirchentag laufen. 7 Ihre Bank in Straelen Voba gibt Tipps zum Wunschkredit. 8 Sport Obmann Bernd Schaap zum Handball beim SV Straelen. 9 Mehr als Bauen Neuer Wohnkomplex in Heiligenhaus in Planung. 10 Neues aus dem Stadtarchiv Alte Schriften geben häufig Rätsel auf. 11 Soziale Seite Straelens Filmabend voller Erinnerungen im Marien-Haus. 12 - 13 Das Kalenderblatt Badminton-Hobbygruppe des SV Straelen. 14 - 16 Was – Wann – Wo? Unter anderem mit dem Waldfest des „MC Waldeslust“ und der Blütenpracht in Louisenburg. 17 Nebenan Pfingstkirmes in Geldern. 18 Geschichten aus Anderswo Übersetzer Milan Soklic aus Kroatien. 19 Ausblick Juli/August Schnäppchen-Markt in den Sommerferien. 20 - 21 Im Blickpunkt Ein Hoch auf die Nachbarschaft. 22 Persönlich Zeit, tschüss zu sagen: Johannes „Tüffi“ Theunissen. 23 Rätsel/Vorschau Leichte Kost zum Ausklang EIN HAUCH VON MITTELMEER en oder tiefgrünen, fast schwarzen Frucht reicht die Farbpalette. Dazwischen gibt es aber auch noch die verschiedenen Formen: Kirsch-, Eiertomate oder Rispenfrucht. Die Tomate ist, entgegen der weitverbreiteten Meinung, kein Gemüse, sondern gehört zur Gattung der Nachschattengewächse und ist eine Frucht. Genauso wie Kartoffeln oder Au- und in Österreich Paradeiser oder auch Liebesapfel. berginen. Um Früchte zu tragen, muss die Blüte bestäubt werden. So vielfältig wie die Namen, so vielfältig sind auch die Sorten, die es mittlerweile zu kaufen gibt. Von der kleinen Cherrytomate bis zur großen Fleischtomate, von der kleinen gelben Kirschtomate bis zur dunkelblau- Das erledigen meistens fleißige Hummeln, die in den Gewächshäusern umherfliegen. Für die Schädlingsbekämpfung werden Nützlinge eingesetzt. Lange, gelbe Folienbänder weisen darauf hin. In Straelen wachsen viele TEXT MARGRET LINSSEN Tomaten. So vielfältig wie ihre Namen sind auch die Sorten und Formen, die verkauft werden. Wer in ein Gewächshaus mit Tomaten kommt, nimmt sofort den intensiven Geruch dieser Früchte wahr. Fast automatisch assoziieren wir damit den Geschmack von Pasta und Pizza, Sonne und Meer. Bei uns heißt die Frucht Tomate, in Italien Pomodore, in Polen Pomodorie MARKTZEIT dieser beliebten Früchte in den Gewächshäusern. Um sich möglichst gut am Markt behaupten zu können, hat sich die Vereinigung der Niederrheinischen Tomatengärtner gegründet. Von ihren Mitgliedern werden die Verhandlungen mit den Großabnehmern, den Discounterketten, geführt. Andere sind für die Verpackung und Auslieferung der Ware zuständig, wieder andere Mitglieder koordinieren die Anbau- bzw. Anliefermengen. Tomaten gehören zu den beliebtesten Früchten, die auf Terrassen und Balkonen prima gedeihen. Tomaten aus eigener Ernte – ein Geschmackserlebnis. IMPRESSUM Herausgeber Dr. Karl-Hans Arnold, Dr. Manfred Droste, Florian Merz-Betz, Irene Wenderoth-Alt. Geschäftsführer Dr. Karl-Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender (verantwortlich Anzeigen), Stephan Marzen. Chefredakteur Michael Bröcker Horst Thoren (stellv. Chefredakteur) Redaktion Michael Klatt, Bianca Mokwa, Reinhard Pösel, Kontakt: redaktion.geldern@rheinische-post.de, Telefon: 02831 139270 Anzeigen Tom Bender (verantwortlich Anzeigen), Michael Kowalle (Regionaler Verlagsleiter Kreis Kleve), Ansprechpartner Anzeigen: Elmar Rogmann, Telefon 02831 1325619, E-Mail: elmar.rogmann@rheinischepost.de Verlag Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH Druck Rheinisch-Bergische-Druckerei GmbH 40196 Düsseldorf

Unser STRAELEN EVENT DES MONATS 3 Die Bühne für Max und Wincent Zum dritten Mal organisiert der Verkehrsverein die Veranstaltung „Couch’n’Concert“. Die Verantwortlichen hoffen auf einen wiederum vollen Straelener Marktplatz. Wenn am Niederrhein etwas zum dritten Mal stattfindet, ist es Tradition. So gesehen ist der Verkehrsverein Straelen drauf und dran, eine von vielen liebgewonnene Gewohnheit zu begründen. Denn er organisiert die dritte Auflage der Musikveranstaltung „Couch’n’Concert“. Nach drei Kölner Bands bei der Premiere und dem „Heimspiel“ von Johannes Oerding im vergangenen Jahr werden dem Publikum diesmal zwei Sänger präsentiert: Wincent Weiss und Max Mutzke. Am Freitag, 30. Juni, beginnt die Veranstaltung auf dem Marktplatz um 20 Uhr. Und die Organisatoren hoffen darauf, dass sie dann wieder ein „Ausverkauft“ verkünden können. Die Resonanz ist vielversprechend. Wie Annika Humble vom Stadt-Marketing mitteilte, sind bisher bereits rund 2000 Tickets abgesetzt. Das zeigt, dass der Verkehrsverein bei den Musikfans mit seinen Künstlern wieder ins Schwarze getroffen hat. „Da müsste Musik sein, überall wo du bist“ – dieser Song wurde und wird im Radio rauf und run- Das Publikum wartet auf die Künstler Max Mutzke (rechts) und Wincent Weiss. Beim „Couch ’n’ Concert“ am 30. Juni dürfte es ähnlich voll werden wie hier im vergangenen Jahr. ter gespielt und hat sich für viele schon zu einem Ohrwurm entwickelt. Doch Wincent Weiss kann mehr. Welch große Vielfalt er beherrscht, beweisen die insgesamt 13 Songs seines Debut-Albums „Irgendwas gegen die Stille“, das im April auf den Markt kam. Sie erzählen Geschichten, die auf eigenen Erfahrungen und Gedanken beruhen. Sie teilen Emotionen und Stimmungen – mal euphorisch laut, mal nachdenklich leise. Aber immer „unter der Haut“. Es sind Songs, die man mühelos mit besonderen Lebensmomenten verbinden kann und die das Potenzial haben, zum Soundtrack des eigenen Lebens zu werden. Die Nachfolge- Single „Feuerwerk“ ist ein weiteres Indiz dafür. Diese Songs hat Wincent Weiss auch in Straelen im Gepäck. Dort will der 24-Jährige zusammen mit seiner vierköpfigen Band seine verblüffenden Entertainment-Qualitäten präsentieren und auch das niederrheinische Publikum mit seinem trockenen, norddeutschen Humor begeistern. Schon etwas länger im Geschäft als der Sänger aus Eutin ist Max Mutzke. Er begann seine Gesangskarriere in der Funk- Band „Project Five“. Seinen Durchbruch hatte er 2004 als Gewinner von „SSDSGPS“ (Stefan sucht den Super-Grand-Prix- Star), einem Casting-Wettbewerb, den Stefan Raab im Rahmen seiner Pro-Sieben- Show „TV total“ veranstaltete. Mit der von Raab geschriebenen und produzierten Single „Can’t Wait Until Tonight“ schaffte Mutzke den Direkteinstieg auf Platz eins der deutschen Charts. In der deutschen Vorentscheidung am 19. März 2004 setzte Mutzke sich gegen neun andere Bewerber durch. Am 15. Mai 2004 vertrat er Deutschland beim Eurovision Song Contest in Istanbul, wo er den achten Platz belegte. Ein Abschneiden, von dem die deutschen Teilnehmer der jüngsten Vergangenheit nur träumen können. Noch im selben Jahr erhielt er für den Song die 1live-Krone. Mutzkes Album „MAX“ wurde im Juni 2015 veröffentlicht. Die Auskopplung „Welt hinter Glas“ entwickelte sich zu einem Renner. Kennzeichnend für Mutzkes Vorzeigekarriere ist nicht nur die ständige künstlerische Weiterentwicklung mit mehr als beachtlichen Chartplatzierungen. Die Vielseitigkeit seiner diversen Projekte ist ebenfalls beeindruckend. So ist sein aktuelles Album beispielsweise gemeinsam mit der NDR-Radiophilharmonie unter der Leitung von Enrique Ugarte im Großen Sendesaal des NDR in Hannover entstanden. Die Aufnahmen wurden unter dem Albumtitel „Experience“ veröffentlicht und zeigen Mutzke und seine besten Songs und größten Hits von einer wunderbar neuen, ganz anderen Seite. Wer Karten für den Auftritt der beiden außergewöhnlichen Künstler beim dritten „Couch’n’ Concert“ in Straelen haben möchte, sollte sich nicht viel Zeit lassen. Die Tickets für das Freiluft-Konzert sind bei Schreibwaren Op de Hipt, Markt 21 in Straelen, für 29,50 Euro erhältlich. Außerdem können sie online unter www.eventim.de erworben werden. Sollten an der Abendkasse noch Tickets vorhanden sein, kosten sie 34,50 Euro. TEXT MICHAEL KLATT FOTOS ARCHIV/STADT STRAELEN ➤ Titelbild Dicht gedrängt standen die Zuschauer im vergangenen Jahr vor der Bühne von „Couch’n’Concert“ in Straelen. FOTO GERHARD SEYBERT

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