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Wirtschaft im Bergischen Land -09.11.2017-

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Dirostahl: Schmiedekunst

Dirostahl: Schmiedekunst im Großformat Dirostahl ist eine der größten Freiformschmieden in Familienhand. Der Rohstahl wird zu Werkstücken verarbeitet, die bis zu 35 Tonnen schwer sein önnen. Später entstehen daraus Produkte wie Zahnräder, Wellen oder Ringe. Der Schmiede, dem traditionellen Kernbetrieb, wurden im Laufe der Jahre Ringwalzwerke, Wärmebehandlungsbetriebe und mechanische Werkstätten angegliedert. Somit kann – was recht selten ist – der gesamte Beeich der Freiformschmiedestücke abgedeckt werden. Dirostahl wurde von der Firma Siemens – Mechanical Drives mit dem „Supplier Award 2016 – &D and Innovation“ ausgezeichnet. Das Remscheider Familienunternehmen Karl Diederichs KG – besser bekannt unter dem Markennamen „Dirostahl“– ist ein führendes Unternehmen im Bereich Freiformschmieden und Ringwalzen. Mit rund 500 gut ausgebildeten Mitarbeitern werden Freiformschmiedestücke von zehn bis 35.000 Kilogramm Liefergewicht produziert. Die modern ausgestattete Schmiede verfügt über ein breites Spektrum an Dampfhämmern und hydraulischen Pressen zur Herstellung von Freiformschmiedestücken, die als Einzelstücke oder als Kleinserie gemäß Kundenwunsch gefertigt werden. Höchste Qualität Hinter dem Leitwort „Qualitätsschmiedestücke“ verbergen sich unter anderem Stabstahl, Schmiedewellen, Ringe, Blöcke, Scheiben und Lochscheiben in verschiedenen Abmessungen, Qualitäten und Bearbeitungszuständen. Dirostahl liefert insbesondere in den Getriebe- und Anlagenbau, den Bau schwerer Werkzeug-, Kunststoff-, Textil- und Papiermaschinen, für Kraftwerke und nicht zuletzt für den Schiffbau und die Off-Shore- Technik. Dabei kommt es bei den Produkten darauf an, dass durch die gute Durchschmiedung sowie die nachfolgende Wärmebehandlung die Werkstoffeigenschaften des Schmiedestückes entscheidend verbessert werden und so die für den jeweiligen Anwendungsfall (zum Beispiel als Zahnrad für ein Windkraftgetriebe) spezifizierten Eigenschaftskombinationen aus Festigkeit und Zähigkeit eingestellt werden können. Wichtig ist auch die Einstellung von homogenen Eigenschaften und die Beseitigung von Unregelmäßigkeiten und Ungänzen des Werkstückes, die aus dem vorhergehenden Schmelz- und Gießprozess herrühren. Eine Besonderheit im Spektrum der Umformaggregate stellt das Ringwalzen dar, das ebenfalls zu den Verfahren des Freiformschmiedens zählt. So verfügt Dirostahl über eine hochmoderne Ringwalzanlage, mit der Stahlringe bis zu 3500 Millimeter Durchmesser und 800 Millimeter Höhe gewalzt werden können. Bei der Herstellung von Ringrohlingen für Planetenräder nutzt die Karl Diederichs KG in Remscheid eine automatisierte Ultraschall-Serienprüfung, um stecknadelkopfgroße Fehler in Schmiedestücken zu finden. Durch eine lückenlose 100%-Abtastung und eine automatisierte Prüfüberwachung wird sichergestellt, dass auch bei hunderten Rohlingen für Getrieberäder, die Woche für Woche geschmiedet, geprüft und ausgeliefert werden, in keinem ein kritischer Fehler versteckt ist. Auszeichnung Anfang diesen Jahres hat die Firma Karl Diederichs KG vom führenden Technologiekonzern Siemens – Mechanical Drives den „Supplier Award 2016 – R&D and Innovation“ für die langjährige Werkstoff-, Prozess- und Qualitätsentwicklung in Kombination mit kundenorientierten Serviceund Entwicklungslösungen sowie die integrierte Automation und Prozesskontrolle bei der Herstellung und Prüfung der Schmiedeteile verliehen bekommen. Auch in Sachen „Nachwuchs“ und „Entwickeln“ von eigenem Fachpersonal ist Dirostahl ganz vorn mit dabei. Mit einer kontinuierlichen Ausbildungsquote von circa zehn Prozent zählt Dirostahl zu den größten Ausbildungsbetrieben im Bergischen Land. So wurde das Unternehmen auch für sein außerordentliches Engagement im Bereich Ausbildung mit dem „Bergischen Ausbildungspreis“ ausgezeichnet. Entwicklung zum Marktführer Seit 1931 firmiert das Traditionsunternehmen unter „Karl Diederichs“. Seit 1982 liegt die Geschäftsführung bei Dr. Manfred Diederichs, der seit 2008 durch seinen Sohn Dr. Roman Diederichs unterstützt wird. Grundlage für den Erfolg des Unternehmens ist die Kombination aus langjähriger Erfahrung, fachlichem Know- How und modernster Anlagentechnik in allen Betriebsbereichen. Oberster Anspruch des Unternehmens ist es, dass die Technologien und Produkte den höchsten Qualitätsanforderungen genügen und stetig weiterentwickelt werden. Mit modernen Prüfeinrichtungen und qualifiziertem Prüfpersonal führt Dirostahl Materialund Bauteilprüfungen nach Kundenspezifikationen und den einschlägigen Normen durch. Aktuell werden dazu mehr als 4700 Normen und kundenindividuelle Liefervorschriften verwaltet. Alle Prüfungen können wahlweise auch mit Fremdabnahme durch zertifizierte Abnahmegesellschaften erfolgen. Dass der Familienbetrieb in Remscheid-Lüttringhausen heute einer der Marktführer seiner Branche in Deutschland und Europa ist, liegt nicht zuletzt daran, dass Dirostahl sich ständig weiter entwickelt. So stellt sich Dirostahl seit Beginn dieses Jahres mit weiteren Stahlsorten noch breiter auf. Neben den bisher im Segment „Rostfrei“ gefertigten ferritischen und martensitischen Stählen wurden nun auch geschmiedete und nahtlos gewalzte Austenite und Duplex-Stähle in das Serienportfolio übernommen. Flexibilität Für eine schnelle und flexible Fertigung hält die Freiformschmiede rund 30.000 Tonnen an verschiedenen Stählen und Abmessungen auf Vorrat. Das Spektrum reicht dabei von Edelbaustahl über legierte Vergütungs-, Einsatz- und Wälzlagerstähle bis zu Werkzeugstählen und rostfreien Güten. Auch bei der Lieferung der Qualitätsschmiedestücke setzt Dirostahl auf Flexibilität. Kunden können ihren eigenen Spediteur beauftragen oder dem Unternehmen die Belieferung überlassen. Dirostahl verfügt über eine eigene Flotte von 16 Lkw und arbeitet seit Jahren mit zuverlässigen Speditionen zusammen. Auf Nachhaltigkeit legt Dirostahl großen Wert. Im Rahmen des Umwelt- und Energiemanagementssystems werden die Prozesse nicht nur auf ökonomische Ziele, sondern darüber hinaus auch auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft. Jede Branche hat ihre speziellen Anforderungen in Bezug auf Test- und Prüfsysteme. Mit der hochmodernen Ringprüfanlage überprüft Dirostahl die ringförmigen Schmiedestücke vor der Auslieferung.

„Mein Remscheid“-App kommt gut an Nutzer erhalten über Bluetooth Neuigkeiten von Händlern und Dienstleistern, die sich in der Nähe befinden. Doch die App liefert nicht nur kommerzielle Angebote. Stadtwerke und Kirche sind mit im Boot. Andere Städte sind bereits interessiert. Horst Müller ist auf der Suche nach einer neuen Sport-Sonnenbrille und klappert die Optiker auf der Alleestraße ab. Plötzlich brummt es in seiner Hosentasche. Die „Mein Remscheid“-App hat ihm Rabatt- Gutscheine für ein Modehaus, ein Café und für einen Drogeriemarkt in der Fußgängerzone geschickt. „Wir wollen die Remscheider dazu motivieren, miteinander zu agieren“, sagt App-Erfinder Oliver Haarmann, „die App ermöglicht ein digitales Kundenerlebnis.“ Mit seiner Frau Bianca führt er eine Designagentur; gemeinsam mit der Werbeagentur Wolf & Biere entwickelten sie unter dem Namen „beewhoo“ die Gemeinschafts-App. Interaktion findet zwischen Händlern, Dienstleistern und dem App-Nutzer, also dem Kunden statt. Der Clou: Neuigkeiten erhält der Kunde nur, wenn er sich in unmittelbarer Nähe zum Geschäft aufhält. Auf technischer Ebene funktioniert die Kommunikation zwischen App und Händler via Bluetooth: Die Geschäfte sind mit einem sogenannten Beacon-Sender ausgestattet. Das etwa fünf mal fünf Zentimeter große Gerät sendet Signale an das Smartphone des Nutzers. Die App empfängt die Signale und zeigt dementsprechende Angebote und Rabatte an. Das Mittlerweile hat sich das Konzept bis nach Trier herum gesprochen. Dort denkt man darüber nach, Stadtführungen für Touristen über die App zu unterstützen. So kann auf die Ausgabe von Audiogeräten verzichtet werden. funktioniert auf einer Entfernung von etwa 15 bis 30 Metern, innerhalb von zwei Sekunden. „Wenn ich im Modehaus Hosen anprobiere, bekomme ich zum Beispiel eine Push-Nachricht vom Bäcker nebenan, bei dem der Kaffee für mich 50 Cent billiger ist“, erklärt Haarmann. Bei dem Stichwort „Push- Nachricht“ läuten bei vielen Smartphone-Nutzern die Alarmglocken: Bimmelt das Handy dann alle zwei Meter beim Einkauf auf der Alleestraße und ich empfange 20 Push- Nachrichten? „Vorab kann ich angeben, für welche Kategorien ich mich überhaupt interessiere“, sagt Bianca Haarmann, „Mode, Dienstleistungen, Gastronomie: Jeder kann selbst entscheiden, über was er benachrichtigt werden möchte.“ „Mein Remscheid“ soll dabei keineswegs als reine Verkaufs- App dienen. Auf einer Karte werden neben teilnehmenden Geschäften beispielsweise auch naheliegende Standorte von Defibrillatoren angezeigt. An historischen Plätzen und Museen könnten über die Beacon-Sender historische Details geteilt werden. Immer mehr städtische Gebäude kommen nach und nach dazu. Die App ist seit Mai sowohl für Android- als auch iPhone- Nutzer im App-Store kostenlos herunterzuladen. Bislang haben rund 1000 Nutzer das Programm auf ihr Handy geladen. „Wir haben im Schnitt pro Monat 4500 Interaktionen.“ Der Wunsch eine Mischung aus kommerzielen und nicht kommerzielen Anbietern zu finden, scheint aufzugehen. Die Stadtwerke etwa nutzen die App zur Information ihrer Buskunden, die an den Haltestellen auf die Busse warten. Die evangelische Kirchengemeinde informiert über eine Ausstellung im Luther-Jahr. Auch das Stadtmarketing Remscheid nutzt die App schon, denkt zudem darüber nach, wie man sie künftig im geplanten Touristenbüro für das DOC-Publikum nutzen kann, berichtet Oliver Haarmann. Mittlerweile hat sich das Konzept bis nach Trier herum gesprochen. Dort denkt man darüber nach, Stadtführungen für Touristen über die App zu unterstützen. So kann man auf die Ausgabe von Audiogeräten verzichten. Bärbel Beck vom Modehaus Johann hat das Konzept der „Mein Remscheid“-App bereits überzeugt. Für sie ist die Neugewinnung von Kunden auf digitalem Wege heute signifikanter denn je. „Fast jeder besitzt heute ein Smartphone – mit der App hat der Nutzer alles auf einen Blick und spart Zeit“, sagt Beck. Oliver Haarmann und Jan Biere präsentieren ihre entwickelte Gemeinschafts-App, die via Bluethooth kommuniziert. Auf einer Karte werden neben Geschäften und Dienstleistern auch Defibrillatoren angezeigt.

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