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Unser Straelen

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TEXT MICHAEL KLATT

TEXT MICHAEL KLATT STELLTE DIE FRAGEN. FOTO GERHARD SEYBERT 22 PERSÖNLICH 30 Jahre in der Stadthalle Johannes „Tüffi“ Theunissen hört als Wirt Ende Juli auf. Ein Rückblick auf ereignisreiche Jahrzehnte. Und auf das, was die Zukunft noch bringen soll. 30 Jahre lang Wirt der Stadthalle: Ist die Halle damit zum zweiten Wohnzimmer geworden? Johannes Theunissen Ich denke, es war eher umgekehrt. Ich habe in den 30 Jahren wohl mehr Zeit in der Halle verbracht als zu Hause. Wie hat das damals alles angefangen? Theunissen Die Stadtverwaltung suchte einen neuen Hallenwart und Wirt für die Stadthalle. Manni van Kempen und ich – wir hatten damals auch zusammen den Musikladen – haben uns beworben und den Zuschlag für beide Posten bekommen. Später haben Manni und ich uns gütlich getrennt, also ohne Krach – wir sind heute noch befreundet. Manni betreibt jetzt übrigens das Restaurant „Pfanne“ in Straelen, und ich bin einfach bis heute in der Stadthalle geblieben. Von wem kam der Spitzname „Tüffi“? Theunissen Den Namen habe ich bekommen, als ich ungefähr sechs Jahre alt war, und zwar von einem Freund namens Johannes John. Seit dieser Zeit heißt Johannes John – und den Namen hat er von mir – „Knacksi“. Und ich glaube, dass ihn auch heute noch mehr Menschen unter dem Namen Knacksi kennen als unter dem Namen Johannes John. Was war das größte Ereignis für Sie als Stadthallenwirt? Theunissen Da gab es verdammt viele Momente. Um nur einige zu nennen: Martinsrock-Veranstaltungen, Musiksessions mit Martin Engelien, die Konzerte mit High Fidelity, Schlagerpartys mit Heino, Karel Gott, Roberto Blanco, Jürgen Drews, Mickie Krause und und und …. Aber auch tolle Kabarett-Abende mit Herbert Knebels Affentheater, Dieter Nuhr, Paul Panzer und so weiter. Auch Politiker waren in der Stadthalle: Hannelore Kohl, Rita Süssmuth, Armin Laschet oder Jürgen Möllemann. Auch hatten wir fantastische Schützenfeste, Karnevalsveranstaltungen und Silvesterpartys. Nicht zu vergessen die ganzen Handballspiele mit den legendären dritten Halbzeiten, Aufstiegsfeiern (bei den Frauen sogar bis in die Regionalliga) und Handballpartys. Aber ein Ding war das Größte: Meine Frau und ich feierten Silberhochzeit und hatten alle, die irgendwie mit der Stadthalle zu tun hatten, eingeladen. Prompt haben sich alle zusammengetan und uns zur Feier des Tages einen Auftritt des „Süper Duetts“ geschenkt. Als mich Hans Süper während des Auftritts noch umarmt hat und mir ins Ohr flüsterte „Jung, für Dich hau’ ich noch en Schüppken drauf“, da war ich fix und alle. Er hat dann auch 1,5 bis zwei Stunden für uns gespielt. Alle Gäste waren restlos begeistert. Morgens um 5 Uhr war ich noch ganz allein in der Halle, hatte Tränen in den Augen und hab nur noch gedacht: „Nee, was hast Du doch tolle Freunde.“ Von diesem Abend zehre ich heute noch. Was hat am meisten genervt? Theunissen Die ständigen neuen Auflagen und Verbote. Ganz schlimm die völlig überflüssige „Hygiene- Ampel“. Am bescheuertsten: das Nichtrauchergesetz. Früher roch es in der Halle einfach nur nach Qualm. Heute nach Parfüm, Männerschweiß und menschlichen Ausdünstungen. Wieso muss so etwas gesetzlich geregelt werden? Sollen Wirte oder Veranstalter doch selbst entscheiden, ob in Ihren Räumen geraucht wird oder nicht. Allerdings sollte man schon darauf hinweisen, ob Raucher oder Nichtraucher. Ich denke, die Gäste sind sehr wohl in der Lage, dann zu entscheiden, Räume betreten zu wollen, in denen geraucht wird, oder ob sie diesen meiden wollen. Wie sehr schmerzt der Abschied von der Halle zum 31. Juli? Theunissen Sehr! Mir kommt es so vor, als wäre ich erst zwei oder drei Jahre hier. Wo ist nur die Zeit geblieben? An dieser Stelle mal ein Riesenkompliment an meine ganze Familie. Sie waren in der ganzen Zeit immer da, wenn sie in der Halle gebraucht wurden. Ich kann sagen: Ohne Euch hätte ich es nicht geschafft! Auch ein Riesen-Dank an mein überaus fähiges Personal. Ob Kellner, Zapfer, Getränkeausgabe, Whiskybar, Weintheke, Kneipe und alle anderen: Sie haben immer super gearbeitet und es jetzt schon zehn, 20 und auch schon 30 Jahre mit mir ausgehalten. Noch ein Dankeschön an meinen Lieferanten Peter Tenhaef für die tolle und faire Zusammenarbeit. Wird ein Erinnerungsstück mit nach Hause genommen? Theunissen Meine Musik- und DVD-Anlage und natürlich meine DVD-, CD-, DC- und MP3-Sammlung. Ist eine Abschieds-Party geplant? Theunissen Ja, am Sonntag, 2. Juli, ab 15 Uhr. Da ist leider auch Stadtfest in Straelen. Sorry – aber ich habe leider keinen anderen Termin frei. Alle Freunde sind herzlich eingeladen zur „Last Order Party“ oder zum Fass leer saufen. Es sind einige Überraschungen geplant. Vier Bands haben ihr Kommen zugesagt. Dann haben wir noch Disco mit Peter, Versteigerung diverser Artikel, Nostalgiefilme über wichtige Ereignisse in der Stadthalle und und und… Jeder Gast zahlt 20 Euro, und dann heißt es: All you can drink. Der Erlös des Abends geht übrigens auf das Konto des Straelener Sauerlandlagers. Es wird auch ein Kühlwagen vor Ort sein – damit auch genügend „Restbestände“ da sind. Was planen Sie für die Zeit ab 1. August? Theunissen Einiges. Ich möchte noch einige Reisen machen, auch gerne mit Frau, Kindern und Enkeln. Dann noch viel Fahrrad fahren. Vielleicht noch ein bisschen im Stadtarchiv mitarbeiten. An unserem Haus ist auch noch einiges zu renovieren. Also mir wird bestimmt nicht langweilig. Werden Sie die Bofrost-Halle als Gast bei diversen Veranstaltungen besuchen? Theunissen Sicher doch. Ich freue mich schon auf den Auftritt von Jürgen B Hausmann im Oktober. Und Handball-Heimspiele möchte ich auch noch gerne besuchen. Und wer weiß – vielleicht gibt es doch noch die ein oder andere Handball-Party in „Tüffis Papp“?

Unser STRAELEN RÄTSEL/VORSCHAU 23 DAS REZEPT Original und Fälschung Ehemaliges Schullandheim in Herongen IM NÄCHSTEN HEFT Fruchtige Tomatensuppe Ab dem Frühjahr reifen hierzulande die Tomaten unter Glas heran. Was liegt da näher, als eine fruchtige Tomatensuppe aus frischen Zutaten zu kochen? Zutaten: 1 Knoblauchzehe, 1 Zwiebel, 30 Gramm Butter, 700 Gramm Tomaten, 70 Gramm Tomatenmark, ½ l Wasser, 1 Würfel Fleisch- oder Gemüsebrühe, ½ Becher Creme Fraiche mit oder ohne Kräuter, Zukker, wahlweise Oregano, Rosmarin, Majoran oder Thymian als Gewürze, Salz oder Kräutersalz, Basilikumblätter und Petersilie gehackt Zubereitung: Die gehackte Zwiebel und den Knoblauch in der Butter andünsten. Tomaten waschen und den Stielansatz entfernen, in Stücke schneiden und mit dem Tomatenmark, Wasser, Brühwürfel und den Gewürzen dazugeben. Topf mit Deckel verschließen und 20 Minuten köcheln lassen. Mit Gewürzen abschmecken, Creme fraiche zugeben und mit Basilikum und Petersilie bestreuen. Wer die Suppe sämiger mag, kann auch einen Esslöffel Mehl mit Wasser anrühren und dann mit aufkochen lassen. Das gibt der Suppe mehr Bindung. Erst dann Petersilie und Basilikum zugeben. Der intensive Tomatengeschmack wird jeden begeistern. Guten Appetit! Die Lösungen der Rätsel in der nächsten Ausgabe. In der unteren Abbildung sind sieben Fehler versteckt. Finden Sie heraus, welche? Stadtfest lädt zum Bummeln ein Am letzten Junitag werden Max Mutzke und Wincent Weiss mit den Melodien, die sie beim Open-Air- Konzert auf dem Straelener Marktplatz zum Besten geben, harmonisch zum darauf folgenden Stadtfest überleiten. Am Samstag und Sonntag wird in Straelens Innenstand wieder viel los sein – ein abwechslungsreiches Programm dürfte wieder die Besucher aus Nah und Fern in die Blumenstadt ziehen. Am Sonntag kann traditionell von 12 bis 17 Uhr nach Herzenslust eingekauft werden. Zum achten Mal Kino im Stadtgarten Strammen Schrittes steuert die von der Volksbank unterstützte Veranstaltung auf ihren ersten runden Geburtstag zu. Zum 8. Mal werden in diesem Jahr an vier ausgewählten Abenden im Stadtgarten an der Annastraße besondere Filme gezeigt. Da kann es nur heißen: Decke einpacken, etwas zum Essen mitnehmen und den Tag entspannt ausklingen lassen. Die nächste Ausgabe von UNSER STRAELEN erscheint Ende Juni. SUDOKU CARTOON Lösungen aus der Mai-Ausgabe ORIGINAL+FÄLSCHUNG SUDOKU Das aus 81 Feldern bestehende Quadrat muss so vervollständigt werden, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem Neunerblock jede Ziffer zwischen 1 und 9 nur einmal vorkommt. „Couch ’n’ Concert“ auf dem Marktplatz haben wir uns ja doch ein bisschen anders vorgestellt.

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