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14 WINTERZAUBER Von Bier

14 WINTERZAUBER Von Bier und Bio bis Schoko und Spielzeug Beim Adventskalender sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Foto: Thinkstock Selbst zusammengestellte Adventskalender sind mehr als 24 Geschenke. Mit ihnen sagt man 24mal, wie gern man einen Menschen hat. Eine Vorweihnachtszeit ohne Adventskalender ist für viele Menschen schlicht unvorstellbar. Und schon jetzt liegen die Kalender in den Geschäften bereit, in den unterschiedlichsten Ausführungen. Die Zeit, in der nur bunte Bildchen hinter den Türchen verborgen waren, sind längst vorbei. Seit 1950, ungefähr 30 Jahre nach Erfindung des Adventskalenders, gibt es sie mit Schokoladen-Überraschungen – und heute kommen jedes Jahr andere Füllungen hinzu. So kann man sich mit dem neuesten Parfüm verwöhnen oder jeden Morgen ein anderes gesundes Bio-Müsli aus dem Kalender ziehen. Fans von Lakritz müssen auch nicht nach Skandinavien auswandern, um auf ihre Kosten zu kommen. Bier aus aller Welt, Alkohol, Teesorten – wer im Internet sucht, der findet alle erdenklichen Varianten der Kalender. Und wer in der Vorweihnachtszeit auf die schlanke Linie achten will, kommt beim Kalenderöffnen auch auf seine Kosten: Verschiedene Hersteller von Pflege und Beautyprodukten haben sich auf etwas einfallen lassen und verwöhnen ihre Kunden – völlig kalorienfrei. Spirituelle Türchen Manche Kalender kommen jedoch auch ganz ohne Geschenke oder Schokolade aus: So bieten Kirchen oft SMS mit Sprüchen und Gedanken zum Tag via SMS oder Snapchat an, viele Webseiten im Internet veranstalten jeden Tag ein Gewinnspiel und manche Bands veröffentlichen jeden Tag einen interessanten neuen Videoclip zur Bandgeschichte. „Der Wille, gemeinsam Advent zu feiern, ist stärker geworden“, sagt Trendforscher Peter Wippermann. „Aber man möchte dabei nicht von seinem individuellen Lebensstil abweichen.“ Bei Adventskalendern gebe es daher „eine enorme Ausdifferenzierung“. Mittlerweile kommen sogar Veganer auf ihre Kosten: Im Netz ist etwa der tierfreie Adventskalender „moo free“ mit Bioschokolade zu haben, obendrein noch glutenfrei. Trendforscher Wippermann hat zwei Entwicklungen beobachtet: Auf der einen Seite seien nostalgische Adventskalender mit historischen Motiven im Kommen. Auf der anderen Seite schlage sich der Trend zu Individuellem und Selbstgemachtem nieder. Und seien wir mal ehrlich: 24 kleine, individuelle und mit Herz ausgewählte Geschenke, das ist doch die schönste Überraschung. 24 schöne Gesten Aber lohnt sich die ganze Mühe überhaupt? Wenn der Adventskalender als Geschenk gedacht ist, auf jeden Fall, wie der Soziologe Holger Schwaiger erklärt. „Das Selbstgemachte ist mehr wert als der Schoko-Kalender“, betont er. „Mit diesem Geschenk habe ich nicht nur 24 Mal die Möglichkeit zu sagen ,Ich hab dich gern, sondern ich habe 24 Mal ein kleines Geschenk gegeben, das eine Erinnerungsfunktion erfüllt.“ Kompliziert muss er nicht sein, der selbstgemachte Kalender: Briefumschläge, die an einer Schnur befestigt werden, könnten selbst bemalt oder beklebt einen liebevollen Kalender bilden. Eine Alternative ist eine einfache Holzpalette oder Kiste: An der Wand hängend und mit Zweigen oder einer Lichterkette geschmückt, lassen sich 24 Päckchen daran befestigen. Schoko bleibt der Hit Also künftig nur noch Do-ityourself-Kalender für die Liebsten? „Den mit Schokolade würde ich eher als kleine Aufmerksamkeit am Rande platzieren“, sagt Schwaiger. „Ein Kind, das noch nicht so viele andere Bewertungskriterien hat, findet einen Schoko-Adventskalender über alle Maßen berauschend.“ Wer sich für eine Variante mit eigenem Inhalt entschieden hat, steht immer noch vor 24 Fragen: Was kommt hinein? Zu groß sollten die Geschenke aber nicht ausfallen. Ob Aufkleber, ein Abwaschbares Tattoo, Seifenblasen oder eine Knete - viele Spielzeugläden verkaufen Kleinigkeiten, die wenig kosten und platzsparend sind. ESTHER MAI

WINTERZAUBER 15 Langeweile wegen schlechtem Wetter? Das gibt’s nicht. ©fotolia.de/Luis Louro Wer kennt das nicht: Das nasskalte Wetter kann ordentlich nerven, zumal Kindern zu Hause nach einer Weile die Lust auf das eigene kreative Spiel vergeht und das Fernsehen nicht stundenlang durchflimmern kann. Ein Alternativprogramm muss her. Wir haben Freizeit-Tipps und Ideen in und aus der Region zusammengestellt, die vor allem bei trüber Wetterlage zum Laufen, Toben, Basteln und zur guten Laune anregen. Hüpfende Stühle und fliegende Fische? Gibt es! Bei der Trickfilm-Aktionfür Kinder im Studio 2 des Kaiser-Wilhelm-Museum (26. November, von 11-14 Uhr) in Krefeld. Beim „Museumsspaß“ gibt es weitere Aktionen, auch Weihnachtsbilder basteln oder Tiefseeschwammbilder gestalten. Etwas Besonderes ist der Workshop „Dein Weihnachtsfilm“. Hier können am 3. oder 10. Dezember Familien Trickfilme zum Fest selber machen - zum Verschenken und Versenden (USB-Stick mitbringen). Alle Aktionen mit Anmeldung unter Telefon 02151 / 97558-112. www.kunstmuseenkrefeld.de. Die Krefelder Mediothek lädt donnerstags von 16.45 bis 18.15 Uhr zum Kinderprogramm ein. Erst wird eine spannende Geschichte vorgelesen, dann gemeinsam gebastelt. Anmeldung unter 02151 / 862780. Am 18. November gibt es ein besonderes Event: Am Vorlesetag können Jung und Alt mit allen Sinnen lauschen: vom Bilderbuch-Theater/-Kino für die Allerkleinsten bis zur szenischen Lesung „Konferenz der Tiere“. www.mediothek-krefeld.de. Eislaufen macht Spaß, gleich ob im Freien auf dem kürzlich eröffneten Außenring des Grefrather EisSport & EventParks oder in der geschützten Halle. 8000 Quadratmeter, verteilt auf drei Flächen, stehen hier für das Vergnügen zur Verfügung. www.eisstadion.com Beim Tolkien-Tag in der Stadtbibliothek Kempen sind Kostüme gern gesehen! Ein buntes Programm wartet am 19. November auf die Besucher, unter anderem Brettspiele, Figurenausstellung, Wissenswertes rund um Zwerge und andere Lebewesen aus Mittelerde. www.kempen.de Wenn es draußen stürmt und regnet, ist es drinnen mollig warm: Das Freizeitbad De Bütt in Willich bietet Badevergnügen. Wasser und Platz satt, dazu eine 90 Meter-Rutsche mit vielen Effekten: Twister- und Spidereffekt, Running-Lights, Lichtwalzen, Video-Projektionen und Touchpoints. www.stadt-willich.de Den wohl spannendsten Familienspaziergang kann man auch bei schlechtem Wetter auf der Tiger & Turtle Skulptur unternehmen: Die einzig begehbare Achterbahn der Welt bietet immer wieder neue Perspektiven. Einigermaßen schwindelfrei sollte man schon sein. Die Skulptur befindet sich mit einer Höhe von 20 Metern im Süden Duisburgs. Infos:www.duisburg.de. Für Sportbegeisterte oder die, die es werden möchten, ist die Skihalle Neuss ein heißer Tipp. Ob Ski-, Snowboard- oder Skibike-Kurse – das Team der „Allrounder“ kümmert sich um jeden Gast. Skisachen sind vor Ort gegen Gebühr ausleihbar, lediglich Handschuhe und Mütze sollten mitgebracht werden. Infos: www.allrounder.de. Wer nicht abwärts fahren, sondern aufwärts klettern möchte, für den ist „bouldern“ vielleicht das Richtige. Darunter versteht man das Klettern ohne Kletterseil und -gurt draußen und an künstlichenKletterwänden, wie bei Monkeyspot in Düsseldorf- Heerdt. Die Boulderhalle bietet Klettermöglichkeiten für Groß und Klein in allen Schwierigkeitsgraden auf rund 1000 Quadratmetern. Infos: www.monkeyspot.de. CHRISTINE ELBEL

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