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Wirtschaft im Bergischen Land -09.11.2017-

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Auf den Kopf gestellt

Auf den Kopf gestellt Bergische Firmen glänzen durch Innovation. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat die Innovationskraft in Deutschland unter die Lupe genommen und gibt dem Bergischen Land gute Noten. Die Region landet dabei deutlich über dem Durchschnitt des Landes NRW. Das gilt vor allem bei der atentdichte. Lesen Sie hier, was Bergische Unternehmen leisten und welche Anstrengungen sie unternehmen, um diesen Erfolg in die Zukunft zu tragen. Die bergischen Unternehmer gehen mutig voran, betrachten ihr traditionelles Geschäft aus anderer Perspektive und leiten daraus neue Marktchancen ab. „Ein neuer erfolgreicher Tag“ lautet der Titel der Statue, die in Wuppertal an der Herzogstraße steht. Ein junger Geschäftsmann bringt seine Freude über die geleistete Arbeit mit einem Handstand zum Ausdruck. Was Unternehmen im Bergischen Land leisten und was sie dafür tun müssen, um erfolgreich zu bleiben, zeigt Ihnen die Sonderveröffentlichung Wirtschaft im Bergischen Land“. Unternehmer geben Einblicke in ihre Arbeit und berichten, wie sie ihrer Firmenphilosophie und Tradition trotz aller Innovationen treu bleiben können. Gerade in Zeiten des Umbruchs und des Wandels müssen Unternehmer umdenken, Geschäftsstrategien hinterfragen oder eingefahrene Mechanismen „auf den Kopf stellen“. Die Digitalisierung ist dabei eine der größten Herausforderungen für die Mittelständler. Die Unternehmer der Region gehen dabei mutig voran, betrachten ihr traditionelles Geschäft aus anderer Perspektive und leiten daraus neue Marktchancen ab. Jeder zweite Mittelständler nutzt bereits die digitalen Technologien als zeitgemäßen Katalysator für diesen Schritt. Eine weitere Herausforderung ist das Finden, Binden und Qualifizieren von Fachkräften in der Region. Firmen bieten ihren Mitarbeitern immer öfter flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung und Gesundheitsangebote. Damit auch die Rahmenbedingungen stimmen, wird der Breitbandausbau in den Städten vorangetrieben, neue Industriegebiete erschlossen und moderne Forschungszentren gebaut. Pensionäre, die in ihrem Job erfolgreich waren, beraten heimische Unternehmer, die in Schieflage geraten sind oder Unterstützung benötigen. Einzelhändler und Werbegemeinschaften setzen auf neue Ideen zur Kundenbindung – wie in Remscheid per Handy-App. Die Geschäfte vor Ort müssen sich gegen den immer stärker werdenden Online-Handel behaupten und haben daher keine Zeit, sich auf Erfolge auszuruhen. Ihre Ansprechpartner im Bergischen Land Impressum Wirtschaft im Bergischen Land Anzeigensonderveröffentlichung Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Geschäftsführer: Dr. Karl Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen) Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Anzeigen: Coretta Preyer, 02191 999616, E-Mail: coretta.preyer@rheinische-post.de Dörthe Töpfer, 02191 999615, E-Mail: doerthe.toepfer@rheinische-post.de Redaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Heike Karsten Kontakt: 021152018-0, E-Mail: redaktion@rheinland-presse.de Mitarbeit: Christian Peiseler, Henning Röser, Janina Lenz, Wolfgang Weitzdörfer, Stephan Singer, Bernd Geißler (Interview Archiv) Titelseitenfoto: iStock.com Andreas Hackländer Verlagsbüro Köln/Bonn, heinisch-Bergischer-Kreis, Oberbergischer Kreis 02191/999 625 andreas.hacklaender@ heinische-post.de Kirsten Hackländer Region Wermelskirchen, Hückeswagen und Wipperfürth 02191/999 624 kirsten.hacklaender@ bergische-morgenpost.de Torsten Unshelm Region Solingen und Verlagsbüro Wuppertal/ Südwestfalen 0212/222 0324 torsten.unshelm@ solinger-morgenpost.de Gabi Specht Region Remscheid und Radevormwald 02191/999 618 gabi.specht@ bergische-morgenpost.de Das Team der Bergischen Morgenpost und Solinger Morgenpost bietet den Inserenten einen umfangreichen Service. Neben der individuellen Beratung über Produkte, Größen tel ganz auf die Bedürfnisse des Inserenten zuschneidet. Sonderbeilagen zu vielen Branchenthemen und besondere Werbeformen wie ein Superpanorama-Poster bieten den Kunden viele Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung ihrer Werbebotschaft. Ob für die Gesamtauflage oder als pointierte Ansprache und Platzierungsmöglichkeiten, erhalten die Kunden die Möglichkeit den professionellen Grafikservice in Anspruch zu nehmen, der das Werbemitin einer der Lokalausgaben in der Region: Die Rheinische Post als auflagenstärkste Tageszeitung im Rheinland mit rund 300.000 verkauften Exemplaren ist ein vielgebuchter Mediapartner für lokale, regionale und internationale Anzeigenkunden. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir beraten Sie gerne.

Gewerbeflächen sind schnell vergriffen Die typisch bergische Topographie macht es schwer, neue Gewerbegebiete zu erschließen. Interkommunale Zusammenarbeit soll Abhilfe schaffen. Der rheinisch-bergische Kreis hat dazu ein Gewerbeflächenkonzept für alle Kommunen des Kreises entwickelt. Beispiel: Wermelskirchen. Das in Wermelskirchen neu erschlossene Gewerbegebiet Ostringhausen war innerhalb kürzester Zeit belegt. In unmittelbarer Nähe der Autobahnzufahrt werden im kommenden Jahr die Arbeiten zur Erschließung von zwei weiteren Gewerbeflächen in Wermelskirchen abgeschlossen. Neue Gewerbeflächen sind nicht nur in Wermelskirchen Mangelware. Wie der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung bei der Wermelskirchener Stadtverwaltung, Florian Leßke, unterstreicht, haben dieses Problem auch die Nachbargemeinden. Der Grund: Die Ursachen, die die Erschließung von Flächen für ansiedlungs- oder vergrößerungswillige Unternehmen nahezu unmöglich machen, sind überall identisch. Natur- und Wasserschutz bilden ein wesentliches K.O.-Kriterium. Dazu gesellt sich die typisch bergische Topographie mit Siefen und Gefällen, wodurch Land aus dem Rennen um sinnvolle Gewerbeansiedlung fällt. Obendrein spielt der Richtwert von 1000 Metern als Mindestabstand zu Wohnbebauungen eine Rolle. Dieser Wert variiert allerdings je nach Immission von beispielsweise Geräuschen oder Staub einer Firma. „Sicherlich gibt es je nach Einzelfall überwindbare Restriktionen. Aber eigentlich gibt es quasi keine Flächen für Gewerbegebiete“, bilanziert Wirtschaftsförderer Leßke. Deshalb habe der rheinisch-bergische Kreis ein Gewerbeflächenkonzept für alle Kommunen des Kreises entwickelt. Interkommunale Zusammenarbeit sei der Schlüssel, mit dem sich das Problem angehen lasse. Mit seiner zumindest aus Sicht der Wirtschaft ernüchternden Bilanz erinnert Florian Leßke an eine Studie aus dem Jahr 2009, deren Ergebnisse bis heute gelten: Betrachtet man das Stadtgebiet von Wermelskirchen unter den notwendigen Gesichtspunkten wie Landschaftsschutz, Topographie und Wohnbebauung, ist die Karte schwarz. Die weißen Stellen, also diejenigen Bereiche, an denen Gewerbeansiedlung möglich wäre, muss der Betrachter mit der Lupe suchen. „Wir registrieren mehr Bedarf als Angebote an Flächen. Das geht den Kollegen in den Nachbarstädten genauso“, sagt Florian Leßke. Ein Beispiel ist das jüngste, in Wermelskirchen erschlossene Gewerbegebiet Ostringhausen mit der Bandwirkerstraße westlich vom Stadtzentrum und in unmittelbarer Nähe der Autobahn 1. Dieses Industriegebiet existiert seit Mitte der 2010er- Jahre und ist seit knapp fünf Jahren voll belegt. Augenscheinlich noch nicht bebaute Grundstück gehören inzwischen den dortigen Firmen, die sich die Option zur Erweiterung sichern wollen. Und genau darin liegt aus Sicht der Kommunen auch die Krux, denn, so sagt Leßke: „Will eine Firma wachsen und muss deshalb den Standort wechseln, dann am liebsten in einem Umkreis von nur 20 Kilometern.“ Das habe unter anderem mit dem Wunsch zu tun, die Belegschaft behalten zu können. Der 36-Jährige verweist auf eine Umfrage: „58 Prozent der Firmen möchten – wenn überhaupt – ihren Standort in einem 20-Kilometer-Umkreis vom alten Sitz verlegen.“ Innerhalb von NRW seien es nur acht Prozent, in Deutschland oder gar Europa jeweils 17 Prozent. „Das heißt: Wir brauchen vor Ort etwas oder die Firmen gehen gleich weiter weg“, resümiert Leßke. Deshalb sieht der Wirtschaftsförderer die Möglichkeit, sich durch kreisweite Kooperation und dem Zusammenspiel mit Nachbarstädten mehr Gehör auf Landesebene zu verschaffen, um das Problem zu thematisieren. Der Verweis darauf, dass es zum Beispiel im Ruhrgebiet reichlich Brachflächen gäbe, helfe der hiesigen Region nicht. In unmittelbarer Nähe von Ostringhausen, mit der attraktiven werden in 2018 die Arbeiten teren Gewerbeflächen in Wermelskirchen sein, weiss Florian Leßke zu berichten: Einmal das Gelände hinter dem Obi-Baumarkt namens „Hinter dem Hofe“ sowie das sogenannte „Autobahn- Ohr“. Für das „Ohr“ habe die Stadt bereits einen ernsthaften Florian Leßke blickt nach Monheim bei Leverkusen, wo die Stadt mit der massiven Senkung von Gewerbesteuern viele Firmen angelockt hat. „Damit hat sich Monheim in der kommunalen Familie nicht unbedingt beliebt gemacht“, Verfahren sei für Wermelskirchen und Umgebung auch nicht zielführend: „Eine Stadt, die keine Flächen anbieten kann, verliert durch eine Gewerbesteuer-Senkung Möglichkeit zur Neuansiedlung werblich genutzt wurden, habe „Aber hierbei müssen wir uns mit den Eigentümern einig werden, überhaupt erst einmal Gesprächsbereitschaft vorfinden.“ Florian Leßke, der seit Ende 2010 als Amtsleiter der steckt angesichts der Gewerbeflächen-Knappheit nicht den Kopf in den Sand: „Meine Aufgabe ist in erster Linie die Bestandspflege. Es geht darum, denen zu helfen, die vor Ort sind.“ Er gehe Probleme von heimischen Firmen mit an, um zu genehmigungsfähigen Lösungen zu kommen: „Ohne auch nichts, die Unternehmen müssen wirtschaften können.“ Autobahnanbindung, zur Erschließung von zwei wei- abgeschlossen Interessenten. kommentiert Leßke. Dieses ohne ausschließlich Geld.“ Die Reaktivierung von Brachflächen, die einst ge- die Stadtverwaltung im Blick: Wermelskirchener Wirtschaftsförderung fungiert, Unternehmen ist alles andere

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