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Wirtschaft in NRW -14.12.2018-

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Wirtschaft in NRW

Chronik Der Steinkohlenbergbau hat das Ruhrgebiet über Jahrhunderte geprägt: Zahlen, Daten und Fakten auf einer Doppelseite zum Herausnehmen SEITE 4 Zukunft Er verwaltet das Erbe des Bergbaus: Bernd Tönjes, Chef der RAG-Stiftung, im Interview über die Chancen des Reviers SEITE 13 Hömma! Wie der Komiker Uwe Lyko mit seiner Figur Herbert Knebel das Bild des grantelnden Ruhrpottlers prägt SEITE 20 WIRTSCHAFT IN NORDRHEIN-WESTFALEN Nr. 11 | DEZEMBER 2018 EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, Die Steinkohle war für unser Land stets mehr als ein Wirtschaftszweig. Sie war Kulturgut. Gesellschaftlicher Kitt. Noch vor 50 Jahren lebten rund zwei Millionen Menschen von und mit der Steinkohle. 600.000 Bergleute fuhren Ende der Sechziger täglich hinab ins Erdreich, um die Kohle hervorzuholen und ihren Familien ein gutes Leben zu sichern. Das Wirtschaftswunder war kohlegetrieben. Schicht im Schacht heißt es nun am 21. Dezember. Dann wird das letzte Stück Kohle auf der letzten Zeche, auf Prosper- Haniel in Bottrop, ans Tageslicht gefördert. „Glückauf, der Steiger kommt“, heißt es dann zum letzten Mal. Die Steinkohle geht, doch manches wird und muss bleiben. Zum Beispiel die einzigartige Solidarität, die zwischen den Bergleuten herrschte. Kameradschaft galt unabhängig von Herkunft, Religion, Sozialisierung. Anders wäre die dunkle, schwere und gefährliche Arbeit auch nicht zu erledigen gewesen. Die Kultur des Miteinanders setzte sich in der organisierten Sozialpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern fort. In einer Zeit, in der Angstmacher und Polarisierer den Zeitgeist prägen, ist dies aktueller denn je. Auch deswegen verabschiedet sich in diesen Tagen eben nicht nur eine Form der Energieerzeugung, sondern ein Lebensmodell. Anlass genug, mit einer besonderen Ausgabe auf das Ende der Steinkohle zu schauen. Und zugleich den Blick in die Zukunft zu wagen. Unsere Autoren lassen Kumpel erzählen, was die Arbeit unter Tage so besonders machte. Wir erklären, welche Begriffe aus der Bergmannssprache den Weg in den täglichen Gebrauch gefunden haben und warum der Schmelztiegel Ruhrgebiet auch ein Vorbild für gelungene Integration war. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, dessen Vater Heinz bis 1968 Steiger auf der Zeche Anna in Alsdorf war, schreibt in einem persönlichen Beitrag, was die Steinkohle für ihn und NRW bedeutete und was nun kommen soll. Außerdem gehen wir auf Zeitreise durch das Land der 1000 Feuer und zeigen, welche Zeche wann geschlossen wurde und was folgte. Wir erklären, warum Schalke 04 ohne den Bergbau wohl kaum zu einer solchen Popularität gefunden hätten und fragen RAG-Chef Bernd Tönjes, wie die Ewigkeitsaufgaben des Bergbaus geschultert werden. Viel Vergnügen bei der Lektüre, oder besser: Glückauf! Michael Bröcker, Chefredakteur Andreas Bretz; dpa; Thomas Willemsen Danke, Kumpel! Die Steinkohle war der Motor der Moderne, sie hat das Ruhrgebiet zum industriellen Zentrum Deutschlands gemacht. Jetzt ist Schicht im Schacht. Auf 24 Seiten blicken wir zurück auf eine Epoche, die NRW geprägt hat wie keine andere. Und wir beschreiben, was als Nächstes kommt. Mini-DAX Future ab1€ DIREKTER MARKTZUGANG zu Aktien, Optionen, Futures, Devisen, ETFs & CFDs R Kostenfreie Hotline 0800 0 39 35 28 International 00800 00 39 35 28 IHR ONLINE BROKER www.captrader.com 63,5% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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