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Wirtschaft in NRW -14.12.2018-

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22 | KULTUR IM POTT

22 | KULTUR IM POTT RHEINISCHE POST | WIRTSCHAFT NR. 11 DEZEMBER 2018 „Wie isset?“ — „Muss“ „Maloche“, „Tinnef“, „Kawenzmann“: Der Bergbau prägt die Sprache im Ruhrgebiet bis heute. Was andernorts oft als provinziell gilt, steht für die Menschen im Pott für Authentizität — und wurde für Komiker zum Erfolgsgaranten. Nur die Rechtschreibung macht Probleme. VON FLORIAN RINKE Als Norbert Röttgen und Hannelore Kraft 2012 bei der Landtagswahl gegeneinander antraten, da zielte der eine auf den Kopf und die andere auf den Bauch: „Verantwortung statt Verschuldung“, titelten die CDU-Plakate. Sie zeigten einen Kandidaten in Anzug und Krawatte, der auch Versicherungen verkaufen könnte, und ankündigte, in den Bundestag zurückzukehren, sollte das mit dem Wahlkampf nichts werden. „NRW im Herzen“, hieß es dagegen auf den SPD-Plakaten über dem Foto einer strahlenden Kandidatin. Die Botschaft kaufte man ihr sofort ab, wenn sie mit den Leuten sprach. „Hömma“, sagte sie dann, und „datt“, wenn es eigentlich „das“ heißen musste. Natürlich kann Hannelore Kraft auch Hochdeutsch, aber so war jedem klar: Die ist noch immer eine von uns. Der Rest ist Geschichte: Kraft gewann die Wahl mit großem Abstand und wurde zur Landesmutter. Zur Kümmerin, die mit einer vorsorgenden Sozialpolitik die Probleme im Land lösen wollte. Zwischenzeitlich wurde sie sogar als kommende Kanzlerkandidatin der SPD gehandelt. Wobei man allerdings fragen muss: Wäre das überhaupt gutgegangen mit Kraft in Berlin? Daran gibt es Zweifel. „Eine Frau, die mit ‚hömma‘, ‚datt‘ und ‚watt‘ in Nordrhein-Westfalen funktioniert, kommt im Bund nicht unbedingt an“, beschied ihr der inzwischen emeritierte Göttinger Politologe Franz Walter einst. Was im Westen des Landes für Bürgernähe steht, kann in der Hauptstadt provinziell wirken, soll das heißen. Denn das Ruhrdeutsche genießt zwar spätestens seit dem Film „Bang Boom Bang“ in vielen Kreisen Kultcharakter, in anderen gilt es aber als kaum salonfähig. Die Sprache sei diskriminiert worden, weil sie die von Bewohnern eines Industriegebiets gewesen sei, beschrieb der Autor Heinz Menge diese Haltung einmal. Doch gleichzeitig verleiht Ruhrdeutsch seinen Sprechern auch Authentizität. Wer den Zungenschlag beherrscht, erscheint nahbarer, selbst wenn er ein Topmanager ist: TUI-Chef Fritz Joussen etwa hört man die Duisburger Herkunft heute noch an, und auch Evonik-Chef Christian Kullmann oder sein Vorgänger Klaus Engel müssen sich nicht verstellen, wenn sie „datt“ und „watt“ in ihre Sätzen einbauen – genauso wenig wie Innogy-Chef Uwe Tigges. Abseits solcher für jedermann verständlichen Ausdrücke enthält die Sprache des Ruhrgebiets allerdings auch eine Vielzahl von Redewendungen, deren Herkunft und Bedeutung sich nicht unmittelbar erschließen. Einer, der sich darauf versteht, ist der Komiker, Schauspieler und Übersetzer Hennes Bender. Er wird ungehalten, wenn man ihm das Zitat des Politologen Walter vorliest. „Politikern wird oft fehlende Bürgernähe vorgeworfen“, sagt Bender. „Hannelore Kraft spricht diese Sprache – und dann macht man ihr daraus einen Vorwurf?“ Bender ist Lokalpatriot – und das nicht aus familiären Gründen, sondern aus Überzeugung. „Meine Eltern kommen aus Hessen“, sagt der in Bochum geborene Komiker. „Ich bin daher zweisprachig aufgewachsen, wenn man so will.“ Die Sprache aus dem Pott hat er trotzdem angenommen, auch Bender sagt „datt“ und „watt“. „Das Proletarische macht den Charme aus“, findet Asterix-Übersetzer Bender Bender hat zwei Asterix-Comics auf Ruhrdeutsch übersetzt: „Tour de Ruhr“ und „Dingenskirchen“. Die Geschichten spielen nicht im fernen Gallien, sondern vor der eigenen Haustür. Und statt philosophischer Sprüche aus der Antike wird auch schon mal der Bochumer Autor Frank Goosen zitiert – wenn auch in lateinischer Übersetzung. Die Bücher in Mundart verkaufen sich gut, speziell natürlich in der Region zwischen Duisburg und Dortmund. Denn der Dialekt stiftet Identität, er demonstriert die Zugehörigkeit zu einer Gruppe von Menschen. „Das Proletarische macht den Asterix, der Ruhrpottler: Vier Abenteuer des Galliers sind bislang auf Ruhrdeutsch in der Egmont Comic Collection erschienen. Diese stammen aus dem Band „Trabantenstadt“. Besser gesagt: „Dingenskirchen“. Alle Bilder: Asterix® - Obelix® - Idefix ® / © 2018 Les Éditions Albert René; www.egmont.de Charme aus“, sagt Bender. „Und natürlich die Verknappung. Im Ruhrgebiet kommt man schnell auf den Punkt. Das liegt sicherlich auch daran, dass man sich unter Tage immer nur kurz Befehle zurufen konnte“, so der Asterix-Übersetzer. Gespräche über die Gesundheit beispielsweise bestehen daher im Ruhrgebiet häufig aus nur drei Wörtern: „Wie isset?“ – „Muss.“ Kein Wunder, dass es gerade die Arbeiterpartei SPD ist, die auch sprachlich den Schulterschluss mit dem Wähler sucht. Das „Hömma“ statt „Hör mal“ von Hannelore Kraft ist dafür nur das prominenteste Beispiel. „Politik funktioniert nicht vom Schreibtisch aus“, erklärte die langjährige Ministerpräsidentin einmal ihre Ausdrucksweise. Michael Groschek, Krafts früherer Verkehrsminister und Kurzzeitnachfolger als Parteichef, erzählte in schwierigen Situationen gern von seiner Kindheit in einer Oberhausener Bergarbeitersiedlung. Viele Nachbarn arbeiteten unter Tage, und wurden mit 50 oder 60 aufs Altenteil geschickt. Ihre Zeit verbrachten sie fortan damit, auf ein Kissen gestützt aus dem Fenster zu schauen – bis sie irgendwann „weg vom Fenster waren“. Ohne die Sozialdemokratie, sagte Groschek in solchen Momenten, hätte sich daran nichts geändert. Eine Ruhrgebietsredewendung als Basis für ein Parteiprogramm. Es ist schwer, diese Sprache auf Papier zu bringen. Zwar gibt es inzwischen unzählige Bücher, die sich mit Ruhrdeutsch beschäftigen, trotzdem ist es aber immer eine gesprochene Sprache geblieben. Auch Bender tut sich bei seiner Asterix-Übersetzung entsprechend schwer mit der Rechtschreibung. „Ob ‚dat‘ jetzt mit einem oder zwei t geschrieben wird, ist schwer zu sagen“, erklärt der Autor. „Es ist generell schwierig, den Dialekt des Ruhrgebiets festzulegen. Die Sprache ist anders als im Plattdeutschen oder Bayerischen einer permanenten Veränderung unterworfen, auch geografisch. In Hamm spricht man ganz anders als in Duis burg.“ Im Grunde geht es der Sprache wie der Region: Sie ist ein Mix verschiedener Kulturen, deren Bindeglied die Arbeit unter Tage war. Der Ausdruck Mottek wurde beispielsweise aus Polen ins Ruhrgebiet gebracht. Und egal ob auf der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop oder im Bergwerk West in Kamp-Lintfort – überall war klar, dass damit ein Hammer gemeint ist. Denn das Wort leitet sich laut dem Wörterbuch „Hömma – Sprache im Ruhrgebiet“ vom polnischen Wort młot für Hammer ab. Die Wörtersammlung stammt übrigens von Claus Sprick, einem ehemaligen Richter am Bundesgerichtshof, der wie Hennes Bender auch schon Asterix-Comics in die Mundart übersetzt hat. Doch obwohl der Aufstieg des Ruhrgebiets eng mit der Arbeit polnischer Bergmänner verbunden ist und die „Ruhrpolen“ noch heute in den Namen vieler Nachfahren weiterleben, haben sich polnische Wörter weit weniger durchgesetzt als man vielleicht annimmt. Andere Sprachen haben mehr Wirkung entfaltet. „Maloche“ meint mal den Job und mal Arbeit als solche. Es kommt auf den Kontext an So hat einer der berühmtesten Pott-Ausdrücke seinen Ursprung im Jiddischen: Maloche. Er kommt vom Wort meloche. Im Ruhrgebiet wird der Ausdruck bis heute für Arbeit verwendet – und zwar überwiegend, aber nicht ausschließlich für solche, die körperlich anstrengend ist. Mit Maloche kann allerdings auch die Arbeitsstelle gemeint sein. Es kommt wie so oft auf den Kontext an. Auch viele weitere Ausdrücke stammen aus dem jüdischen Deutsch, das sich häufig ans Hebräische angelehnt hat. Bekannte Beispiel dafür sind ausbaldowern, Tinnef oder usselig. Tinnef bezeichnet einerseits überflüssiges Zeug, kann allerdings auch Unsinn bedeuten – wobei für Letzteres auch der Begriff Killefitt verwendet wird. Usselig wiederum ist das Wetter immer dann, wenn es kalt und nass ist, also alles in allem sehr ungemütlich. Vermutet wird, dass sich diese jiddischen Wörter über die Jugendsprache im Ruhrgebiet durchgesetzt haben könnten. Andere Wörter haben ihren Ursprung im Mittelalter. Zum Beispiel Zeche. In praktisch jeder Stadt im Ruhrgebiet gab es mindestens eine, mal hieß sie Ewald, mal Auguste Victoria, mal Carl. Und natürlich gibt es das Weltkulturerbe in Essen, die Zeche Zollverein. Um zu verstehen, woher dieser Begriff kommt, muss man an den Beginn der Bergwerksgeschichte zurückgehen. Anfangs wurde damit ein Zusammenschluss von Menschen bezeichnet, die die Kosten für den Betrieb eines Bergbauunternehmens übernahmen – also die Rechnung bezahlten. Diese Bergbauunternehmen hießen damals oft Gewerkschaft, was bis ins Jahr 1985 auch noch eine verbreitete Rechtsform für derlei Projekte war. Doch zurück zur Zeche: Seinen Ursprung hat das Wort im Mittelalter, als man darunter die Wirtshausrechnung beim gemeinsamen Trinken verstand. Das alles macht die Sprache komplexer, als man zunächst denkt. Und so muss auch Hennes Bender bei seinen Asterix-Übersetzungen immer wieder Dinge nachschauen. „Es soll ja schließlich alles korrekt sein.“ Momentan arbeitet der Autor an der Übersetzung seines dritten Asterix-Bands, der 2019 erscheinen soll. Sprachliche Inspiration holt er sich dabei unter anderem aus Gesprächen im öffentlichen Nahverkehr – und freut sich, wenn dort Wörter wie Kawenzmann fallen: Benders Lieblingsausdruck steht für die Bezeichnung eines großen Gegenstands (den man allerdings auch Aparillo nennen kann). „Ich würde mir wünschen, dass die Sprache noch stärker im Alltag gepflegt wird und nicht nur auf der großen Bühne“, sagt der Comedian. Dort spricht nicht nur Bender Ruhrdeutsch – Kunstfiguren wie Atze Schröder oder Herbert Knebel haben es damit sogar zur echten Marke gebracht. Ohne das gesprochene Wort würde Ruhrdeutsch wohl irgendwann das Schicksal der Zechen drohen. Dann wäre auch sprachlich Schicht im Schacht.

RHEINISCHE POST | WIRTSCHAFT NR. 11 DEZEMBER 2018 KULTUR IM POTT | 23 Stählerne Paläste Der Steinkohlenbergbau stirbt, aber die Erinnerung an ihn lebt in vier einzigartigen Museen weiter. Jedes von ihnen setzt der Industriekultur auf seine eigene Weise ein Denkmal. Ein Streifzug durchs Ruhrgebiet. VON BERTRAM MÜLLER Die schönste Zeche der Welt steht in Dortmund. Man nennt sie jedenfalls so, die Zeche Zollern, eine Musterzeche. Auch als „Schloss der Arbeit“ ist sie bekannt. Das sind seltsame Bezeichnungen für ein Ensemble aus Gebäuden, die doch einem Wirtschaftszweck dienten, in die Bergarbeiter „zur Maloche“ gingen und in deren Tiefen sie sich mit kohlegeschwärzten Gesichtern sicherlich nicht als Bewohner eines Palastes fühlten. Doch die herrschaftliche Architektur des Gebäudekomplexes zeugt davon, dass die Gründer der Bergwerke im Ruhrgebiet mit ihren Bauten oft auch repräsentieren wollten. Dabei stand von vornherein fest, dass solche Architektur zeitlich befristet war. Kohle wurde nur so lang gefördert, wie es sich lohnte. Waren die gut zugänglichen Schichten abgebaut, musste die Zeche schließen. Auf Zollern ging der Betrieb bereits 1955 zu Ende. Der Anlage drohte der Abriss, als der Landeskonservator die Maschinenhalle 1969 unter Denkmalschutz stellte und den Vorzeigebau rettete – der Beginn der Industriedenkmalpflege in Deutschland. Heute ist die Zeche Zollern ein Museum, die Maschinenhalle nach wie vor ihr Glanzstück: ein Bau aus stählernem Fachwerk und Glas an der Schwelle vom Historismus zu Jugendstil und Moderne. Das Portal mit seiner farbigen Verglasung gilt als einmalig im europäischen Industriebau. Die Maschinen – Fördermaschinen, Generatoren, Kompressoren und Umformer – gehorchten den Kommandos, die Mitarbeiter der Zeche mit Schaltern von einer riesigen marmornen Schalttafel aus erteilten. Der zugehörige Schalttisch wirkt davor wie ein Altar – wie überhaupt dieses lichtdurchflutete Gebäude einer Kathedrale ähnelt. Das Ensemble, in das dieser Bau eingebettet ist, erinnert an eine dreiflügelige barocke Schlossanlage und orientiert sich am Idealbild der norddeutschen Backsteingotik. Paul Knobbe (1867–1956) war der Architekt. Er plante einen Großteil der Neubauten der Gelsenkirchener Bergwerks-AG Moped, Radio, Tonbandgerät und Fotoapparat: Die Ausstellung präsentiert die Träume junger Bergleute Im Außenbereich des Dortmunder Industrieanwesens lagern Überbleibsel des Bergbaus, daneben rosten Lokomotiven und Waggons. In einem der Gebäude kann man erleben, wie der Alltag auf Zollern aussah. Eine nachgebaute Waschkaue, eine mit klobigen beigefarbenen Geräten ausgestattete Betriebsarztpraxis, eine Sammlung von Grubenlampen und vor allem eine Fülle von Sicherheitshinweisen lassen erahnen, dass der Beruf des Bergmanns tödliche Gefahren mit sich brachte. Allerdings auch Freuden. In der Abteilung „Jugendkulturen“ ist versammelt, wovon der Bergmannsnachwuchs in seiner Freizeit träumte: Moped, Radio, Tonbandgerät und Fotoapparat. Und selbstverständlich hat man sich als Krönung auf dem hinteren Sitz der ausgestellten beige-roten Lambretta eine fesche Bergmannsbraut vorzustellen. Ein Restaurant gab es damals auf dem Zechengelände noch nicht. Der „Pferdestall“, in dem man heute zum Beispiel für 7,50 Euro ein „Ruhrpottgulasch“ bestellen kann – Currywurst mit Pommes rot-weiß –, war zu jener Zeit tatsächlich ein Stall. Darin wurden die Steigerpferde und Kutschen untergestellt. Die schönste Zeche der Welt – diesen Titel beansprucht auch die Zeche Zollverein in Essen. Sie ist die herbe große Schwester von Zollern in Dortmund, im Rheinland bekannter als diese, weil sie zum Weltkulturerbe zählt und immer wieder durch überregional bedeutende Ausstellungen auf sich aufmerksam macht. Auch beherbergt sie als Teil des Ruhr Museums eine Dauerschau, die die Besucher erheblich realistischer in die Geschichte des Bergbaus einführt als ihre Entsprechung auf Zollern. Der Parcours in der ehemaligen Kohlenwäsche folgt dem Weg der Steinkohle auf drei Etagen, von der pflanzlichen Herkunft des Materials über Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung bis zur Industrialisierung im Ruhrgebiet. In der ehemaligen Kokerei nebenan demonstrierten kürzlich das Ruhr Museum und das 1 2 3 4 dpa dpa dpa Deutsche Bergbau-Museum Bochum, was Kohle alles hervorgebracht hat. Überall erwies sich, dass das schwarze Gold der Grundstoff der Moderne war, besonders augenfällig in der Abteilung Kohlechemie. Auf einem riesigen Glasregal reihten sich Fläschchen mit Stoffen zur Herstellung von Farben aneinander. Als Basis dient Teer, diese zähflüssige, tiefschwarze Sub stanz, die sich aus Kohle, Holz und anderen organischen Materialien gewinnen lässt. Der Kohlechemie verdankt die Menschheit auch zahlreiche Medikamente, darunter die 1897 erstmals in den Farbenfabriken Bayer künstlich hergestellte Acetylsalicylsäure, als Aspirin weltbekannt. Wie hart die Arbeit war, erfahren die Besucher in Bochum – in den Schächten unter dem Bergbau-Museum Man sieht: Die Steinkohle hat zwar hierzulande ihre Schuldigkeit getan, ist museal geworden, doch wirkt sie in die Gegenwart fort. Wer ihr im Jahr ihres Abdankens noch einmal auf den Grund gehen will, muss im Bochumer Bergbau-Museum in die Tiefe fahren. Nur dort kann man sich ein Bild davon machen, welche Schufterei es war, das schwarze Gold ans Tageslicht zu fördern, um ein ganzes Land jahrzehntelang mit Energie zu versorgen. Dabei wird man schnell vergessen, dass die Tunnelbohrmaschinen, Bohrwagen und Presslufthämmer, die man dort in den unterirdischen Gängen passiert, kein einziges Stück Kohle gewonnen haben. Denn seit Anbeginn ist das 1930 eröffnete Bergwerk ein Museum, mit mehr als 360.000 Besuchern pro Jahr eines der meistbesuchten in Deutschland. Ein vierter Ort, an dem man dem Bergbau auf die Spur, wenn auch nicht auf den Grund kommt, ist das Trainingsbergwerk Recklinghausen. Nur wenige Meter unter der Erde bildet es in einer ehemaligen Halde das Innenleben eines Tiefbergwerks ab. Bis vor Kurzem bot es Bergleuten noch die Möglichkeit zum Üben, künftig wird es nur noch Museum sein, mit regelmäßigen Führungen vor allem für Schulklassen. Auch als Drehort hat sich dieses Bergwerk bewährt. Dort entstanden die Unter-Tage-Szenen von Sönke Wortmanns Film „Das Wunder von Bern“. Wer weiß, wozu der Steinkohlenbergbau nach seinem Ende die Menschheit noch inspirieren wird? Selbst außerhalb der Museen ist er als historische Erfahrung unsterblich. dpa Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (1) vermittelt einen plastischen Eindruck der Welt unter Tage. Dabei haben die gewaltigen Maschinen in seinen Stollen nie nach Kohle gegraben – das Bergwerk ist seit seiner Eröffnung 1930 ein Museum. Im Trainingsbergwerk Recklinghausen (2) haben noch vor Kurzem Bergleute geübt. Künftig wird es vor allem für Führungen von Schulklassen öffnen. Die Zeche Zollern (in Dortmund (3) zählt unbestritten zu den schönsten überhaupt in Deutschland – nicht nur wegen ihres ikonischen Förderturms, sondern vor allem wegen ihrer Maschinenhalle. Deutlich bekannter ist allerdings die Zeche Zollverein (4) in Essen. Sie gehört seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Mit einzigartiger Welcome & Work Area für spontanes Arbeiten 10 Konferenz- und Tagungsräume für bis zu 320 Personen 15 Boardrooms für kleine Meetings für bis zu 10 Personen Das außergewöhnliche Konferenz- und Business-Center am Flughafen Ihr Kontakt zu uns: T: +49 (0) 211 421 61 700 info@dusconferenceplus.com dusconference.com Jetzt direkt buchen.

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