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Zoo-Zeitung Duisburg

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4 / KOALA Neu im

4 / KOALA Neu im Zoo Duisburg - Tasmanische Beutelteufel Der Zoo Duisburg hegt eine lange Tradition hinsichtlich der Haltung australischer Beuteltiere. Allen voran natürlich die Koalas, die zu den bedeutenden Alleinstellungsmerkmalen des Zoo Duisburg zählen und Besucher aus nah und fern anlocken. Seit 1994 werden Koalas in Duisburg gehalten und so erfolgreich gezüchtet, wie in kaum einem anderen Zoo weltweit. Noch viel länger, seit den 1960er Jahren, leben australische Wombats im Zoo am Kaiserberg und auch hier konnten über die Jahre immer wieder Zuchterfolge verbucht werden. Und natürlich dürfen Kängurus nicht fehlen. Ebenfalls seit den 1960er Jahren hüpfen Bennett-Kängurus als klassische Vertreter der Familie der Kängurus durch den Zoo. Daneben gibt es mit den winzig kleinen Bürstenschwanz-Rattenkängurus sowie den ausschließlich auf Bäumen lebenden Goodfellow-Baumkängurus noch zwei weitere Känguruarten im Zoo Duisburg. Ein weiterer bekannter Vertreter der einzigartigen Tierwelt Australiens ist der Beutelteufel, der aus Tasmanien stammt, der Rieseninsel südlich des australischen Kontinents. Auch diese Tierart wurde bereits in den 1970er Jahren im Zoo Duisburg gehalten und gezüchtet. Da seinerzeit nur eine sehr geringe Anzahl an Tieren aus Australien in verschiedene europäische Zoos importiert wurde, konnte sich die Population nur bis Anfang der 1980er Jahre halten. Nun soll ein neuer Versuch gestartet werden, Tasmanische Teufel in der europäischen Zoowelt zu etablieren. Den Anfang machte der Zoo im dänischen Kopenhagen, der die ersten Beutelteufel als Staatsgeschenk erhielt, anlässlich der Eheschließung des Kronprinzen Frederik mit der aus Australien stammenden Prinzessin Mary. Dank guter Haltungsund Zuchterfolge in Kopenhagen stehen nunmehr einige wenige Beutelteufel für andere Zoologische Gärten zur Verfügung. Die Liste interessierter Zoos war und ist ellenlang, denn Beutelteufel zählen zu den charismatischsten und populärsten Tierarten Australiens. Allerdings wurden nur drei Zoos mit ausreichend Erfahrung in der Haltung und Zucht australischer Beuteltiere ausgewählt. Für den Zoo Duisburg ist es eine große Ehre, unter den auserwählten Zoos zu sein, und es ist ein Zeichen der Anerkennung für die herausragend gute Arbeit, die der Zoo Duisburg hinsichtlich der Haltung und Zucht bei den übrigen Tierarten Australiens leistet. Für die Beutelteufel musste eine Neuanlage im Zoo geschaffen werden. Ausgewählt wurde die Fläche der alten, baufälligen Schnee-Eulen-Voliere nördlich des Koalahauses. Nach dem Komplettabriss der Voliere entstand mit Spendengeldern der Sparkasse Duisburg eine moderne Anlage für Beutelteufel mit zwei separaten Außenanlagen sowie hinteren, für Besucher nicht zugänglichen Stallungen. Über Sichtscheiben erlangt der Besucher einen Einblick in die Außenanlagen, die mit allerlei Kletter- und Versteckmöglichkeiten ausgestattet sind, ebenso wie mit einem Bachlauf und natürlicher Vegetation. Große farbige Schautafeln informieren über die Biologie und die Bedrohung der in Tasmanien leider sehr selten gewordenen Beutelteufel. Pünktlich vor den Osterfeiern konnte die neue Anlage offiziell eröffnet werden, nachdem kurz zuvor zwei Beutelteufel aus dem Zoo Kopenhagen eingetroffen sind und an ihre neue Umgebung gewöhnt wurden. Nun ist der Zoo Duisburg gespannt, wie sich die Tiere in Duisburg einleben und welche Begeisterung die Beutelteufel bei den Besuchern entfachen werden. Ein riesiger Besucherzuspruch sollte aufgrund der Faszination dieser Tiere garantiert sein. Achim Winkler

KOALA / 5 Katta-Nachwuchs ist nicht sicher vor eifersüchtigen Weibchen Wer Kattas in der Wildbahn sehen will, der muss sich auf eine über zehnstündige Reise auf die Rieseninsel Madagaskar im Indischen Ozean begeben. Um die munteren und verspielten Gesellen beobachten zu können, reicht für Tierliebhaber aber schon ein Ausfl ug in den Zoo Duisburg. Hier kann man das Treiben dieser madagassischen Halbaffen aus nächster Nähe studieren, denn das naturnah gestaltete Gehege der Lemuren ist für die Zoobesucher begehbar, so dass sogar ein direkter Kontakt mit den Tieren möglich ist. In der Kattagruppe, die zumeist aus nur einem erwachsenen Männchen, mehreren Weibchen und einigen Halbwüchsigen besteht, kümmern sich die Muttertiere alleine um den Nachwuchs. Wenn die Mütter nicht resolut genug sind, kommt es durchaus vor, dass eifersüchtige Weibchen schon mal als Diebin auftreten und dem Muttertier den Nachwuchs wegschnappen. Die männlichen Tiere hingegen sind eher uninteressiert am Nachwuchs und mischen sich bei dem Babyklau erst gar nicht ein. In der Familie haben ohnehin die Frauen das Sagen. Die Väter haben ihre Aufgabe mit dem Zeugungsakt erledigt, kebbeln sich lieber mit Artgenossen und demonstrieren dabei ihre enormen Spring- und Kletterkünste. Bei Lemuren ist es durchaus üblich, dass sich doppelter Nachwuchs einstellt. Zwillingsgeburten sind die Norm. Die Jungtiere hängen fast ständig an Mamas Zitzen. Die anderen Weibchen sind zumeist in der Nähe und beschnuppern den Nachwuchs. Die ersten drei Lebenswochen verbringen die Jungtiere am Bauch der Mutter. Wenn die Position für beide zu unbequem wird, machen es sich die Sippen- Jüngsten auf Mamas Rücken bequem. Appetit auf erste Köstlichkeiten neben der regelmäßigen Versorgung aus der Milchbar haben die Kleinen schon nach einigen Wochen. Blattgemüse und Obst gelten als Festmahl. Grundsätzlich mögen Kattas Süßes. Wenn die Tierpfleger mit Weintrauben locken, unterbrechen selbst männliche Dauerrenner schon mal ihre Verfolgungsjagden. Kattas mögen es warm und nehmen daher schon morgens gerne ein Sonnenbad mit weit ausgebreiteten Armen, um den Körper aufzuwärmen. Klaus Johann

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