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Zoo-Zeitung Duisburg

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8 / KOALA Negro, sowie

8 / KOALA Negro, sowie des weitläufigen Wirtschaftshofkomplexes. Da das BHKW gleichzeitig Strom erzeugt, der in das Netz des Zoos eingespeist wird, konnte auch der Zukauf von Strom verringert und somit die Energiekosten reduziert werden. Zur besseren und wirtschaftlicheren Verteilung des Stroms im Zoogelände konnte ein neuer Transformator mit den entsprechenden Zuleitungen zu den jeweiligen Revieren installiert werden. Auch die Teilerneuerung des Gasleitungsnetzes im Zoo mit einer neuen Gasdruckregelstation ermöglicht die effiziente Verteilung des Gases zu den jeweiligen Endstationen. Viele weitere Energiesparmaßnahmen wurden über die Jahre umgesetzt, wie z.B. der Einsatz effizienter Pumpenanlagen, Energiesparlampen und moderne LED- Beleuchtung, eine moderne Gebäudeleittechnik, sowie wasserlose Urinale in den Besuchertoiletten. Wohl behütet fühlt sich das Jungtier im Arm der Gorillamama. Für viele Arbeiten zur Erneuerung der alten Versorgungsleitungen im Zoo mussten alte z.T. noch mit wassergebundener Decke gestalteten Wege aufgegraben werden. Diese wurden anschließend in neu ausgelegter geschwungener Wegeführung mit optisch ansprechendem Pflasterbelag versehen, so dass nicht nur die Infrastruktur optimiert wurde, sondern auch für die Besucher eine wesentlich angenehmere und optisch ansprechendere Wegeführung geschaffen wurde. Ein über viele Jahre währender bürokratischer Akt war das Bemühen Achim Winklers, um die Zusage für touristische Hinweistafeln an den Autobahnen zu bekommen. Diese waren deutschlandweit für viele touristische Highlights üblich, für Zoos jedoch lange nicht vorgesehen. Heute weisen zwei kaum zu übersehende touristische Hinweistafeln am Autobahnkreuz Kaiserberg auf den Zoo Duisburg hin. Eines der nächsten Großprojekte, das Achim Winkler seit langem am Herzen liegt, soll sich ganz dem Wohle der Zoomitarbeiter widmen, die in Bezug auf Umkleiden, Sozialräume, Futterküche und Werkstätten noch Räumlichkeiten nutzen, die vielfach baufällig sind und in Größe und Ausstattung nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Auch hier konnten Fördermittel eingeworben werden, um das gesamte Wirtschaftshofareal, dem logistischen Kernstück des Zoos, komplett neu zu gestalten. In einem Erstschritt konnte bereits vor einigen Jahren das frühere Direktorenwohnhaus, das mitten auf dem Wirtschaftshofgelände liegt, in eine moderne Tierarztpraxis umgestaltet werden. Komplett neu aufgestellt wurde das umfassende Paket der Arbeitssicherheit mit vielen, teilweise nur kleinen, aber äußerst effizienten baulichen Anpassungen, um die Sicherheitsvorkehrungen im Zoo auf einen bestmöglichen Standard zu heben. Um all diese und viele andere Projekte umsetzen zu können, aber auch um den gesteigerten Ansprüchen an eine moderne Zootierhaltung jederzeit gerecht zu werden, bedurfte es u.a. einer Anpassung des Stellenplanes des Zoos, was erfreulicherweise von allen Gremien mitgetragen wurde. So konnte erstmalig in der Geschichte des Zoos ein Technischer Leiter eingestellt werden, um die vielen, z.T. technisch sehr komplexen Liegenschaften und technischen Anlagen des Zoos zu betreuen und die zahlreichen Baumaßnahmen zu begleiten. Dazu konnte die Position des Marketingleiters neu geschaffen werden, um den Zoo noch besser zu repräsentieren und Gönner und Sponsoren zu gewinnen. Das Tigerpaar auf der neuen Anlage hat bereits für Nachwuchs gesorgt. Um die jährlich steigenden Kosten aufzufangen, die auch vor dem Zoo nicht Halt machen, erhöhte die Stadt Duisburg, als Hauptaktionär des Zoos, dauerhaft den jährlichen Zuschuss. Darüber hinaus gewährte die Stadt einen zusätzlichen,

KOALA / 9 einmaligen Zuschuss, um dringend benötigte sicherheitstechnische Maßnahmen z.B. bei den Elefanten und den Giraffen umzusetzen, und dadurch den dortigen Zoomitarbeitern ein sicheres Arbeiten im Umgang mit den Tieren und den technischen Anlagen zu gewähren. Zudem konnten langjährige Sponsoren weiter an den Zoo gebunden werden, wie insbesondere die Sparkasse Duisburg, die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, die Duisburger Stadtwerke und Thyssen- Krupp. Auch konnten neue Kooperationen ins Leben gerufen werden, wie mit RWE, Schauinslandreisen oder Evonik Industries, die teilweise 7-stellige Euro-Beträge für den Neubau moderner Tieranlagen zur Verfügung stellten. Eine gewaltige Entwicklung nahm der Förderverein des Zoos, der Verein der Freunde des Duisburger Tierpark e.V., dessen Mitgliederzahl sich in den 10 Jahren der Amtszeit von Achim Winkler von ca. 4.000 auf nahezu 9.000 Mitglieder mehr als verdoppelt hat. Auch bei den beliebten Tierpatenschaften ist ein stetiger Zuwachs zu verzeichnen, von jährlichen Pateneinnahmen von ca. 95.000 Euro in 2007 auf ca. 150.000 Euro in 2016. Das A und O in einem Zoo sind freilich die Tiere. Einige Neuanlagen wurden bereits oben erwähnt. Es gab aber auch in den vergangenen 10 Jahren einige bedeutende Veränderungen im Tierbestand. So trennte sich der Zoo von einigen Tierarten, um mehr Platz für die verbliebenen Arten zu schaffen. Bedeutende Abgänge waren u.a. die Blutbrustpaviane, Kodiakund Waschbären oder Przewalskipferde. Im Gegenzug kamen mit den Weißscheitelmangaben, Vikunjas oder Brillenbären neue Vertreter in den Zoo, die allesamt zu den seltenen, im Freiland stark bedrohten Tierarten zählen. Zuchterfolge bei diesen Tierarten erfreuen uns umso mehr, wie dies erstmalig bei den Brillenbären gelang. Weiterhin gelangen in den letzten Jahren eine ganze Reihe von viel beachteten Erstzuchten am Zoo Duisburg, wie beispielweise bei den Gänsegeiern, Hornraben, Fischkatzen, Riesenottern oder Gorillas, die mittlerweile alle regelmäßig für Nachwuchs sorgen. Auch bei den Delfinen gelang 2007 erstmalig die gleichzeitige Aufzucht von zwei Jungtieren und in 2011 zogen sogar drei Weibchen parallel ihre Jungtiere auf. Diese Zuchterfolge wiederholen sich bei den Duisburger Großen Tümmlern bereits in zweiter Generation. Dank all dieser Entwicklungen bleibt die Beliebtheit des Zoo Duisburg ungebrochen. Jahr für Jahr pilgern bis zu eine Million Menschen in den Zoo, um sich an Koala, Delfin und Co. zu erfreuen. In den kommenden Dienstjahren von Direktor Achim Winkler soll die Position des Zoo Duisburg, als einer der führenden Zoologischen Gärten Deutschlands und bedeutendes Aushängeschild der Stadt Duisburg, weiter gefestigt werden. Mit der Neuanlage für Tasmanische Beutelteufel konnte im Frühjahr 2017 der nächste Schritt getätigt werden. Wir alle sind gespannt auf die weitere Entwicklung des Zoo Duisburg. Volker Grün

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