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Wirtschaftskanzleien

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Wirtschaftskanzleien FULL-SERVICE Peters Rechtsanwälte: Wachstum in Nischenmärkten Schnelles und gründliches Arbeiten auf der Grundlage des fundierten Fachwissens bei bester persönlicher Verfügbarkeit des vertrauten Ansprechpartners ist die Voraussetzung für nachhaltiges Bestehen am Markt, sagt r. Wolfgang P.J. Peters von Peters Rechtsanwälte aus Düsseldorf. VON PATRICK PETERS Dr. Wolfgang Peters, namensgebender Partner und Gründer der Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei Peters Rechtsanwälte. FOTOS: MICHAEL LÜBKE Wirtschaftskanzleien stehen regelmäßig vor einer besonderen Aufgabe: Sowohl bei der Beratung als auch bei der Prozessführung müssen sie stets ein Auge für pragmatische und praxisorientierte Lösungen haben – in Kombination mit dem notwendigen Vertrauen des Mandanten. „Dieses gewinnt man durch hohe Flexibilität und große Zuverlässigkeit, bei gleichzeitig höchster Zielstrebigkeit in der Verfolgung der Mandanteninteressen. Und dies bei Kostentransparenz vom ersten Tag an“, sagt Dr. Wolfgang P.J. Peters, namensgebender Partner und Gründer der Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei Peters Rechtsanwälte. Die Sozietät ist ein etablierter Player – aber nicht nur in Düsseldorf. Ab sofort ist sie auch an weiteren Standorten, insbesondere in Frankfurt, Köln, Koblenz und München, am Markt tätig: Denn die Partner der Sozietät haben sich zum 1. April mit der medizin- und strafrechtlich ausgerichteten Sozietät um den namensgebenden Partner Dr. Th. Alexander Peters, Fachanwalt für Medizinund Strafrecht, zusammengeschlossen. „Wir arbeiten schon seit längerer Zeit fachlich in größeren medizin- und strafrechtlichen Mandaten sehr erfolgreich zusammen – da lag es nahe, unsere Zusammenarbeit zu verfestigen und nach außen zu dokumentieren. Über den Zusammenschluss freue ich mich sehr“, sagt Dr. Th. Alexander Peters. Mit künftig 17 Berufsträgern sehen die neuen Partner gute Chancen auf weiteres Wachstum. Dies gelte etwa für den Nischenmarkt Medizinrecht und Medizinstrafrecht. Dort gebe es deutschlandweit nur sehr wenige Anbieter mit derartig profunden Sonderkenntnissen, die im aktuell sehr im Fokus stehenden Medizinbereich beispielsweise auch eine angemessene Compliance-Beratung anböten. Ein anderes von Peters Rechtsanwälte erfolgreich besetztes Spezialthema ist laut Wolfgang Peters die Betreuung japanischer Unternehmen. Im Bereich Japan/Asia Desk bietet die Sozietät eine muttersprachlich basierte Betreuung ihrer Mandanten an – und das sind nach eigenen Angaben mittlerweile deutschlandweit bereits rund 50 Unternehmen, die regelmäßig die Dienstleistungen der Rechtsanwälte in Anspruch nehmen. Seit dem Jahre 2016 kooperiert die Sozietät zudem mit der japanischen Kanzlei Higashimachi LPC. Ende März stand der nächste Besuch in Japan an: mit Stationen in Tokio, Kobe, Osaka, Yokohama, Kyoto und Besuchen nicht nur beim Kooperationspartner, sondern auch in den Zentralen großer japanischer Konzerne. „Auch hier war das Thema Compliance, insbesondere im Hinblick auf die aktuell anstehenden Änderungen des deutschen Corporate Governance Kodex, sehr wichtig“, blickt Wolfgang Peters auf seine Reise zurück. Traditionell ist die Sozietät in allen Kernbereichen des Wirtschaftsrechts tätig. Ein Beispiel: das Bau- und Immobilienrecht um den federführenden Partner Dr. Jürgen Einbeck. Dieser hat mit seiner seit Jahren betreuten Mandantin, der 12.18. Investment Management GmbH, den in der Presse viel beachteten Zusammenschluss mit dem prominenten Fernsehkoch Johann Lafer initiiert. Das Immobilienrecht umfasst dabei auch das Werkvertrags- und gewerbliche Mietrecht, das Architektenund Ingenieursrecht sowie in einem besonderen Schwerpunkt die umfassende Begleitung großer Bauprojekte. Im Bereich Corporate haben die Rechtsanwälte in der letzten Zeit bei einigen kleineren bis mittleren Unternehmenskäufen erfolgreich mitgewirkt. „Das haben wir früher häufiger gemacht – gleichwohl ist dies momentan sicherlich eher ein Bereich, in dem wir künftig wieder wachsen wollen“, sagt der Gesellschaftsrechtspartner Jörg Stelzer, der im Schwerpunkt Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern und Fragen der Geschäftsführerhaftung bearbeitet. Das Arbeitsrechtsteam von Peters Rechtsanwälte sei besonders stark aufgestellt, betont Peters. Die Kanzlei hat sich 2016 mit dem gerade im kollektiven Arbeitsrecht sehr erfahrenen Rechtsanwalt Dettloff Schwerdtfeger verstärkt. Die Spezialisten der Kanzlei betreuen Unternehmen, Manager und Führungskräfte bei Vorstands- und Geschäftsführerverträgen, begleiten aber auch bei Umstrukturierungen. Eine weitere traditionell von der Kanzlei betreute Nische ist auch der gerade in Düsseldorf relevante Bereich des grenzüberschreitenden deutschniederländischen Rechts. Aber auch Privatpersonen seien bei Peters – in Abgrenzung zu manch anderer Wirtschaftskanzlei – gern gesehene Klienten. Full Service bedeute eben auch, sich privater und von den Betroffenen häufig als besonders relevant angesehenen Rechtsfragen anzunehmen. Und dies mit der gleichen fachlichen Exzellenz und dem gleichen Einsatz und wirtschaftlichen Verständnis wie bei der Bearbeitung großer Wirtschaftsmandate. Daher betreuen die Anwälte der Kanzlei auch private Rechtsthemen, etwa im Bereich Verkehrs- und Ordnungswidrigkeit und im Erb- und allgemeinen Zivilrecht. Bankrecht steht im Fokus Die Kanzlei Sernetz Schäfer ist eine mittelständisch geprägte Sozietät mit einer klaren Spezialisierung auf das Bankrecht in all seinen Facetten. VON NICOLE WILDBERGER Bankrecht ist komplex und vielfältig. Und langwierig – das zeigt beispielsweise die Aufarbeitung der vergangenen Finanzmarktkrise, die im Jahr 2007 begann. Seit dieser Zeit ist auch die Sozietät Sernetz Schäfer mit den rechtlichen Folgen dieses Phänomens, das als US- Immobilienkrise begann, beschäftigt. Neben Vorstandshaftungsfragen, die in langjährigen rechtlichen Auseinandersetzungen geklärt werden müssen, sind vor allem die nachfolgenden regulatorischen Schritte des Gesetzgebers eine Art Dauerbaustelle für die Bankrechtsspezialisten. Ein aktuelles Projekt, das in der Finanzbranche erheblichen Beratungsbedarf ausgelöst hat, ist die Umsetzung der Neuregelungen von MiFID II, der Markets in Financial Instruments Directive, die ab dem 3. Januar 2018 gelten. Die künftigen Regelungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsabläufe der Banken und Finanzdienstleistungsinstitute, da die Verhaltenspflichten in den Bereichen Anlageberatung und Vermögensverwaltung deutlich ausgeweitet werden. So wird es künftig unter anderem erforderlich sein, Telefonate mit Kunden, die auf eine Auftragserteilung abzielen, aufzuzeichnen, hierfür müssen auch die technischen Voraussetzungen bei vielen Instituten erst noch geschaffen werden. Da das Gesetzgebungsverfahren bislang nicht abgeschlossen ist, sind noch zahlreiche Einzelfragen der Umsetzung von MiFID II offen, so dass für die betroffenen Marktteilnehmer eine spürbare Rechtsunsicherheit besteht. Doch die Kanzlei Sernetz Schäfer muss sich nicht nur mit den neuen gesetzgeberischen Anforderungen an die Finanzbranche auseinandersetzen. Die Breite des gesamten Arbeitsfeldes zeigt sich schon in den ausgesprochen unterschiedlichen Fällen, die die Partner der Kanzlei aktuell bearbeiten. So vertritt die Sozietät eine große Privatbank in einer komplexen und großvolumigen rechtlichen Auseinandersetzung über die Vergabe staatlicher Förderleistungen. Auch bei der Vertretung von Banken im Zusammenhang mit der großen Zahl von Klageverfahren wegen des Widerrufs von Verbraucherdarlehensverträgen ist die Kanzlei tätig, hier geht es neben der Klärung von Rechtsfragen auch um die Bewertung (und Reduzierung) des wirtschaftlichen Risikos der betroffenen Institute. Außerdem berät Sernetz Schäfer ein Versicherungsunternehmen in regulatorischen und versicherungsrechtlichen Regulatorische Schritte des Gesetzgebers sind eine Dauerbaustelle für Sernetz Schäfer Fragestellungen. Dabei geht es zum einen um die Beratung beim Aufbau eines Fondsvertriebs, zum anderen um die Prüfung der Einstandspflicht der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung im Zusammenhang mit einem Großschadensfall aus der Finanzbranche und einem möglichen Schadensvolumen von mehr als 50 Millionen Euro. Die räumliche Nähe zur Düsseldorfer Börse – sowohl die Sozietät als auch die Börse haben ihre Büros im Börsengebäude am Ernst-Schneider- Platz in der Berliner Allee – verbindet die Kanzlei mit dem Dr. Peter Balzer von Sernetz Schäfer. Handelsplatz sowohl in börsenrechtlichen als auch gesellschaftsrechtlichen Fragen. Bereits seit den Jahren 2000 und 2001 begleitet die Kanzlei die Überführung der Börse von der damaligen Rheinisch- Westfälischen Börse zur Düsseldorfer Börse e.V. auf die heutige Börse Düsseldorf AG und berät das Haus laufend in börsenrechtlichen Angelegenheiten. Auch bei dem beabsichtigten Zusammenschluss der Börse Düsseldorf mit den Börsen Hamburg und Bremen vertraut die Düsseldorfer Seite wieder auf die Beratung durch die Kanzlei Sernetz Schäfer. Die Vielfalt der angerissenen Mandate zeigt, wie umfangreich die bankrechtliche Expertise sein muss, mit der mögliche Nachwuchstalente in der mittelständischen Kanzlei agieren können. Im Rahmen der eigenen Nachwuchsplanung erwarten die Partner von Sernetz Schäfer zwei Prädikatsexamen sowie Promotion und internationales Rechtsverständnis. Breites Grundlagen- und Erfahrungswissen sowie die ständige Auseinandersetzung mit aktuellen rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen sollen dazu beitragen, nicht nur auf dem aktuellen Stand der fachlichen Diskussionen zu bleiben, sondern ein urteilsfähiger Ansprechpartner des Mandanten zu sein. Eine umfangreiche und anspruchsvolle Veröffentlichungs- und Vortragstätigkeit sollte das Anforderungsprofil des Kandidaten abrunden. Kommen noch Fremdsprachenkenntnisse hinzu, steht einem erfolgreichen Juristenleben bei Sernetz Schäfer (fast) nichts mehr im Wege.

Wirtschaftskanzleien Unterscheidungsmerkmal: „Wir sind multidisziplinär aufgestellt“ PwC Legal hat in Deutschland ein ambitioniertes Ziel: in einigen Jahren die Grenze von 100 Millionen uro Jahresumsatz zu durchbrechen. Die bisherige Wachstumsgeschichte spricht durchaus dafür. In Düsseldorf gehört PwC mit 100 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten längst zu den größten Kanzleien. VON PATRICK PETERS Laut einer aktuellen Erhebung rangiert Düsseldorf auf Platz drei der wichtigsten deutschen Anwaltsstandorte hinter München und Frankfurt. Dementsprechend hoch ist die Konkurrenz, sowohl durch internationale Netzwerke als auch durch spezialisierte kleinere und mittlere Kanzleien. Und dennoch gelingt es vielen Sozietäten, sich in diesem Umfeld zu behaupten – auch innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit. Ein Beispiel ist PwC Legal, der Rechtsberatungsarm der international tätigen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Seit zehn Jahren in Deutschland und Düsseldorf tätig, arbeiten heute allein im Büro in der Landeshauptstadt rund 100 Anwälte und damit rund die Hälfte aller deutschen PwC- Anwälte – was PwC Legal zu einer der personalstärksten Kanzleien am Ort macht. „Wir sind äußerst zufrieden mit der Entwicklung in Düsseldorf im Speziellen und in Deutschland im Allgemeinen und blicken positiv in die Zukunft. Im letzten Financial Year haben wir einen Jahresumsatz von 72 Millionen Euro erwirtschaftet. Unser Ziel ist, in einigen Jahren die Grenze von 100 Millionen Euro Jahresumsatz zu durchbrechen“, sagt Dr. Sven-Joachim Otto, Partner bei PwC, Experte für Energierecht und Leiter der Praxisgruppe für öffentliches Wirtschaftsrecht und damit einem der Standbeine der Kanzlei in Deutschland. „Dieses Wachstum wollen wir durch die weitere Spezialisierung in unseren Kernbereichen forcieren. Dazu gehören neben dem öffentlichen Wirtschaftsrecht in allen Facetten beispielsweise Gesellschaftsrecht und Unternehmenstransaktionen, das Immobilienrecht und das Arbeitsrecht. Alle unsere Partner haben substanzielle Geschäftsmodelle entwickelt und bauen ihre Bereiche immer stärker aus“, sagt Otto, der auch darauf hinweist, dass PwC im Markt zumindest teilweise eine andere Wahrnehmung besitze als reine Anwaltskanzleien. „Wir sind multidisziplinär aufgestellt, das ist unser Unterscheidungsmerkmal. Wir verzahnen steuerliche, rechtliche und strategische Beratung und spüren, dass dieses Angebot sehr gut ankommt. Geschäftsführer und Vorstände in privaten und öffentlichen Unternehmen wissen zu schätzen, dass sie auf unser Netzwerk innerhalb von PwC zurückgreifen können, um in allen Situationen die jeweils notwendige Fachkompetenz zu erhalten.“ Sven-Joachim Otto betont auch, dass sich PwC ständig verändere, um den immer neuen Situationen dauerhaft gerecht zu werden. Kanzleien müssten mit der Zeit gehen, sonst gingen sie mit der Zeit und dementsprechend neben einer hohen Qualität zum Beispiel auch stabile IT-Strukturen nachweisen, um die Erwartungen der Mandanten zu erfüllen. „Wir sind gefordert, uns quasi täglich neu zu erfinden und auf die sich wandelnden Anforderungen immer wieder neu einzustellen. Nur dann können wir erfolgreich bleiben.“ Dass Qualität und Erfolg durchaus Merkmale von PwC sind, zeigt unter anderem, mit welchen Kanzleien es die Rechtsanwälte in ihren Mandaten zu tun haben. Sven-Joachim Otto und seine Kollegen treffen dabei regelmäßig auf die großen, internationalen Netzwerke. Im Markt ist das ein Beleg für die Güte der Mandate, wenn auf der Gegenseite renommierte Wettbewerber zu finden sind. Apropos Internationalität: PwC Legal ist in 18 Ländern vertreten, das gesamte PwC- Netzwerk sogar in 157 Staaten dieser Erde. Und überall können die Berater auf langjährige Partnerkanzleien zurückgreifen, wenn selbst keine PwC- Anwälte vor Ort sind, sagt Otto. „Insofern können wir alle juristischen Fragen grenzüberschreitend in so gut wie allen Ländern dieser Welt lösen.“ Dr. Sven-Joachim Otto, Partner bei Pw Legal und Leiter der Praxisgruppe für öffentliches Wirtschaftsrecht. FOTO: MICHAEL LÜBKE SITUATION Ansprechen, was für den Unternehmer wichtig ist Die Rechtsanwälte der auf das internationale Geschäft spezialisierten Kanzlei tradeo aus Düsseldorf orientieren sich in der Beratung immer eng an den politischen Entwicklungen. VON PATRICK PETERS Europa galt jahrzehntelang als eine Insel der Seligen, was die politische und wirtschaftliche Stabilität anging. Diese Sicht hat sich aber zuletzt gewandelt: Griechenland-Krise, Brexit, Links- und Rechtspopulismus, schärfere Töne und kriegerische Auseinandersetzungen an den Grenzen (Ukraine- Krise) haben die Lage ungemütlicher werden lassen. Das wirkt sich natürlich auch auf die wirtschaftlichen Beziehungen aus – und damit auf die wirtschaftsrechtliche Beratung, wie Tobias Karrenbrock ausführt. „Wir sind gefordert, in unsicher werdenden Zeiten vielfältige Szenarien für den Mandanten zu entwickeln und abzubilden, um seine wirtschaftliche Entscheidung bestmöglich abzusichern. Das gilt bei der Gestaltung von Kaufund Lieferverträgen ebenso wie bei Joint Venture- oder anderen Kooperationsverträgen“, sagt der Partner der Wirtschaftsrechtskanzlei tradeo, die ihre zumeist mittelständischen Mandanten überwiegend im Handels- und Vertriebsrecht, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, IP- und IT- Recht sowie im Wettbewerbsrecht berät. Und das häufig auch grenzüberschreitend. Dr. Fabian Breckheimer, neben Tobias Karrenbrock und Dr. Michael Johannes Schmidt dritter Gründungspartner der seit 2013 in Düsseldorf bestehenden Spezialkanzlei, verdeutlicht dies an einem Beispiel: „Nehmen wir an, ein deutsches Unternehmen schließt einen langfristigen Liefervertrag mit einem Kunden aus Griechenland ab. Was passiert bei einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone? Wie können wir Währungs- und Umrechnungsrisiken abbilden? Und was bedeutet die Krim-Annexion für Verträge mit Partnern in der Region? Das sind Fragen, die wir Die drei tradeo-Gründer (v.l.): Dr. Michael Johannes Schmidt, Dr. Fabian Breckheimer und Tobias Karrenbrock. FOTO: TRADEO vorausschauend stellen und zumindest theoretisch beantworten müssen.“ Karrenbrock sieht generell eine Veränderung in der Vertragspraxis der Unternehmen. Viele Unternehmen hätten lange Zeit eher „optimistische“ Verträge für ihr Geschäft innerhalb des EU-Binnenmarktes aufgesetzt, ohne sich wirklich mit den Details der unterschiedlichen Rechtsordnungen auseinanderzusetzen. „Heute müssen Verträge aber den Unsicherheiten der Zeit gerecht werden. Wir sehen doch am Fall Großbritannien, wie schnell sich die Lage ändern kann. Da kommt es auf präzise juristische Gestaltung an, die möglichst viele potenzielle Risiken im Blick hat und dementsprechend auch auf die Wahl der für den speziellen Sachverhalt optimalen Rechtsordnung schaut.“ Wichtig sei, betont Fabian Breckheimer, diese Details mit Augenmaß „Aus der politischen Situation ergeben sich immer wieder neue Themen“ Dr. Fabian Breckheimer tradeo umzusetzen. Schließlich müssten die entwickelten Ansätze in den Verhandlungen mit dem Partner für Unternehmen auch praktisch durchsetzbar sein. Ein aktuelles juristisches Trendthema sei zudem alles, was mit digitalen Lösungen zu tun habe, stellt Michael Schmidt heraus. „Oft ergeben sich heute in einem Standardprojekt völlig neue Fragen, die weit über das eigentliche Vertriebsrecht hinausgehen. Es spielen zum Beispiel vermehrt Fragen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit eine Rolle – und das bei inländischen genauso wie bei grenzüberschreitenden Konstellationen.“ Er nenntdas Beispiel des Industrieunternehmens, das seine Spezialprodukte nun erstmals online verkaufen will und zwar weltweit. „Hier entwerfen und analysieren wir dann die daraus resultierenden rechtlichen Fragestellungen, und zwar für alle Jurisdiktionen, in denen das Projekt umgesetzt werden soll.“ Und auch wenn der Mandant viele Punkte schon selbst bedacht habe, gebe es in solchen Projekten immer noch tatsächliche und rechtliche Fragen, die beantwortet werden müssten, so Schmidt. „Wir helfen dem Unternehmer bei der Strukturierung und Lösung dieser Fragen, um damit letztlich seine Entscheidungsfindung zu erleichtern.“ Um auch in der Zukunft gefragter Partner des Mittelstands zu sein, werde die Kanzlei weiterhin eng den Trends der Wirtschaft folgen, sagt Fabian Breckheimer, und sich auf den Bedarf der Unternehmen einstellen, und das auf allen Ebenen. „Aus der politischen Situation ergeben sich immer wieder neue Themen genauso wie aus der Veränderung der Rechtslage. Es ist unsere Aufgabe, mit unserem Wissen immer hochaktuell zu sein, um mit Blick in die Zukunft beraten zu können.“ Apropos Beratung: Für Michael Schmidt bleibt die enge, persönliche Beratung das A und O und das Erfolgskriterium für tradeo. „Am Ende möchte der Unternehmer unsere Unterstützung bei der Schaffung einer wirtschaftlichen Entscheidungsgrundlage – und oft genug auch einen echten Rat, was die Chancen und Risiken eines Geschäfts angeht. Diesen Rat zu geben, ist unsere Aufgabe.“

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