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Zukunft Logistik -14.04.2018-

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Zukunft Logistik

ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG „ZUKUNFT LOGISTIK“ / SAMSTAG, 14. APRIL 2018 DIE GROSSE HEIMATZEITUNG • GEGRÜNDET IM JAHRE 1874 AMTLICHES MITTEILUNGSBLATT DES RHEIN-KREISES NEUSS, DER STÄDTE NEUSS UND KAARST Waren kommen per Container in die Häfen, werden von Lkw weitertransportiert und von Paketdienstleistern wie UPS an die Privatkunden geliefert – dies sind nur Ausschnitte aus dem vielfältigen Gebiet der Logistik. Die Branche wirkt in alle Segmente der Wirtschaft hinein. Doch die Unternehmen müssen sich derzeit neben vielen Herausforderungen einer ganz besonders stellen: Sie brauchen dringend neue Mitarbeiter und müssen um den Nachwuchs werben. FOTOS: MICHAEL REUTER/UPS/BVL Logistikberufe: Spannende Chancen für Nachwuchs und neue Mitarbeiter Die Logistik bietet vielseitige und spannende Berufe. Dennoch können die Unternehmen derzeit offene Stellen nur schwer besetzen. Ein Grund: Die Menschen haben oft nur rudimentäre Vorstellungen über Logistik. Branchenvertreter haben aber konkrete Ideen, wo man ansetzen sollte, um daran etwas zu ändern. VON JÜRGEN GROSCHE Mit Logistik hat eigentlich jeder zu tun, auch wenn die Branche auf den ersten Blick scheinbar weit weg ist – man denkt vielleicht an den Hafen oder an Logistikhallen draußen am Rande. Doch zur Logistik gehören auch die Fahrer, die die Pakete aus dem Online-Shop bringen, die Briefträger oder im Unternehmen, in dem man arbeitet, die Abteilungen, die die Waren zu den Kunden bringen. Vielen ist nicht bekannt, dass die Logistik somit zu den ganz großen Wirtschaftsbereichen gehört. Und dass sie mit allen anderen Branchen verzahnt ist. Das haben Experten gerade erst wieder beim Roundtable „Zukunft Logistik“ der NGZ deutlich gemacht. Zwölf Branchenvertreter tauschten sich darüber aus, mit welchen Themen sich die Unternehmen zurzeit beschäftigen. Und wo die Branche überhaupt steht. Die Zahlen beeindrucken, wie Thomas Klann, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Logistikregion Rheinland, aufzeigte: In Deutschland arbeiten (Stand 2017) mehr als drei Millionen Menschen in der Logistik, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 263 Milliarden Euro erwirtschaftete. Allein in Nordrhein-Westfalen zählen 60.000 Betriebe zur Branche, die jedes Jahr In Nordrhein-Westfalen zählen 27.800 Unternehmen mit 314.000 Beschäftigten zur Logistik-Branche 20.000 Mitarbeiter neu einstellen könnte. Und auf die Region heruntergebrochen: In Nordrhein-Westfalen zählen 27.800 Unternehmen mit 314.000 Beschäftigten zur Branche. Zählt man die Logistiker in Handel und Industrie dazu, sind es sogar 645.000 Beschäftigte. Die Logistik ist dabei eng mit der hiesigen Wirtschaft verknüpft. 60 Prozent der Produktionsbetriebe der Region nehmen auch Logistik-Dienstleistungen aus der Region in Anspruch, wie Wolfgang Baumeister, Verkehrsund Logistik-Experte bei der IHK, erläuterte. Wer über all diese Zahlen staunt, muss sich seines Unwissens nicht schämen. Die Logistiker sind sich selbst darüber im Klaren, dass ihre Branche ein Imageproblem hat. Sie komme zu abstrakt rüber, war beim Roundtable zu hören. Oder wenn, dann mit einem Negativimage – von Lkw und Paketwagen, die die Straßen verstopfen, oder von Jobs für Ungelernte. Man müsse dringend daran arbeiten, die Branche bekannter machen und auch die positiven Seiten betonen, die die Logistik nun mal ebenfalls zu bieten hat. Da wäre zum Beispiel eine Vielseitigkeit der Tätigkeiten, die ihresgleichen sucht. Apropos Jobs: Eine der größten Herausforderungen für die Unternehmen ist es, Mitarbeiter und Nachwuchs zu finden. Gerade weil die Branche entweder nicht im Bewusstsein der Menschen steht oder wenn, dann mit negativen Konnotationen, bewerben sich nicht so viele, wie bei einem Bedarf von fast 20.000 neuen Mitarbeitern pro Jahr allein in NRW nötig wäre. Kleinere Mittelständler haben es dabei besonders schwer. Sie machen in der Region aber den Großteil des Wirtschaftssegments aus. Im Bezirk der IHK Mittlerer Niederrhein beschäftigen 80 Prozent der Branchenunternehmen weniger als 50 Mitarbeiter, wie der IHK-Experte Baumeister aufzeigte. Beim Feststellen der Tatsachen beließen es die Logistikexperten aber nicht. Sie wollen konkret etwas bewegen, vereinbarten sie beim Roundtable. Man will offensiver für die Tätigkeiten werben, die spannenden Arbeiten und Berufsmöglichkeiten vorstellen. Wie es gehen kann, zeigte jemand, der wie kaum ein anderer dafür geeignet ist, als Passenderweise auf einem Schiff, das durch den Hafen fuhr, trafen sich Experten zum Roundtable „Zukunft Logistik“ der NGZ, um sich über Branchenthemen auszutauschen. FOTO: MICHAEL LÜBKE positiver Werbeträger anzukommen. Philipp Kirschke hatte gerade bei UPS seine Ausbildung zum Kaufmann für Kurier-, Express- und Paketdienstleistungen erfolgreich abgeschlossen. Sein Statement könnte Jugendlichen einen Impuls geben, sich vielleicht doch einmal mit den Möglichkeiten in der Logistik zu beschäftigen. Eigentlich habe er nur einen Übergangsjob bei dem Paketzustelldienst machen wollen, schilderte Kirschke den Branchenvertretern. Doch dann blieb er dort für die Ausbildung und stellte fest: „Das ist ein spannender Beruf. Schade, dass dies draußen so wenig sichtbar ist.“ Wer mehr über die Branche und die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten erfahren will, sollte sich den 19. April im Kalender markieren. An diesem „Tag der Logistik“ gewähren Unternehmen und Organisationen aus Industrie, Handel und Dienstleistung Einblick in ihre Betriebe, um die Vielfalt der Aufgaben in diesem wichtigen Wirtschaftsbereich vorzustellen. Infos zum Tag, zur Jobmesse sowie erste Einblicke in die Arbeit einiger Unternehmen bieten die folgenden Seiten. Ebenso eine Zusammenfassung der Diskussionen beim Roundtable – zu dem man sich übrigens passenderweise auf einem Schiff traf, das während der Diskussion durch die Neuss-Düsseldorfer Häfen fuhr.

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