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Zukunft Logistik -14.04.2018-

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Zukunft

Zukunft Logistik ngz SAMSTAG, 14. APRIL 2018 NGZ-SV02 F2 Jugendliche Werbebotschaften für Logistiker Am Berufskolleg BBZ Weingartstraße in Neuss haben sich Schüler in einem Projekt mit Themen der Branche beschäftigt. VON STEFAN REINELT „Irgendwie kommen so alltägliche Sachen wie der Tisch hier oder Lebensmittel zu uns, und das aus aller Welt“ Mit Logistik hat man sich im Berufskolleg BBZ Weingartstraße intensiv beschäftigt: (von links) Louis Kleinsorgen, Lehrer Markus Wagner, Hüda Odabasi, Nadia Rahho und BBZ-Pressebeauftragte Marion Werner; auf dem Laptop zu sehen ist der Erklärfilm zum Besuch bei “Thomy”. FOTO: STEFAN REINELT „Die Sendung mit der Maus“ – daran fühlt sich Markus Wagner beim Video seiner Schülerinnen Hüda Odabasi und Nadia Rahho erinnert. Die beiden 19-Jährigen hatten die Firma „Thomy“ im Neusser Hafen besucht und ihre Erkenntnisse in Form eines Erklärfilms aufgearbeitet. Zu sehen sind nur eine Hand und ein Stapel Zettel, auf denen Informationen zum Unternehmen und zu den Berufen dort niedergeschrieben und mit Zeichnungen bebildert werden. Die beiden jungen Frauen von der Höheren Handelsschule am Berufskolleg BBZ Weingartstraße in Neuss haben damit einen Wissensvorsprung vor den Besuchern beim Tag der Logistik am 19. April im Gare du Neuss. Im Rahmen eines Schulprojekts haben sie genauso wie ihre Klassenkameraden der CHH16A einige teilnehmende Unternehmen am Logistiktag besucht. Ihr Auftrag lautete, Werbebotschaften von jungen Menschen für junge Menschen für digitale Kanäle zu produzieren. Der Anstoß kam von den Veranstaltern, in BWL-Lehrer Markus Wagner war der richtige Projektleiter gefunden. Die Logistik ist bislang kein Inhalt des Lehrplans am Berufskolleg BBZ. „Aufgrund der Branchengröße und des Bedarfs an Fachkräften sollte dieses Thema sicherlich nicht vernachlässigt werden“, sagt Wagner. Bei Hüda Odabasi und Nadia Rahho scheint es jedenfalls großes Interesse geweckt zu haben. „Wir haben erfahren, dass eigentlich überall Logistik eine Rolle spielt und wir in jedem Bereich Jobs finden könnten“, sagt Odabasi und stellt ganz banal fest: „Irgendwie kommen so alltägliche Sachen wie der Tisch hier oder Lebensmittel zu uns, und das aus aller Welt.“ Wie schnell dies rund um den Globus transportiert werden kann, erlebten die beiden am Flughafen Düsseldorf. Beeindruckt berichten sie, wie innerhalb eines Tages Fisch von Norwegen über Nordrhein- Westfalen nach Japan per Luftfracht geliefert wird. Für ihren zweiten gemeinsamen Unternehmensbesuch haben die beiden Schülerinnen bei Instagram einen Account für die Düsseldorf Airport Cargo angelegt. Der Logistiker arbeitet mit 44 Fluggesellschaften zusammen. Auf Bildern und in kleinen Videoclips zeigen die Jugendlichen, welche Einblicke sie erhielten und wie im Falle eines großen Tresors eben auch nicht. „Wir haben vier bis fünf Stunden dort verbracht. Cargo hat uns auch aufgezeigt, wie man im Unternehmen aufsteigen kann“, erzählt Nadia Rahho. Ihr Mitschüler Louis Kleinsorgen hatte einen Termin im Karrierecenter der Bundeswehr in Mönchengladbach. „Ich hatte mich vor zwei Jahren dort bereits über Berufe informiert, aber der Bereich Logistik war damals gar kein Thema. Darum war auch meine erste Frage, was die Bundeswehr mit Logistik überhaupt zu tun hat“, erzählt der 18-Jährige. Dabei ist die Antwort naheliegend. „Ausrüstung und Verpflegung müssen schließlich zu den Soldaten gebracht werden“, so der Schüler. Mehrere Ausbildungsberufe und ein Studium bietet die Bundeswehr im Bereich Logistik an. Das Beratungsgespräch und die Vorbereitung darauf stellten Louis Kleinsorgen und ein Klassenkamerad für einen Videofilm mit humoristischem Anklang, aber ebenso der nötigen Ernsthaftigkeit nach. Alle Projektarbeiten sollen beim Tag der Logistik gezeigt werden. Insgesamt beteiligten sich 19 Schüler der Klasse CHH16A. Ihre jüngsten Firmenbesuche ergänzen die Reihe besonderer schulischer Unternehmungen. Als sogenannte Profilklasse US-Business war sie für zwei Wochen zu Besuch in der Neusser Partnerstadt St. Paul. Neben Highschool und College gehörte auch zufällig der Firmenbesuch eines Logistikers zum Programm. Per Luftfracht kommen und gehen viele Waren aus der und in die Region. Auch das lernten die Schüler des Neusser Berufskolleg BBZ Weingartstraße – bei einem Besuch des Düsseldorfer Flughafens. FOTO: ANDREAS WIESE, FLUGHAFEN DÜSSELDORF Zustellung Tag für Tag – bei Wind und Wetter (jgr) Selbst wenn Dinge spätabends noch passieren, stehen sie in der Zeitung, die der Leser morgens zum Frühstück liest. Genau das ist der Anspruch, den das Unternehmen RP Adlog erfüllen will. Und das gelingt zu über 99 Prozent, sagt Geschäftsführer Michael Kiesswetter. Eine logistische Meisterleistung, die 3500 Zusteller vollbringen, Tag für Tag, bei Wind und Wetter. RP Adlog beliefert täglich 400.000 Haushalte mit Presseprodukten wie der Rheinischen Post, der Neuß-Grevenbroicher Zeitung, der FAZ und weitere Tages- und Wochenzeitungen oder auch Zeitschriften. Das Zustell-Gebiet umfasst insgesamt rund 5000 Quadratkilometer. Der übliche Zustellprozess startet im Druckhaus der Rheinischen Post in Düsseldorf-Heerdt. Hier werden auch die Printprodukte der anderen Verlage zusammengestellt, die über RP Adlog zustellen lassen. Ab ein Uhr in der Nacht verlassen – je nach Tag – 100 bis 150 Lieferwagen das Druckzentrum und verteilen die Bündel an die Zustellungspunkte, von wo sie die Zusteller bis in die Briefkästen der Kunden liefern. Spätestens um sechs Uhr finden sie Michael Kiesswetter, Geschäftsführer von RP Adlog FOTO: RP ADLOG RP Adlog beliefert 400.000 Haushalte – das Zustell-Gebiet umfasst rund 5000 Quadratkilometer dort ihre Tageszeitung vor. RP Adlog arbeitet mit Zustellpartnern zusammen, die die rund 3500 Zusteller beschäftigen. Gute Zusteller sind gesucht. „Für die Arbeit ist eine hohe Qualität und Genauigkeit erforderlich“, betont Kiesswetter. In einigen Bezirken verteilen die Mitarbeiter zehn verschiedene Printprodukte oder sogar mehr, die sie den Empfängern richtig zuordnen müssen. Auch Führungskräfte sind gefragt. Die Zeiten ändern sich, Mitarbeiter stellen heute andere Anforderungen an ihre Arbeitgeber als früher. „Sie wollen ernstgenommen werden“, sagt Kiesswetter. Entsprechend sind Führungskräfte gesucht, die gut mit Menschen umgehen können. „Denn wir sind auf die Menschen angewiesen.“ Gute Führungskräfte sieht er daher als wesentlichen Faktor für den Erfolg eines Logistikunternehmens wie RP Adlog. Zumal ein Blick in die Zukunft neue Herausforderungen und Aufgaben aufzeigt: „Bislang ist es uns gelungen, unsere Netzstrukturen auszulasten“, bilanziert der Geschäftsführer. Damit das so bleibt, denkt man an neue Produkte und Geschäftsmodelle. So eröffnen neue Konzepte in der Citylogistik auch für RP Adlog Möglichkeiten, ebenso denkt man über Lieferungen nach, die tagsüber durchgeführt werden. Alles Bereiche, in denen die Experten von RP Adlog ihre Kompetenz einfließen lassen können: logistische Aufgaben sicher erfüllen – Tag für Tag, bei Wind und Wetter. Anzeigen-Sonderveröffentlichung Zukunft Logistik Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Geschäftsführer: Johannes Werle, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen) Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Anzeigen: Kontakt: Ulf Wagner, 02131 404-222, ulf.wagner@ngz-online.de Projektverantwortlicher: Michael Roeben, michael.roeben@ngz-online.de Redaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Monschauer Straße 1, 40549 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Jörg Mehl, Jürgen Grosche Mitarbeit: Stefan Reinelt, Arnd Westerdorf Kontakt: 0211 528018-0, redaktion@rheinland-presse.de

Zukunft Logistik ngz SAMSTAG, 14. APRIL 2018 NGZ-SV03 F3 VON ARND WESTERDORF Das Rheinland ist ein Top-Logistikstandort in Europa und für die Region ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Arbeitsplatzmotor. Dies korrespondiert mit der hervorragenden transmodalen Infrastruktur und ihrem dichten Netz an Straßen- , Schienen- und Luftverkehrswegen, Binnengewässern, Häfen, Gewerbeparks und Logistikzentren. Weitere Vorteile sind die Brückenfunktion zwischen den Überseehäfen an der Nordsee und dem Binnenland sowie die Versorgungsfunktion für den Ballungsraum an Rhein und Ruhr mit fast elf Millionen Einwohnern. Im Rheinland arbeiten etwa 210.000 Personen in 10.000 Logistikfirmen – das entspricht einem Anteil von neun Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Mit der wachsenden Zahl der sich hier ansiedelnden Unternehmen wächst das breit gefächerte Stellenangebot beständig. Namen wie Amazon, 3M, Esprit oder Zalando sprechen für sich. „Die Logistik ist eine Zukunftsbranche und bietet jungen Menschen eine hervorragende Job-Perspektive. Das Spektrum der Berufsbilder ist dabei genauso vielfältig wie das der Unternehmen, die Arbeitsplätze in der Logistik anbieten. Neben eher klassischen Berufsbildern wie dem des Kraftfahrers, Eisenbahnführers oder Lagerlogistikers entwickeln sich immer neue Berufsbilder, zum Beispiel in der Planung, Steuerung und Entwicklung von logistischen Prozessen, die auch für Abiturienten interessant sind und hervorragende Karrierechancen bieten“, erläutert Günter Haberland, Vorsitzender des Vereins Logistikregion Rheinland. Das Rheinland – Logistikschlagader in Europa Die Initiative Logistikregion Rheinland stärkt den Standort umfassend. Neusser Hafenbecken: Teil hervorragender transmodaler Verkehrsinfrastruktur. FOTOS (3): LOTHAR BERNS Bayer Dormagen: Etablierte und neu dazukommende Unternehmen nutzen die Standortvorteile Flughafenbrücke in Meerbusch: steht auch symbolisch für die Funktion der Logistikregion Rheinland INFO Interessens- und Kontaktplattform Der Verein ist eine Interessensund Kontaktplattform und organisatorisch den Wirtschaftsförderern des Rhein-Kreises Neuss angegliedert. Die 32 Mitglieder sind Unternehmen, Institutionen und Hochschulen aus der Region. Weitere Details unter www.logistikregionrheinland.de Der eingetragene Verein hat sich vor fünf Jahren als Initiative von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand mit dem Ziel gegründet, das Rheinland als eine der führenden Logistikstandorte in Europa zu stärken. Themen sind vor allem die ausreichende Verfügbarkeit von Logistikflächen, das Verlagern von Verkehrsströmen auf Schiene und Binnenschiff, eine optimierte Effizienz der Infrastruktur und höhere Aufmerksamkeit für die Branche. „Die Logistik ist dabei in der Region nicht nur selbst Treiber für zusätzliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze, sondern auch für zahlreiche andere Wirtschaftszweige ein entscheidender Faktor bei der Standortwahl“, betont Haberland. „Daher setzt sich die Logistikregion Rheinland für den bedarfsgerechten Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur oder die Ausweisung ausreichender geeigneter Logistikflächen ein. Aber wir arbeiten auch an Konzepten, wie Logistik noch effektiver arbeiten kann, um Verkehr und Flächenverbrauch zu minimieren.“ Fachkräfteberatung wird häufig in Anspruch genommen Industrie- und Handelskammer (IHK) VON STEFAN REINELT Die Wirtschaft am Niederrhein befindet sich in einer Phase der Hochkonjunktur – dennoch stehen die Betriebe vor großen Herausforderungen. „Der Fachkräftemangel ist inzwischen für knapp 40 Prozent unserer Mitgliedsunternehmen das gravierendste Konjunkturrisiko“, erklärt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Das wichtigste Instrument, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, heißt Ausbildung. Die Organisation der Berufsausbildung in gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen ist eine hoheitliche Aufgabe der IHK und gehört zu ihrem Kerngeschäft. Gleichzeitig bietet die IHK vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und eine ganze Reihe von Dienstleistungen zur Sicherung des Fachkräftebedarfs an. „Zum einen sollten die Unternehmen sich aktiv darum bemühen, Nachwuchs für sich zu gewinnen, zum anderen müssen sie sich heute Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein Die IHK bietet vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten auch für die Logistikwirtschaft an. FOTOS (2) : IHK MITTLERER NIEDERRHEIN mehr denn je als attraktiver Arbeitgeber positionieren“, sagt Steinmetz. Um die Betriebe dabei zu unterstützen, hat die IHK zusammen mit den Agenturen für Arbeit Mönchengladbach und Krefeld bereits vor sechs Jahren die „Fachkräfteberatung für Unternehmen“ ins Leben gerufen. Seitdem wurde dieser kostenlose Service rund 2500-mal in Anspruch genommen. Das Angebot richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen in der Region. Insgesamt vier Berater zeigen dabei Wege auf, wie Unternehmen aktuell und künftig erfolgreich Personal rekrutieren, binden und qualifizieren können. „Unsere Berater stellen fest, dass Betriebe zunehmend erkennen, dass Maßnahmen zur Personalbindung wie ein betriebliches Gesundheitsmanagement und flexiblere Arbeitszeitmodelle immer wichtiger werden – zufriedene und gesunde Mitarbeiter bleiben dem Unternehmen lange erhalten“, so Steinmetz. Außerdem müsse noch stärker kommuniziert werden, dass eine Duale Berufsausbildung mit anschließender Weiterbildung sehr gute Karrierechancen bietet – auch für Abiturienten. Insbesondere die Logistikwirtschaft in der Region bietet vielversprechende Möglichkeiten. Die Branche ist für den Niederrhein von großer Bedeutung. „Die Lage im Herzen Europas und gute Verkehrsanbindungen haben den Wirtschaftsstandort stark gemacht. Wir engagieren uns für den Erhalt und den Ausbau der Verkehrswege und erfüllen zudem hoheitliche Aufgaben für die Unternehmen der Verkehrswirtschaft“, erläutert Steinmetz. Darunter fallen Fachkundeprüfungen für Existenzgründer und Qualifikationsprüfungen für das Fahrpersonal, etwa für die mehr als 6000 beschäftigten Gefahrgutfahrer in der Region.

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