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Zoo-Zeitung Duisburg

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18 / KOALA Verliebt in

18 / KOALA Verliebt in Delfine und Robben Immer häufiger melden sich Besucher im Zoo, die eine Patenschaft für eines der über 4.000 Tiere übernehmen wollen. Die Zoomitarbeiter freuen sich über das Engagement der Tierfreunde, mit deren Unterstützung jährlich bis zu 150.000 Euro in die Zookassen fließen. Mit dieser finanziellen Hilfe durch die Tierpaten kann der Zoo einen Teil der jährlichen Futterkosten abdecken, denn die Preise der Tierpatenschaften richten sich nach dem Futterverbrauch der Tiere. Demzufolge ist die Tierpatenschaft für einen Elefanten, der bis zu 200 kg Pflanzennahrung pro Tag verzehrt, teurer als für ein Meerschweinchen, das genügsam mit wenig Futter auskommt. Ob Elefant oder Meerschweinchen, die Paten bauen eine besondere und zumeist auch sehr persönliche Bindung zu ihrem Patentier auf, besuchen es regelmäßig und machen sich ein Bild über die Entwicklung sowie die Betreuung ihres Schützlings. Melanie Ophelders ist besonders angetan von der tierischen Gesellschaft am Kaiserberg. Zweimal in der Woche ist sie regelmäßig im Zoo und besucht die Tiere, die sie zum Teil schon seit vielen Jahren durch Patenschaften unterstützt. Dabei hatte die 42-Jährige, die im Kreis Heinsberg aufwuchs, als Kind eher einen Bezug zum Kölner Zoo. „Doch spätestens 2008“, erinnert sie sich, „war’s um mich geschehen.“ Ihr Mann hatte ihr eine Patenschaft über die Delfindame PEPINA geschenkt. Melanie Ophelders war zunächst skeptisch. Doch beim ersten Zusammentreffen mit der Delfinfamilie war sie fasziniert und überwältigt von den Tieren und deren Verhalten sowie Vertrauen zu den Pflegern. Diese sehr emotionale Begegnung werde sie niemals in ihrem Leben vergessen. Melanie Ophelders konnte sich nicht vorstellen, wie intensiv sich ihr Verhältnis zu „ihren“ Tieren entwickeln könnte. „Es ist Liebe und eine richtige Leidenschaft daraus geworden.“ Die Faszination der Tierwelt im Zoo Duisburg ließ sie nicht mehr los. Es folgten weitere Patenschaften. „Auch in die damalige Kodiakbärendame WINNIE und in die Robben und Pinguine hatte ich mich total verschossen“, gesteht die Tierfreundin. Die Seehunde MADELENE, BABSY und MYLO, die Seelöwinnen SUNNY und GINA oder das Koala-Weibchen IONA folgten auf ihrer langen Patenliste, die mittlerweile schon auf 10 Tiere angewachsen ist. Für die Ausgewogenheit in der eigenen Familie sorgte Ehemann Jean, der eine Patenschaft über IVO, dem Zuchtmännchen im Delfinarium, übernahm. Auch Ziegenbock JONNY, der Zuchtweltmeister in der meckernden Ziegenfamilie, und Mandrill-Chef ERNST wurden in den Kreis der Patenschaften aufgenommen. Immer wenn Melanie Ophelders ihre Tiere besucht, pflegt sie eine Konversation mit ihren Schützlingen. Die 42-Jährige ist sicher, dass die Tiere genau wissen, wer vor ihnen steht. „Die erkennen mich am Tonfall und zeigen mir das dann auch.“ Zu Hause hat die leidenschaftliche Tierfreundin seit knapp 15 Jahren zwei Findel-Katzen. Ein Leben ohne Tiere kann sie sich nicht mehr vorstellen. Sie bekennt, dass sie tierverrückt und besonders in die Delfine und die Robben regelrecht verliebt ist.“ Damit sie ihren tierischen Freunden näher sein kann, wann immer sie mal wieder vorbeischauen will, haben ihr Mann und sie sich sogar eine Zweitwohnung in der Nähe des Zoos zugelegt. Klaus Johann Info-Kasten Über 350 Tierpaten engagieren sich im Zoo Duisburg. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Förderung des Zoos. Einmal im Jahr lädt der Zoo zu einem großen Patentreffen ein, bei dem Zoodirektor Achim Winkler und seine Mitarbeiter/innen die Paten bei einem Rundgang über weitere Eigenarten und Besonderheiten der Zoobewohner informieren. Als Anerkennung findet jeder Tierpate seinen Namen auf einer Säule im Zoo wieder und erhält zudem zum Dank eine Urkunde. Jeder Zoofreund kann schon ab 50 Euro pro Jahr Tierpate werden. Informationen zu den Tierpatenschaften unter www.zoo-duisburg.de/zoo-foerderer/tierpatenschaften

KOALA / 19 In Augenhöhe Der Künstler Chinmayo ist einer der bedeutendsten Vertreter der Kunstszene Duisburgs. Als Hermann Joseph Schmitz wurde er im Jahr 1936 in Duisburg geboren. In den 1980er Jahren verschrieb er sich der asiatischen Sannyasin n Kultur, legte seinen bürgerlichen Namen ab und ist seither als Chinmayo bekannt. Schon als Schüler fühlte er sich zur Kunst hingezogen. Als Diplomverwaltungswirt hat er fast 20 Jahre an der Duisburger Universität gelehrt, sich dann aber ganz seinem eigenen Schaffen gewidmet. Seit mehr als 50 Jahren arbeitet Chinmayo nun künstlerisch in seiner Heimatstadt, nicht nur als bildender Künstler, sondern auch als Autor von Gedichten und Geschichten sowie Berichten von seinen Reisen. Chinmayo ist ein über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Künstler, der vornehmlich mit Naturmaterialien arbeitet. Abgestorbene Äste, von Baumfällern zurückgelassene Stümpfe, Holzabfälle und Ähnliches sucht und entdeckt er beispielsweise im Meidericher Stadtpark, der hinter seinem Atelier beginnt. Mit behutsamen Eingriffen, mal mit viel, mal mit wenig Farbe akzentuiert er seine Fund- und Suchstücke und wertet sie dadurch auf, ohne die Ursprün- ge zu kaschieren. So auch bei seinem Kunstwerk „In Augenhöhe“, einer Holzscheibe, die farblich in Szene gesetzt einem Knochen der Wirbelsäule gleicht und als Dauerleihgabe im Zoo burg steht. Achim Duis- Winkler In Augenhöhe nennt der Künstler Chinmayo sein aus einer Baumscheibe gestaltetes Werk.

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