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Wirtschaft im Bergischen Land -09.11.2017-

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Umfänglicher Service

Umfänglicher Service für gute Besserung – Patientenwohl und Komfort an erster Stelle Geboren in Solingen? – In der Regel im Klinikum Seit über 150 Jahren ist das Städtische Klinikum Solingen das Krankenhaus der Stadt Solingen. Mit 16 Fachabteilungen und interdisziplinären Einrichtungen bietet das Klinikum sämtliche Vorteile einer leistungsstarken Maximalversorgung. Als Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln beteiligt sich das Städtische Klinikum Solingen an dem verantwortungsvollen Auftrag, den Ärztenachwuchs auszubilden. Das Bildungszentrum bildet Pflegekräfte in Theorie und Praxis aus. Vom Baby bis zum Senior: Jährlich werden fast 60.000 Patienten stationär und ambulant in den verschiedensten chirurgischen und internistischen Fachbereichen betreut. Modernste Diagnostik, innovative Apparatetechnik und erfolgreich praktizierte Behandlungsmethoden stellen sicher, dass nahezu jede Erkrankung wirksam konservativ und – falls erforderlich – chirurgisch therapiert werden kann. Die Bandbreite der medizinischen Disziplinen umfasst die Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie, Gefäßchirurgie, Kardiologie, Gastroenterologie und Onkologie, Nephrologie, HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Neurochirurgie, Gynäkologie, Senologie und Urologie sowie Kinder- und Jugendmedizin, Anästhesie, Operative Intensiv- und Palliativmedizin, Radiologie und Pathologie. Im Notfall steht die Zentrale Notfallambulanz 24 Stunden am Tag an sieben Tagen der Woche zur Verfügung. Aufgrund der Verfügbarkeit dieser Fachrichtungen unter einem Dach erübrigt sich generell, und insbesondere in komplizierten Fällen, nach einer Spezialklinik zu suchen. Herzpatienten, Krebskranke oder Menschen, die bei einem Unfall schwer verletzt wurden, sind im Klinikum Solingen bestens aufgehoben. Ältere Patienten, die häufig altersbedingt unter mehreren Erkrankungen leiden, erhalten umfassende Hilfe. Hochleistungsmedizin verbunden mit Herzbeschwerden immer ernst nehmen Im Akutfall ist eine spezialisierte Klinik die richtige Adresse. Herzleiden zählen weiterhin zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Bei fast jedem vierten Todesfall sind die Ursachen auf ein krankes Herz zurückzuführen. Angesichts der erheblichen individuellen und gesellschaftlichen Folgen, zu denen Herzerkrankungen führen, sollte dem überlebenswichtigen Organ im Herzmonat November besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die gute Nachricht kommt zuerst: Nach dem jährlich erscheinenden Bericht der Deutschen Herzstiftung sind die Chancen, einen Herzinfarkt zu überleben, in Solingen günstiger als in anderen Städten. Dies liegt an einem engmaschigen Netz der Hilfen, aber auch an guter Aufklärung. Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute. Je eher der Patient behandelt wird, umso besser stehen seine Überlebenschancen. „In der Regel dauert es drei bis vier Stunden, bis ein Patient nach dem Herzinfarkt in der Klinik ist“, erklärt Prof. Dr. Hans Martin Hoffmeister, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin am Städtischen Klinikum Solingen. Mit der zunehmenden Aufklärung der Patienten, aber auch der engen Zusammenarbeit von Haus- und Notärzten sowie Rettungssanitätern konnten die Überlebenschancen für Herzinfarktpatienten in der Vergangenheit ständig gesteigert werden. „In den 1980er Jahren starb nahezu jeder dritte Infarktpatient, der in die Klinik eingeliefert wurde. Heute liegt die Zahl bei unter zehn Prozent“, berichtet Prof. Hoffmeister. Insgesamt habe sich die Sterblichkeit aller Patienten mehr als halbiert. „In der Regel dauert es drei bis vier Stunden, bis ein Patient nach dem Herzinfarkt in der Klinik ist“ Prof. Dr. Hoffmeister Chefarzt Bis zu 500 Patienten mit Herzinfarkt oder Herzinfarktverdacht werden jährlich im Klinikum behandelt. Wer mit Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik kommt, wird entweder gleich in die zuständige Fachabteilung verlegt oder von der Notaufnahme zur Überwachung auf der internistischen Intensivstation gebracht. Die Patientenbetten sind mit Monitoring-Geräten ausgestattet, die die ständige Überwachung aller Vitalfunktionen – und im kritischen Fall eine sofortige Reaktion ermöglichen. Der Herzinfarkt ist eine tückische Erkrankung „Es beginnt, wenn der Patient noch zu Hause ist“, erklärt Prof. Dr. Hoffmeister. „Ein Herzgefäß verstopft, der Herzmuskel wird unterversorgt und immer mehr Gewebe wird zerstört“. Die wichtigste Regel beim Verdacht auf Herzinfarkt lautet daher: So schnell wie möglich den Notruf wählen und in eine spezialisierte Klinik kommen. Im Klinikum Solingen stehen zwei modernste Herzkatheter-Messplätze zur Verfügung. An diesen Apparaten wird die Verstopfung aufgeweitet. Die Geräte stehen rund um die Uhr für die Untersuchungen der Herzkranzgefäße und den Einsatz von Gefäßstützen (Stents) zur Verfügung. Die klassischen Symptome eines Herzinfarktes sind Beklemmungsgefühle, die sich ringförmig um die Brust zu legen scheinen. Angstgefühle, Schweißausbrüche, Luftnot sowie Schmerzen, die in den linken Arm, Hals und den Kiefer ausstrahlen können, sind weitere Symptome. Problematisch kann es bei Diabetikern sein, die diese Warnsignale oft nicht spüren. Auch bei Frauen können die Anzeichen anders sein. Das allgemeine Unwohlsein und Brustschmerzen, die in den Bauchraum ausstrahlen, sollten ernst genommen werden – die Scheu, den Notrufanruf zu tätigen, kann schlimme Folgen haben und die Überlebensprognose mindern. Über 1900 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 16 Fachabteilungen sorgen Tag für Tag für eine herausragende Versorgung. umfassender, aufmerksamer Pflege ermöglichen gute Behandlungserfolge. Rund 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen im Klinikum Solingen - dem größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb der Stadt - bereit, um die Patienten rundum zu betreuen. Gemäß dem Leitgedanken „Gesundheit braucht Nähe“ spielt die menschliche Komponente eine wesentliche Rolle. Um den Aufenthalt für die Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten, wird der klinikeigene Service eingesetzt. Die Zentralküche sorgt täglich für Abwechslung auf dem Tisch. Darüber hinaus steht Patienten und Besuchern das Café Forum als Treffpunkt zur Verfügung. Nach Kaffee und Kuchen lädt der grüne Campus mit angrenzendem Botanischen Garten zu einem erholsamen Spaziergang ein. Direkt in der Eingangshalle stehen Friseur, EC-Automat sowie ein Kiosk für den kleinen Einkauf zur Verfügung. Besorgungen für Patienten, die diese nicht selbst erledigen können, übernehmen auf Wunsch die ehrenamtlich tätigen „Grünen Damen“. Zahleiche medizinische Einrichtungen begleiten und unterstützen den Heilungsprozess. In der Physiotherapie mit eigenem Bewegungsbad lernen die Betroffenen, ihre Gelenke und Bewegungen wieder zu aktivieren. In der Diabetikerschulung vermitteln Ärzte und Diätassistentinnen alles Wissenswerte zum Umgang mit dieser Zivilisationskrankheit. Beschwerden, die nach Operationen auftreten, werden durch einen zertifizierten Akutschmerzdienst gelindert. Nierenpatienten werden an den Dialyse-Plätzen versorgt. Und Aufgabe der Palliativstation ist es, unheilbar erkrankten Patienten für die verbleibende Zeit ein Höchstmaß an Lebensqualität wiederzugeben. „Morgens zur Operation – nachmittags nach Hause“, lautet der Behandlungsgrundsatz im Ambulanten Operationszentrum. Seit 1994 bietet das Städtische Klinikum Solingen seinen Patienten für überschaubare Eingriffe den Service des ambulanten Operierens – als eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland. Das ambulante Operationszentrum mit zwei modernen Operationssälen, einem eigenem Aufwach- und Erholungsbereich, bietet alle Vorzüge einer operativen Tagesklinik. Hierbei bleiben aber auch die Vorteile eines Klinikums der Maximalversorgung bestehen: Sollte es einmal erforderlich sein, so können ambulante Patienten unkompliziert stationär übernommen werden. Mit der zertifizierten Akutschmerztherapie, der hoch qualifizierten Intensivmedizin im operativen und internistischen Bereich, sowie mit einer umfangreichen fachlichen und apparativen Expertise in Diagnostik und Therapie hält das Klinikum eine hervorragende Infrastruktur für eine herausragende Versorgung bei einem Maximum an Sicherheit für jeden Patienten vor. Die Anzeichen eines Herzinfarkts äußern sich auf vielfältige Weise. Eine schnelle Alarmierung des Notarztes steigert die Überlebensprognose, denn bei einem Infarkt zählt jede Minute. Die Zahl der Geburten im Städtischen Klinikum Solingen hält sich seit Jahren ununterbrochen auf hohem Niveau. Bis zu vier Kinder erblicken an manchen Tagen in den Kreißsälen das Licht der Welt. Ein Grund für den Erfolg liegt in den Qualitätsstandards des „Babyfreundlichen Krankenhauses“, die die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe bereits 2011 eingeführt hat. Vor über zwei Jahren hat auch die Kinderklinik die Zertifizierung erlangt. Die beiden Fachbereiche bieten Schwangeren und frisch gewordenen Eltern ein umfassendes Beratungsund Betreuungsangebot an – von Infoabenden mit Führung durch den Kreißsaal und die Neugeborenenstation über Geburtsvorbereitungs- und Fitnesskurse für Schwangere bis hin zu Stillberatung. Nach der Geburt werden Babymassage, Babyschwimmen, Tragehilfen und Stillcafé angeboten. Die Rundumbetreuung ist vor allem bei Risikoschwangerschaften und -geburten von einem besonderen Stellenwert. Frühgeborene und Kinder, die krank auf die Welt kommen, benötigen eine spezialisierte medizinische Versorgung verbunden mit einer intensiven emotionalen Bindung – vor allem zu ihrer Mutter. Die Förderung der Bindung, unter anderem durch Stillen, ist ein wichtiger Baustein im Versorgungskonzept der beiden „babyfreundlichen“ Kliniken. Erkrankt? - Selbsthilfegruppen helfen Die Solinger Selbsthilfegruppen und andere Gesundheitsdienstleister informieren beim 10. Selbsthilfetag über ihre Hilfsmöglichkeiten bei verschiedenen Erkrankungen. Präsentationen und Beratung aber auch praktische Tests, Checks und Messungen stehen auf dem Programm. Organisiert wird der Selbsthilfetag jährlich von der Kontaktstelle Selbsthilfe beim Stadtdienst Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Klinikum Solingen. Bei nahezu jedem Krankheitsbild ist es möglich, den Rat von Betroffenen einzuholen, die sich in Selbsthilfegruppen organisieren. Die Gruppen bauen im Foyer des Klinikums Informationsstände auf und stehen für individuelle Gespräche zur Verfügung. Ein Vortrag über die „Wechselwirkung von Körper und Geist bei Diabetes und Bluthochdruck“ sowie eine Vorführung von Reha-Sport runden das Programm an. Bei der traditionellen Veranstaltung für die ganze Familie sind auch Kinder willkommen. Die kleinen Besucher können sich unter anderem auf einen Luftballonkünstler freuen. Solinger Selbsthilfe- und Gesundheitstag im Klinikum Solingen - Samstag, den 18. November 2017, 11:00-16:00 Uhr

INTERVIEW Regionale Industrie- Geschichte erhalten Der Verein „3-Städte-Depot“ sammelt, renoviert und bereitet historische Maschinen und Werkzeuge aus der Region auf. Über die Ziele und den Verein 3-Städte-Depot“ für regionale Industriegeschichte sprach die Redaktion mit dem Vorsitzenden Albrecht Nunn (65). Herr Nunn, wann wurde der Verein gegründet? NUNN Der Verein wurde 2014 in Hückeswagen gegründet. rer Region, besonders aus den drei Städten Radevormwald, Hückeswagen und Wipperfürth. Daher auch der Name „3-Städte-Depot“. Wer sind die Gesellschafter des Vereins? NUNN Das sind Heimat- und Geschichtsvereine, Museen, die Firma Pflitsch sowie Bürger und Bürgerinnen aus den drei Städten Radevormwald, Hückeswagen und Wipperfürth. Später kamen dann weitere Firmen als Mitglieder dazu. Hauptsponsoren sind die Firma Pflitsch Hückeswagen und die Volksbank Remscheid Solingen. Warum bestand die Notwendigkeit, einen derartigen Verein zu gründen? NUNN Der Anlass war, dass die Industrie im Wülfingmuseum nicht mehr gebrauchte Maschinen abgestellt hatte. Das waren sehr wertvolle Maschinen, im Wesentlichen Maschinen der Firma Barmag in Len- nd was ist der Zweck des Vereins? NUNN Der Verein erhält und zeigt die regionale Industriegeschichte. Er arbeitet wichtige und historische Maschinen aus der Region zu funktionsfähigen Maschinen auf. Diese Exponate werden ausgestellt und an Vereine, Museen, Unternehmen und Privatpersonen verliehen. So entsteht eine anschauliche, technisch und kulturgeschichtliche Sammlung von industriellen Objekten aus unsenep. Diese Maschinen sollten verschrottet werden. Wir haben uns überlegt, dass diese Maschinen erhalten bleiben müssen. Dann hat es ein bis zwei Jahre gedauert, in denen wir gemeinsam überlegten, wie man das realisieren kann. Als beste Lösung hierfür kam schließlich die Gründung eines speziellen Vereins heraus. Das ist der Verein „3-Städte- Depot“ für regionale Industriegeschichte. Hier werden die Maschinen der Industrie und des Handwerks aufgearbeitet und anschließend anderen Vereinen zur Verfügung gestellt. Betreibt der Verein damit auch ein Museum? NUNN Der Verein führt heute noch kein Museum. Wir haben allerdings mittlerweile etwa 150 Exponate und sind jetzt dabei, im Rahmen der Museumsroute Führungen anzubieten. Wir werden uns dadurch mehr der Öffentlichkeit öffnen. Ist das „3-Städte-Depot“ damit eine Konkurrenz zum Werkzeugmuseum in Remscheid? NUNN Nein. Wir sind hier auf dem Land. Und bis jetzt hatten wir in unserer Region überhaupt nichts in der Art.Aber die oberbergische Region an der Wupper gehört zu wichtigen Industrie- und Wirtschaftsregionen. Die Herstellung von Textilien, Werkzeugen und Schneidwaren prägten unsere Region. Natürlich ist das Werkzeugmuseum in Remscheid ein bisschen ein Vorbild. Aber das ist in Remscheid. Wir wollten hier für die Region Oberberg-Nord etwas Eigenes machen. Und was bedeutet für Sie in diesem Zusammenhang „historisch“? NUNN Das bestimmen die Firmen selbst. Wenn eine Maschine für die Kultur der Firma wichtig ist und ausgedient hat, dann ist sie für uns historisch wertvoll. Besonders, weil sie dadurch den technischen Wandel demonstriert. Der Verein will also mehr, als lediglich alte Schätzchen restaurieren? NUNN Immer, wenn neue Dinge entwickelt werden und Altes abgelöst wird, wird die technische Entwicklung sichtbar. Diesen Wandel wollen wir zeigen. Was ist denn das Paradestück unter den Exponaten des Vereins? NUNN Das ist unser Bêché-Hammer der ehemaligen Firma Bêché & Grohs. Hinzu kommt, dass wir uns auch in den historischen Hallen von Bêché & Grohs auf dem Gelände des Industrieparks an der Hückeswagener Peterstraße befinden. Den Hammer haben wir nach entsprechender Aufbereitung im vorigen Sommer in Betrieb genommen. Das ist das Herz unserer Ausstellung. Dieser Freischmiede-Hammer war das erste Stück, das wir von unserer heimischen Industrie bekommen haben. Das muss doch ein gewaltiger Aufwand sein, die Maschinen wieder herzurichten? Feilmaschine der Firma Sülberg aus dem Jahr 1920. NUNN Derzeit treffen sich jeden Montag ungefähr 15 Leute, die die Maschinen wieder auf Vordermann bringen. Sie sollen funktionieren und auch bedienbar bleiben. Wir wollen lebendige Technik zeigen. Die machen das ehrenamtlich? NUNN Ja, natürlich. Das sind alles Leute, die vorher lange in den Firmen gearbeitet haben und sich auskennen. Und jeder, der an einer solchen Maschine arbeitet und Liebe zu dieser Maschine hat, kann sich über eine Patenschaft damit identifizieren. Das ist dann quasi „seine“ Maschine. Ist der Eindruck richtig, dass Sie mit dem Herzen bei dieser Sache sind? NUNN Ich bin mit Leidenschaft dabei. Ohne die geht es nicht bei einem Ehrenamt. Aber ich hänge nicht an alten Maschinen. Ich liebe die Innovation. Das kommt im Verein durch die Darstellung des technischen Wandels zum Ausdruck. Und das wollen wir auch in Zukunft als Bildungsveranstaltung an die jungen Leute weitergeben. Das Multitalent aus Remscheid: Zweiträgerbrückenkran mit Drehkatzen Die KULI-Hebezeuge, Helmut Kempkes GmbH ist Spezialist für die Herstellung, Liefeung und Montage von rücken -und Portalkraen mit Drehkatzen. Er ist rund 53 Tonnen schwer und gelb. Er trägt Lasten bis zu 6 Tonnen und hat eine Spannweite von 40 Metern. Am 13. Februar 2017 wurde der Brückenkran von Remscheid zum Kunden nach Dormagen geliefert. Konstruiert und gefertigt wurde dieser durch die KULI- Hebezeuge, Helmut Kempkes GmbH. Das Remscheider Unternehmen fertigt neben anderem Elektroseilzüge mit einer Tragkraft von einer bis zu 200 Tonnen. Diese Elektroseilzüge fließen in die unterschiedlichsten Kran- und Fördersysteme ein. So werden auch komplette Ein– und Zweiträgerkrane, Hängekrane, Konsolkrane und Portalkrane produziert. Die Lieferung von zusätzlichen Komponenten wie zum Beispiel Magnetanlagen, Greifer und Vakuumgeräte runden das Spektrum ab. Daneben liefert das Remscheider Unternehmen auch Elektrokettenzüge für Lasten bis zu fünf Tonnen. Letztere werden hauptsächlich zu Wartungszwecken innerhalb von Industriebetrieben oder im Handwerk eingesetzt. Eine besondere Spezialität ist die Herstellung, Lieferung und Montage von Brückenund Portalkranen mit Drehkatzen. Diese werden als Zweiträgerkrane mit Trägerlängen von mittlerweile bis zu circa 70 Metern gefertigt. Der Brückenkran mit einer Gesamttraglast von 16 Tonnen wird unter anderem für den Umschlag von Baustahlmatten und Bewehrungskörben mit einer Länge von bis zu 25 Metern eingesetzt. Auf einer neu errichteten Außenkranbahn mit 73 Metern Gesamtlänge und der Spannweite von 40 Metern wird der Brückenkran zum Warenumschlag der vorgenannten Materialien genutzt. Alle Bauteile wurden in der Produktion in den beiden Werken in Remscheid gefertigt. Hierzu gehörten insbesondere der Stahlbau, der Steuerungsbau, die Installation der Elektrik, die Anfertigung der Elektroseilzüge und Fahrwerke. Bauteile wie die Motoren, Getriebe und Seiltrommeln entstammen einem Baukastensystem. Die Einzelteile werden lagermäßig geführt und bedarfsgerecht für den jeweiligen Anwendungsfall montiert. Diese Verfahrensweise bietet für den Nutzer den entscheidenden Vorteil, dass er auch im Ersatzteilfall mit kürzesten Lieferzeiten rechnen kann. Jeder Betreiber eines Kranes weiß dieses zu schätzen. Die Besonderheit bei diesem Kran liegt darin, dass zwei Drehkatzen mit je zwei Hubwerken bei einer Traglast von je vier Tonnen eingesetzt werden. Diese Hubwerke sind einzeln, gemeinsam je Katze oder für beide Katzen gemeinsam steuerbar. Wahlweise mit Mattengreifer oder im Einzelbetrieb der Haken, sind somit die unterschiedlichsten Transportaufgaben zu realisieren – zudem sich mit einem Gesamtdrehwinkel von 240 Grad die Materialien optimal positionieren lassen. Mit dem Kunden wurden die Anforderungen gemeinsam für diese Transportaufgabe analysiert, mit dem Ziel, einen speziell angepassten Kran für den zügigen und sicheren Transport der Materialien einsetzen zu können. Ein weiterer Punkt war die Ausstattung hinsichtlich der Bedienbarkeit und der Instandhaltung. So wurde der Kran mit Frequenzumrichtern in der Kranund Katzfahrt sowie im Drehwerk ausgestattet. Hiermit wird ein beruhigter und zügiger Transport der angehängten Last ermöglicht. Die Fahrgeschwindigkeiten wurden mit bis zu 32 m/min in der Katzfahrt und bis zu 63 m/min in der Kranfahrt produktspezifisch festgelegt. Mittels einer Funkfernsteuerung mit drei Meisterschaltern in bauchtrageweise und zwölf zusätzlichen funktionalen Anwahlmöglichkeiten lassen sich alle Funktionen exakt durchführen. Eine zweite installierte komplette Ersatzfunksteuerung stellt die hohe Verfügbarkeit sicher. Der Kran hat einen Wartungslaufsteg entlang einem der 40 Meter langem Träger sowie komplett begehbare Drehkatzen. Die Schaltschränke mit Klimatisierung wurden auf dem Laufsteg und auf den Drehkatzen servicefreundlich verbaut. Die zwei Katzträger mit je 40 Metern Trägerlänge und die zwei Drehkatzen mit einer Überbreite von 4,5 Metern erreichten eine Gesamttransportlänge von 110 Metern. Die Montage ist zwischenzeitlich durch unser KULI-Servicepersonal abgeschlossen und der Kran wurde nach der Prüfsachverständigenabnahme für den Betrieb freigegeben. Internetseite: www.kuli.com

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