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Wirtschaft im Bergischen Land -09.11.2017-

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So fördern Firmen ihre

So fördern Firmen ihre Mitarbeiter – für den geschäftlichen Erfolg Um zwei Leben – das berufliche und das private – in Einklang zu bringen, setzen immer ehr Unternehmen auf neue Wege, um ihre itarbeiter zu fördern und zu motivieren. Gerade in der heutigen Arbeitswelt ist ein Ausgleich zwischen Job und Privatleben wichtiger denn je. Um die sogenannte Work-Life-Balance zu halten, machen immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern Angebote, die erst auf den zweiten Blick etwas mit dem Beruf zu tun haben. Doch die Arbeitgeber haben erkannt: Nur wer gesund und zufrieden ist, kann auch leistungsfähig und engagiert sein. Daher ist es wichtig, Mitarbeiter nicht nur Wertschätzung entgegenzubringen, sondern ihnen auch dabei zu helfen, zwei Leben in Einklang zu bringen: ihr berufliches und ihr privates. Hier ist es das Ziel, die privaten Interessen mit den Anforderungen der Arbeitswelt in Einklang zu bringen. Nur so kann ein gesundes Gleichgewicht entstehen. „Vertrauensvolle Unternehmenskultur“ bei Zwilling Ein Beispiel hierfür bietet die Firma Zwilling J.A. Henckels AG in Solingen. In seinem Selbstverständnis erklärt das Schneidwaren-Unternehmen: „Unsere Mitarbeiter machen unseren Erfolg aus.“ Daher bietet Zwilling seinen Mitarbeitern etwa verschiedene Gesundheits- und Sportprogramme. Um den beruflichen Werdegang zu fördern, können individuelle Fortbildungsprogramme entwickelt werden, die beispielsweise auch einen Aufenthalt im Ausland beinhalten können. Für Familien mit Kindern gibt es außerdem die betriebseigene, integrative Kindertagesstätte Twinnyland in Solingen. „Wir geben unseren Mitarbeitern den Freiraum, eigenverantwortlich zu arbeiten, ihre Ideen einzubringen und ihre persönlichen sowie beruflichen Fähigkeiten stetig weiterzuentwickeln. Wir setzen auf eine offene, vertrauensvolle und kooperative Unternehmenskultur“, so das Verständnis von Zwilling. Gira stärkt „Vertrauen in Mitarbeiter“ Auch die Firma Gira in Radevormwald setzt auf Innovation in der Arbeits- und Fachkräftesicherung. „Gira versteht das Vertrauen in seine Mitarbeiter als wesentliche Grundlage für Pionierleistungen“, heißt es beim Unternehmen. Deshalb sollen außergewöhnliche Wege beschritten werden, um Mitarbeitern auch „in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen“. Unterstützt von der Stadt Radevormwald hat das Unternehmen auf seinem Betriebsgelände eine Kindertagesstätte errichtet. Alle Mitarbeiter erhalten eine finanzielle Unterstützung für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und als tarifgebundenes Unternehmen gelten bei Gira die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen. Da auch die Altersvorsorge nie früh genug ein Thema spielen kann, hat Gira mit diversen Versicherern Rahmenverträge abgeschlossen. Neben weiteren gesundheitlichen Leistungen setzt die Firma, wie viele weitere, auf das Modell der „Vertrauensarbeitszeit“. Hier können Mitarbeiter unter Beachtung betrieblicher Zielvorgaben selbst bestimmen, wann die Arbeit aufgenommen und beendet wird und einen Teil ihres Jobs auch im Homeoffice erledigen. Die flexiblen Arbeitszeiten sollen das Vertrauen stärken – und so die Arbeit insgesamt verbessern. Viele Unternehmen – auch im Bergischen Land – haben erkannt, dass die Work-Life-Balance eine große Bedeutung hat. Nicht nur für ihre Mitarbeiter, sondern auch für den Unternehmenserfolg.

Die Volksbank im Bergischen Land – Partner für eine starke Wirtschaftsregion Die Volksbank hat sich gewandelt: Sie hat eien neuen Namen und ein größeres Geschäftsgebiet, bleibt aber denoch Ansprechpartner n den Filialen vor Ort. „Wir müssen groß werden, um klein zu bleiben“ Andreas Otto Vorstandsvorsitzender Unter dem Motto „Bergisch. Gemeinsam. Stark.“ möchte die Volksbank im Bergischen Land sich weiter als starker Partner für das Bergische Städtedreieck und das angrenzende Umland einsetzen. Nach der Fusion der Volksbank Remscheid-Solingen eG und der Credit- und Volksbank eG Wuppertal in diesem Jahr, zählt die Volksbank im Bergischen Land nun zu einer der 80 größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Für das Vorstandsteam, Andreas Otto, Lutz Uwe Magney und Hardy Burdach ein wichtiger Schritt in die Zukunft. „Gemeinsam können wir noch besser für die Region da sein und uns zugleich den Herausforderungen im Bankensektor stellen“, sagt Andreas Otto. Mit einer Bilanz von 2,2 Milliarden Euro, rund 410 Mitarbeitern und 24 Filialen ist die Volksbank im Bergischen Land gut aufgestellt. „Wir müssen unsere Kraft bündeln, um den Rahmenbedingungen wie Demographie, Fachkräftemangel und Digitalisierung standzuhalten wie auch der wachsenden Wirtschaft zu begegnen“, fügt Lutz Uwe Magney hinzu. Mit dem Wandel zur Volksbank im Bergischen Land stellt sich das Kreditinstitut den Herausforderungen der Zukunft. „Wir müssen groß werden, um klein zu bleiben“, sagt Andreas Otto. Die Filialen vor Ort und die dort angebotenen Serviceleistungen bleiben bestehen. „Immer nah dran am Kunden“, lautet das Motto. Das hat die Volksbank mit den beiden Neueröffnungen der Filialen in Hückeswagen und Hilden in 2016, sowie mit dem neuen Standort in Wermelskirchen in diesem Jahr bewiesen. Zwischen Hückeswagen im Südosten und Hilden im Westen liegen immerhin 29 Kilometer Luftlinie. Alle Filialen bleiben auch nach der Fusion erhalten. Rund 60 Wuppertaler Mitar- beiter haben ihren Arbeitsplatz jetzt in der Hauptverwaltung am Tenter Weg in Remscheid. Regional reicht die neue Volksbank bis in Richtung Düsseldorf. In Städten wie Velbert, Wülfrath und Mettmann agieren potente Mittelständler und können vom Angebot profitieren. „Wir können nun deutlich höhere Kredite vergeben als es uns vorher wegen unserer Grö- ße möglich war“, sagt Hardy Burdach, der die Wuppertaler Seite als Vorstand vertritt. Eine gut funktionierende Auslandsabteilung, erhöhte Kreditvergabe, schnelle Entscheidungen, kurze Wege und flache Hierarchien sind Vorteile, von denen Privatkunden wie auch Unternehmer profitieren. „Der Kunde entscheidet heute selbst, ob er seine Bankgeschäfte online, per Telefon oder über eine der Filialen abwickelt“, sagt Hardy Burdach. Das Prinzip der genossenschaftlichen Beratung, die den Kunden mit seinen Wünschen und Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt, hat sich in allen Filialen der Volksbank etabliert und bleibt auch mit dem Wandel zur Volksbank im Bergischen Land bestehen. Der Bankname wurde mit Bedacht gewählt: „Er zeigt die Verbundenheit der Volksbank zur Region mit immerhin gut einer Million Einwohner im Geschäftsgebiet“, betont Andreas Otto. In Zukunft möchten sich die Firmenkundenbetreuer wie auch die „Private Banker“ der Volksbank weiterhin mit Leidenschaft für ihre Kunden einsetzen. „Schnell und zuverlässig die Kundenwünsche zu befriedigen, dieser Herausforderung stellen wir uns“, sagt Lutz Uwe Magney. Dass die Fusion dazu beiträgt, davon sind die Vorstände überzeugt. „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“ Diese Überzeugung der Gründungsväter Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch teilen Genossenschaftsbanken seit über 160 Jahren. Volksbank in Zahlen Die Bank beschäftigt 414 Mitarbeiter, davon befinden sich 40 in der Ausbildung. Mit 24 Geschäftsstellen in 14 Städten ist die Genossenschaftsbank nun in der Region breiter aufgestellt. Betreut wird ein Stamm von 75.000 Kunden aus dem Privatund Geschäftsbereich. Bereits 17 Filialen sind an das Freifunknetz angeschlossen. Erwartet wird eine Bilanzsumme von 2,2 Milliarden Euro. Die Volksbank im Bergischen Land hat über 10.600 Mitglieder. Gemeinsam in die Zukunft Dem Gemeinschaftsgedanken der Gründungszeit bleibt die Volksbank im Bergischen Land bis heute treu. Durch die Fusion werden Kräfte gebündelt und neue Kapazitäten geschaffen. Auf einem gemeinsamen Weg sind die Vorstandsmitglieder (v.li.) Lutz Uwe Magney, Andreas Otto (Vorsitzender) und Hardy Burdach. Im November 2016 hatten die Fusionsgespräche begonnen, im März 2017 haben die Vorstände zur Vorbereitung der Fusion den Verschmelzungsvertrag unterzeichnet. Mit dem positiven Votum der Vertreterversammlungen wurde aus der Volksbank Remscheid-Solingen und der Credit- und Volksbank Wuppertal rückwirkend zum 1. Januar 2017 die „Volksbank im Bergischen Land“. In dem Zusammenschluss sehen die Vorstände, Aufsichtsräte und Mitarbeiter eine große Chance, sich stark für die Zukunft aufzustellen und das Marktpotenzial der Region noch besser ausschöpfen zu können. Denn eine starke Wirtschaftsregion braucht starke Banken. Laut IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid sind die Unternehmen mit Blick auf die positiven Umsatzprognosen optimistisch. Die Geschichte der Genossenschaftsbanken begann bereits im 19. Jahrhundert. Hungersnöte und Missernten prägten diese Zeit. Besonders betroffen von den sozialen Nöten waren Bauern, Handwerker und kleine Unternehmen. Sie benötigten Kredite und waren dabei aber auf private Geldverleiher angewiesen, da sie keinen Zugang zu den städtischen Privatbanken hatten. Viele verschuldeten sich, verarmten und verloren ihre wirtschaftliche Existenz. Um die Existenz des Mittelstandes zu sichern, entwickelten Hermann Schulze-Delitzsch (1808-1883) und Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818- 1888) fast zeitgleich die genossenschaftliche Idee der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Unabhängig voneinander regten beide die Gründung von Kredit- beziehungsweise Darlehenskassenvereinen an und legten damit das Fundament für die Gründung genossenschaftlicher Banken. Die Gemeinschaft ermöglichte den Einzelnen, sich selbst zu helfen. Mitglieder Das Fundament der Rechtsform „eingetragene Genossenschaft“ (eG) ist die Mitgliedschaft. Die Mitglieder einer Genossenschaft schließen sich zusammen, weil sie ein gemeinsames wirtschaftliches Ziel im Verbund leichter erreichen. Die Mitglieder sind mit einem oder mehreren Geschäftsanteilen an der Bank beteiligt und können an demokratischen Entscheidungsprozessen mitwirken. Regionalität Die Genossenschaftsbank ist rechtlich und wirtschaftlich selbstständig. Durch die Nähe zu den Menschen und zum Markt ist sie eng verbunden mit der Region. So kann sie schnell und flexibel auf neue Situationen vor Ort reagieren, kennt den Markt und kann ihn einschätzen. Ziel ist es die Kunden und Mitglieder wirtschaftlich zu fördern. Aus diesem Selbstverständnis heraus setzt sich die Volksbank im FOTO: VOLKSBANK / BETTINA OSSWALD Bergischen Land auch für einen starken, unabhängigen Mittelstand ein. Gemeinschaft Zusammen bilden die Volksbanken und Raiffeisenbanken eines der dichtesten Banken- Servicenetze in Europa. Sie sind Allfinanzinstitute und bieten ihren Kunden eine breite Palette an Finanzdienstleistungen aus einer Hand. Dafür sorgt die enge Zusammenarbeit mit den Spezialinstituten der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, wie der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R+V Versicherung, der Fondsgesellschaft Union Investment sowie dem Spitzeninstitut DZ BANK.

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