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Wildes NRW

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Wildes

Wildes NRW ELDUNGEN ündnis für Wildbrücken im Land tb) Hunderttausende Rehe, Hirche, Füchse und viele andere Tiere terben jedes Jahr auf unseren Straen. Diese Wildunfälle stellen für Autofahrer ein erhebliches Risiko ar. Dazu gefährden Zerschneidung nd Ver-Inselung von Lebensräuen die biologische Vielfalt in eutschland. ADAC, Jagdverband, ABU und WWF kritisieren daher in inem gemeinsamen Schreiben an en Bund und fordern mehr Investiionen in den Bau von Wildbrücken. DP-Chef Lindner will en Jagdschein machen tb) FDP-Chef Christian Lindner agte auf eine Anfrage der Jagdverandszeitung RWJ, er wolle die ideologischen Veränderungen des ngeblich ökologischen Jagdgesetes und des Naturschutzgesetzes urch den grünen Minister Remmel ückgängig machen“, zitiert die Zeiung den Politiker. Außerdem bereie er sich selbst auf die Jägerprüfung or, das sei ein lang gehegter Wunsch, so Lindner schriftlich. WILDE ZAHL DES MONATS 17 Hasen auf 100 Hektar (tb) 17 Feldhasen pro Quadratkilometer haben die Jäger auf Nordrhein-Westfalens Feldern und Wiesen 2016 im Schnitt gezählt. Mit dieser Populationsdichte ist Nordrhein- Westfalen unter den Flächenländern unverändert das Hasenland Nummer eins in Deutschland. Die Jagd wird weiblich „Ich will wissen, was ich esse“, auf diesem Wege kommen heute immer mehr Frauen zur Jagd. Die Zeiten der verschlossenen Männervereine in grünen Lodenmänteln sind längst Geschichte. VON HANS ONKELBACH Jägerin Judith Heuer mit ihrer Hündin Ada. Sie züchtet selbst Weimaraner – fast ausschließlich zur Jagd gezüchtete Vorstehhunde, die für die Niederwildjagd und die Suche angeschossener Tiere ausgebildet werden. FOTO: MARTIN PESCH Die Zahl der Jäger in Deutschland wird bald die 400 000er-Grenze durchbrechen – viele davon sind weiblich, Anteil stark steigend. In NRW sind derzeit zehn Prozent Frauen auf der Pirsch, bundesweit rund sieben Prozent. Ablesbar ist die steigende Zahl schon heute an der Zusammenstellung der Schüler bei den Jagdkursen: Frauen bilden in diesen Kursen für das so genannte grüne Abitur nicht selten die Mehrheit. Während noch in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts der Anteil der Frauen bei den Jägern im niedrigen einstelligen Prozentbereich lag, strebt er neuerdings in die Bereiche über 20 und mehr Prozent. Ein Ende des Trends ist nicht abzusehen. Laut einer Untersuchung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) ist die typische Jungjägerin Mitte 30 und kommt aus der Stadt. Sie jagt nicht, weil sie Interesse an Trophäen hat, sondern weil sie die Nähe zur Natur liebt und sich vor allem bewusster ernähren will. „Ich will wissen, was ich esse“, ist eine häufig genannte Begründung bei den Frauen, die Waffentechnik, Biologie, Waldwirtschaft und Spurenkunde büffeln. Bei vielen sind es die Bilder aus Massentierhaltung und tierquälerischen Tiertransporten, die den Ausschlag gaben – Wild für die Küche als Ersatz für billiges und unter schlimmen Umständen erzeugtes Fleisch. Bio in reinster Form, sozusagen. Dass Frauen bei den Abschlussprüfungen häufiger durchfallen als Männer und einen zweiten oder dritten Anlauf brauchen, liegt nicht an ihren neu erworbenen Kenntnissen. Da sind sie häufig sogar besser. Probleme gibt es jedoch beim Schießen, vor allem mit der Flinte: Die kiloschweren Waffen scheinen ihnen zu schwer, daher raten Fachleute, von vornherein mit für Frauen konzipierten leichteren Waffen zu üben und auch in die Prüfung zu gehen. Im Schnitt kommen bundesweit 216 Einwohner auf einen Jäger – in Berlin sind es 1198 Einwohner pro Jäger, in Niedersachsen nur 130. Besonders Menschen aus der Stadt interessierten sich zunehmend für die Jagd, sagte Armin Liese, Sprecher des Landesjagdverbandes Baden- Württemberg in einem Gespräch mit dem „Stern“: „Die möchten wissen, wie das Fleisch auf dem Teller vorher gelebt hat.“ Der Wunsch nach gesunder Ernährung ziehe immer mehr Menschen in den Wald. „Meine Hauptmotivation ist, Beute zu machen, ich will mit einem Stück Fleisch nach Hause kommen“, ist eine häufige Begründung. Fachverbände stellen fest, es gebe in der Gesellschaft einen Trend zu lokalem, regionalem Essen, zu „Slow Food“ – also genussvollem, bewussten Essen. „Wildfleisch erfüllt alle diese Kriterien. Und wenn es gut läuft, hören die Tiere nicht einmal mehr den Schuss.“ Das stimmt, denn die Kugel fliegt schneller als der Schall. Gleichzeitig werde die Jagd in der Gesellschaft mehr hinterfragt als früher. „Tod ist ein Tabuthema geworden, das Fleisch kommt aus dem Supermarkt. Das Wissen um die natürlichen Zusammenhänge müssen wir vermitteln“, sagte Liese vom Landesverband. Tiere müssten geschossen werden für den Artenschutz, wegen der Wildschäden, der Biodiversität. „Wir verstehen uns als INFO Frauen kommen oft durch Hunde zur Jagd Geschlechterfrage Fachleute sind sich einig, dass Frauen anders an das Thema Jagd herangehen als Männer. Da sie sehr häufig über ihren Hund zur Jagd gekommen sind, beobachtet man immer mehr Frauen als Treiber bei Jagden. Kontakt zur Jagd durch Hund Viele jagende Frauen begleiten ihre Hunde auf Treib- oder Drückjagden, manche als so genannte „Durchgeh-Schützen“ (das heißt, sie erlegen gegebenenfalls auch Tiere), und sie sind mit Kurzwaffen, also Pistolen oder Revolvern, dafür ausgerüstet, angeschossene Tiere mit einem Schuss oder mit der Sau-Feder (eine Art Lanze mit messerartiger Spitze) oder einem Messer zu erlegen. Anwalt des Wildes“, sagte er. Der wachsende Frauenanteil wird in der Szene gerne gesehen. „Eine Frau jagt tendenziell zurückhaltender und hinterfragt das jagdliche Tun in anderer Weise“, sagte etwa Jörg Friedmann in einem Beitrag des Stern, Landesjägermeister aus Baden-Württemberg. Auch schössen Frauen sehr überlegt. „Ich empfinde das als Bereicherung der Jagd.“ „In vielen Belangen sind Frauen die besseren Jäger“, betonte ein Vertreter des Bundesverbandes. Überproportional viele Frauen kämen über den Hund zur Jagd. „Sie legen sich einen Hund zu, weil er hübsch ist, und dann tanzt er ihnen auf dem Kopf rum, will ausgelastet werden.“ Dann bildeten sie die Tiere aus – und machten die Jagdprüfung. Rund 62 Prozent der Frauen machen laut Jagdverband DJV einen Jagdschein, weil sie ihren Vierbeiner beschäftigen wollen. Männer gaben diesen Grund bei der Befragung seltener an. „Weimaraner und Vizsla sind Trendhunderassen, aber eben auch Hochleistungsjagdhunde. Menschen schaffen sich die Tiere an und merken dann erst, dass die Hunde mehr als Spaziergänge um den Häuserblock brauchen“, sagt ein Fachmann des Deutschen Jagdverbandes. Selbst Terrier, die aufgrund ihrer Größe oft als passender Hund für die Stadt gelten, können ohne ausreichende Auslastung zum Problemhund werden. Viele Frauen kommen mit ihrem Hund erst zum Jagdhundetraining, finden dann aber Geschmack an dem Sport und machen den Jagdschein. Waffenrecht in Deutschland immer strenger urfte man noch vor Jahren als Jäger seine Waffen im Kleiderschrank vor unerlaubtem Zugang chützen, sind die Auflagen jetzt deutlich verschärft. Die Panzerschränke unterliegen DIN-Normen. ho-) Das deutsche Waffenrecht ist weltweit am strengsten. Wer hier ine Kurz- oder Langwaffe besitzen will, braucht dazu eine Waffenbeitzkarte, die zu bekommen schwieig ist. Allerdings nicht für Jäger: Wer en Jagdschein geschafft hat, darf uch Waffen führen. Die Waffenbeitzkarte (nicht: Waffenschein – den aben Polizisten) stellt die Polizei us, nachdem sie die Bewerber ründlich unter die Lupe genomen hat. Wer akzeptiert wird, darf ich Jagdwaffen anschaffen – Langwaffen (Gewehre) in nicht begrenzer Zahl, aber nur zwei Kurzwaffen, lso Revolver oder Pistole. Bei der Jagd kommen folgende Typen von Langwaffen zum Einsatz: Repetierer, Kipplaufbüchsen oder Drillinge, und Schrotflinten. Der Gebrauch ist reglementiert: Wer auf Rehe, Hirsche oder Schwarzwild schießt, muss dafür ein Mindestkaliber nutzen. Mit Schrot (also der Flinte) wird Jagd gemacht auf Enten oder Kaninchen. Sie für größere Tiere zu nutzen ist in Deutschland verboten. Ebenfalls verboten Nachtsichtgeräte auf dem (legalen) Zielfernrohr. Die Waffen müssen – Langwaffen und Kurzwaffen getrennt – in einem Waffentresor aufbewahrt werden, der gesetzlich exakt formulierten Vorgaben entspricht. Alle Waffen dürfen ausschließlich darin unter- gebracht sein, sie im Haus im Schrank oder sonst wo zu lagern, ist strafbar. Wer Waffen besitzt, ist behördlich registriert und kann von der Polizei unangemeldet kontrolliert werden. Fallen dabei Verstöße auf, droht der Verlust des Jagdscheines und da- mit der Waffenbesitzkarte – und die Behörden sind in diesen Dingen äußerst streng und nicht tolerant. Selbst kleine Verstöße werden mit hohen Geldstrafen geahndet. Auch die Munition muss in diese Tresore, aber getrennt von den Waffen. Ihre Menge ist nicht reglementiert. Gewehre oder Pistolen zu kaufen ist in Deutschland ebenfalls kompliziert: Ein Kauf beim Händler geht nur gegen Vorlage des Jagdscheines und der Waffenbesitzkarte. Zudem meldet der Händler jeden Kauf direkt der örtlichen Polizei, und bei der muss sich der Käufer in einer knappen Frist melden. Versäumt er dies, gibt es Ärger. Ein Drilling, Standardwaffe deutscher Jäger. F: TB Jägerprüfung – anspruchsvoll wie ein grünes Abitur Die Ausbildung gilt für ein Hobby als sehr umfangreich. (ho-) Die Ausbildung zur Jagd ist in den deutschen Bundesländern in Details teilweise unterschiedlich geregelt, aber in der großen Linie übereinstimmend. Gelehrt wird u. a. in den Fächern Tierkunde, Pflanzenkunde, Waffenrecht, Forstwirtschaft, Jagdrecht, Spurenkunde – und vor allem im Schießen. Private Schulen bieten Kurse an, die mindestens zwei Wochen (individuelle Crash-Kurse) oder einige Wochen dauern und mehrere tausend Euro kosten. Günstiger, aber auch deutlich langwieriger sind die Kurse, die die Jagdverbände oder Hegeringe in jeder Stadt oder in jedem Kreis anbieten. Sie beginnen im September oder Oktober und dauern bis April bei zwei oder drei Schulungsabenden pro Woche und Schießübungen an jedem Samstagvormittag. Die Prüfung geht in der Regel über drei Tage, je einer schriftlich, praktisch sowie die Schießprüfung. Die Ausbildung bei einem Verband zu machen, ist deutlich preiswerter, aber man muss auch dort mit Kosten von rund 3000 Euro (Kursgebühr, Lehrmaterial, Prüfungsgebühr, Munition) rechnen. Den Jagdschein in sehr kurzen Crash-Kursen zu machen, ist unter Jägern umstritten – man fürchtet um die Gründlichkeit der Schulungen.

Wildes NRW Die führende Bache richtig ansprechen“ Jägersprache ist eine Welt für sich. Da gibt es für jedes Körperteil jeder Tierart ein anderes Wort. Was beim Hirsch das eweih, ist beim Rehbock das Gehörn und beim Muffel sind es die Schnecken. Ein Einblick ins Reich des Jäger-Lateins. ON THORSTEN BREITKOPF ND HANS ONKELBACH n der Umgangssprache haben sich ehr Begriffe aus der Jägersprache ingenistet, als den meisten bewusst ist. Aufs Korn nehmen, zur trecke bringen, Rute, der Horst, as Gelege, die Brunft, die Schwarte – Wörter, die uns geläufig sind und ie wir zu kennen glauben, und die rsprünglich von Jägern geprägt wurden. Die Jägersprache ist keieswegs ein Spleen von Insidern, ondern sie war schon immer urchaus nützlich. In Zeiten einer nübersichtlichen Vielstaaterei in en Ländern, die heute Deutschand sind, garantierte sie grenzberschreitendes Verstehen. Und och heute erleichtert sie es den Jäern, sich knapp und eindeutig ausudrücken. Wenn der Jäger zum Beispiel von inem Mönch spricht, meint er eien dauerhaft geweihlosen, männichen Hirsch. Gäbe es den Begriff icht, müsste er die Eigenart des ieres mit einem Satz umschreiben. as „Alt-Tier“ ist ein weiblicher irsch, nachdem es erstmals Nachwuchs hatte. Beim Hirsch spricht an vom „Setzen“. Vorher ist die irschkuh nur ein „Tier“ oder Schmal-Tier“. Sagt ein Jäger, er habe ein „Stück Wild“ nicht richtig „ansprechen“ önnen, ist das kein Hinweis auf robleme bei der Kommunikation, ondern er meint, dass er nicht siher war, ob das potenzielle Beuteier weiblich oder männlich, fühend (also mit Nachwuchs) oder icht war. Kurz: Er konnte nicht siher sein, ob er es schießen durfte – Die Frau (l.) vom Hirsch heißt Alt-Tier, und nicht etwa Hirschkuh. FOTO: PRIVAT Waidmänner sagen zum Gruß untereinander Waidmannsheil. FOTO: BREITKOPF Die Herden, die Rehe im Winter bilden, werden Sprünge genannt. FOTO: N. WOLF Eine Flinte ist ein (meist) zweiläufiges Schrot-Gewehr. FOTO: DPA Keiler (und nicht Eber) heißt das männliche Wildschwein. FOTO: BERNHARDT Wenn der Jäger den Hochsitz verlässt, dann „baumt er ab“. FOTO: NICO HERTGEN und hat es daher leben lassen. Ein komplizierter Sachverhalt, Jägern aber aus häufigem Erleben vertraut und mit einem Wort exakt geschildert. Diese Sprache, im Normaljargon gerne als Jäger-Latein verspottet (womit heutzutage vermutlich eher übertriebene Erlebnisschilderungen gemeint sind), besteht aus einigen Hundert Begriffen, von denen allerdings sehr viele auch unter Jägern nicht mehr gängig sind. In Teilen klingen sie für Außenstehende auch unfreiwillig komisch. Ein Rehbock, in die Jahre gekommen und altersmüde, wird als „abgebrunftet“ eingestuft. Seine Hoden heißen „Brunftkugeln“ (beim Wildschwein heißen sie übrigens „Klötze“), sein Geschlechtsteil „Brunftrute“. Wächst ihm, wie jedes Jahr zum auslaufenden Winter, ein neues Gehörn, sagt man „er schiebt“. Weil die Stangen dieses Gehörns anfangs mit einer Art haariger und bald juckender Haut überzogen sind, versucht er, sie loszuwerden und reibt seinen Kopfschmuck an Zweigen oder Baumstämmen. Der Jäger spricht dann davon, dass der Bock „fegt“. Auch die Wildschweine werden sprachlich fein unterschieden: Die Kleinen heißen „Frischlinge“, ihre Mutter (und Chefin der Rotte – so nennt man die Herde bei den wilden Schweinen) „Bache“. Vorher „hat sie inne“ (sie ist, weil sie „rauschig“ war, von einem Keiler „beschlagen“ worden, also trächtig), und kommen die Jungen zur Welt, „frischt“ die Bache. Das passiert im aus Zweigen gebauten „Kessel“. Ist der Nachwuchs ein Jahr alt, heißt er „Überläufer“ (egal, ob weiblich oder männlich). Männliche Tiere sind zuerst Keiler, werden sie einige Jahre alt, spricht der Grünrock vom „Bassen“. Die Zähne der erwachsenen Sauen heißen „Gewaff, Gewehre oder Hauer“, ist das Tier weiblich, spricht man von „Haken“. Erlegt man die Schweine durch einen „waidgerechten“ Schuss, vorzugsweise hinter das Ohr, trifft man den „Teller“. Weiter unten, knapp hinter dem Vorderlauf, spricht man bei Schweinen wie bei Rehen oder Hirschen vom „Blatt“ (daher Blattschuss). Ein „Jährling“ ist ein einjähriger Bock, „Kahlwild“ sind weibliche Hirsche oder Kälber ohne Geweih. Und wenn vom „Burgfrieden“ die Rede ist, hat das nichts mit dem Mittelalter zu tun, sondern das Wort beschreibt das Phänomen, dass sich Fuchs und Dachs bisweilen einen Bau teilen, und sich dabei gegenseitig akzeptieren. Taucht der Begriff „Kurzwildbret“ auf, sind die äußeren Geschlechtsteile vom Schalenwild (Wildschweine, Rehe, Hirsche) gemeint. Werden diese Teile verletzt, hat das beim männlichen Rehe unter anderem kuriose Folgen: Das danach wachsende Geweih ist von krankhaftem Gewucher bedeckt – der Jäger nennt dies „Perückengeweih“. Auch die Werkzeuge der Jäger haben eigene Namen. So ist ein „Drilling“ auch kein Tier mit zwei Geschwistern, sondern ein Gewehr mit drei Läufen, meist zweimal für Schrot und ein Kugellauf. Schrot schießt man aus der „Flinte“, Kugelgewehre nennt man „Büchse“, wie Silberbüchse bei Karl May. Und wenn der Jäger den Hochsitz wieder verlässt, dann „baumt er ab“. Schalldämpfer weiter verboten (tb) Ein Jäger aus Münster muss weiterhin ohne Schalldämpfer jagen. Das hat das Verwaltungsgericht Münster entschieden. Danach haben Jäger grundsätzlich keinen Anspruch auf Erteilung einer Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Schalldämpfern für ein Jagdgewehr. Auch aus Gründen des Gesundheitsschutzes sei dies nicht nötig. Der Jäger könne Ohrschützer tragen. In vielen europäischen Ländern sind Schalldämpfer auch zum Schutz von Passanten dagegen Pflicht. AUTOREN UND JÄGER Thorsten Breitkopf (39) ist Wirtschaftsredakteur der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seinen Jagdschein machte er vor 23 Jahren als 16-Jähriger in seiner Bergischen Heimat. Heute jagt er unter anderem in der Eifel, am Niederrhein und in einem Revier in Mittelhessen. Der Diplom-Kaufmann lebt in Düsseldorf. Hans Onkelbach (63) machte seinen Jagdschein vor etwa zwölf Jahren. 15 Jahre war er Lokalchef der RP in Düsseldorf. Heute ist er weiter als Autor für die Rheinische Post tätig. Onkelbach ist Pächter eines Jagdrevieres in der Nähe von Dillenburg. Der 63-Jährige jagt mit seinem Hund, einer drei Jahre alten Weimaraner-Hündin, die auf den Namen Lotte hört. (tb)

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