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Zukunftschancen in der Bergischen Wirtschaft

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Beratung braucht

Beratung braucht Erfahrung und Vertrauen Die IG „Senioren beraten die Wirtschaft“ unterstützt Unternehmen in der Region, Abläufe zu optimieren und sich für die Zukunft besser aufzustellen. Pensionierte Führungskräfte, Freiberufler und Experten aus verschiedenen Branchen bieten praxisorientierte Lösungen. Mit sechsundsechzig .... ist noch lang noch nicht Schluss. Treffender, als mit diesem Hit von Udo Jürgens, lassen sich Motivation und Engagement von einem guten Dutzend älterer Herrschaften im Bergischen Land kaum beschreiben. In der IG „Senioren beraten die Wirtschaft“ bilden sie eine bunte Mischung von pensionierten Führungskräften, „Unsere Berater sind mit allen wesentlichen Fragen des betrieblichen Geschehens vertraut“ Josef Billen SBDW Berater Freiberuflern und Experten aus allerlei Branchen in Wirtschaft und Verwaltung. Und ebenso wie Udo Jürgens haben auch sie noch keine Lust, die Hände in den Schoß zu legen und im Stadtpark die Enten zu füttern. Senioren beraten die Wirtschaft (SBDW) „Zum Ende eines langen Arbeitslebens“, so der selbst gerade 70 gewordene Sprecher der Gruppe Josef Billen, „stellt sich für viele die Frage: Was mach’ ich denn danach, wenn ich in Rente bin?“ Hier tun sich natürlich zahlreiche Perspektiven auf – all die vielen Dinge, die man schon immer tun wollte, aber mangels Zeit immer wieder aufgeschoben hat: Mehr Zeit für die Enkel, Reisen, Hobbys oder ehrenamtliches Engagement. Gerade ehemalige Führungskräfte wollen aber ihre langjährigen Erfahrungen und fachlichen Kompetenzen nicht einfach von heute auf morgen abschalten. Die Interessengemeinschaft „Senioren beraten die Wirtschaft“ bietet dafür den passenden Rahmen. Sie ist seit 2003 aktiv und geht zurück auf eine Initiative des NRW- Wirtschaftsministeriums. Beratung braucht Erfahrung Die SBDW-Berater kommen sowohl aus internationalen Großunternehmen wie auch aus der mittelständischen Wirtschaft und verfügen über ein breites Erfahrungsspektrum und hohe Fachkompetenz. Einige Partner waren weltweit tätig und besitzen Führungserfahrung bis in die Geschäftsführung. Josef Billen: „Unsere Berater sind mit allen wesentlichen Fragen des betrieblichen Geschehens vertraut; sie bieten praxisorientierte Lösungen und schnelle Hilfe. Wir sind zuhause in Betriebswirtschaft, Rechnungswesen und Controlling, Unternehmensführung und Organisation, Logistik und Transportwesen, Lean Management und Optimierung von Produktionsprozessen, Vertrieb und Marketing.“ Zum Kreis der beratenen Firmen zählen kleinere Betriebe aus Handwerk und Gastronomie ebenso wie Unternehmen mit mehreren Hundert Beschäftigten und zweistelligen Millionenumsätzen – vom Oberbergischen Kreis bis nach Köln. Beratung braucht Vertrauen Gerade in mittelständischen Unternehmen und im Handwerk fehlt dem Firmeninhaber oft ein Gesprächspartner auf Augenhöhe, mit dem er sich über ganz elementare Fragen vertrauensvoll austauschen kann. Jemand der keine Eigeninteressen verfolgt, sondern objektiv und neutral mit ihm gemeinsam die Entwicklung seines Unternehmens begleitet. Ihm auch kritische Fragen stellt und frühzeitig warnt. Dafür stehen die Partner des SBDW mit Sachkompetenz und Lebenserfahrung zur Verfügung. Überschaubare Kosten Die Beratung durch die Partner des SBDW ist nicht kostenlos - aber Geld verdienen steht für die agilen Un-Ruheständler eben nicht im Vordergrund des Interesses. Hier geht es eher um eine Aufwandsentschädigung für das Engagement. Das ist dann auch für Unternehmen tragbar, die sich eine Beratung bei den großen Adressen der Branche nicht leisten können. „Wir können Die Experten der Wirtschaftssenioren, darunter Josef Billen (2.v.li.), beraten Unternehmen in der Region. Die Besichtigung von Firmen und Werkshallen vermittelt einen ersten Eindruck. unserem Gesprächspartner flexibel die nötige Zeit widmen und ihn begleiten, ohne damit sein Budget zu sprengen“, sagt Josef Billen. Interesse an einer Mitarbeit bei SBDW? Zuletzt haben sich einige Partner dann doch in den echten Ruhestand zurück gezogen – so mit Mitte 70 mag das schon mal angehen. Die Gruppe ist deshalb offen für neue Interessenten, die hier gerne mitmachen wollen. Weitere Informationen im Internet: www.senioren-beratenwirtschaft.de Wer etwas leisten will, findet im Handwerk eine Chance Schlechte Schüler haben durchaus Chancen, sich im Beruf zu qualifizieren. Das Handwerk bietet optimale Bedingungen, sich in Theorie und Praxis zu bewähren. Das Arbeiten mit der Bohrmaschine fällt manch einem Schulabgänger wesentlich leichter, als der theoretische Unterricht in der Schule. Gibt es eine Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem? Viele Jugendliche zweifeln daran, wie eine Umfrage zum „Tag der Bildung“ im Dezember ergab. Das Ergebnis verwundert nicht, erbrachten doch neue PISA-Studien schlechte Ergebnisse. Die hohe Zahl von Schulabgängern ohne qualifizierten Abschluss scheinen die Zweifel der Jugendlichen noch zu bestärken. Die Aussage von Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, zum Thema Chancengleichheit klingt dennoch positiv: „Im Handwerk findet jeder seine Chance - wenn er es will und wenn er leistungsbereit ist“, sagt er. Diese Aussage bekräftigt Wollseifer gleich mit mehreren Beispielen: Im Handwerk werden jährlich rund fünf Prozent Auszubildende ohne Schulabschluss beschäftigt. Sie erhalten die Chance, eine betriebliche Ausbildung abzuschließen. Defizite im schulischen Bereich werden vom Betrieb oft durch Nachhilfe in der Ausbildung ausgeglichen. Belegt ist auch, dass 44 Prozent der neuen Azubis Hauptschüler sind. In keinem anderen Wirtschaftsbereich erhalten so viele Jugendliche mit Hauptschulabschluss eine Chance wie im Handwerk. Viele Haupt- oder Realschulen bauen zudem auf die Kooperationen mit dem Handwerk. Ihre Absolventen sind dann begehrte Azubis. Entgegen kommt den Schulabgängern darüber hinaus, dass im Handwerk nicht nur Theorie, sondern die Lösung komplexer Probleme in der Praxis auf dem Lehrplan steht. Das Ziel heißt Gesellen- oder Meisterbrief, für ganz starke Schulabsolventen auch dualer oder gar trialer Studienabschluss mit Bachelor. So erhalte jeder die faire Chance, sich als Unternehmer auf eigenen Füßen zu stellen – gut vorbereitet, fachlich wie betriebswirtschaftlich, mit einer nachhaltigen Gründung in einem zukunftsträchtigen Beruf. Im Handwerk könne man den Betrieb in der Garage gründen, man kann aber auch einen etablierten Betrieb übernehmen und dort seine eigenen kreativen Ideen einbringen. Chancengleichheit bietet das Handwerk auch Studienaussteigern. Wer wechselt, ist später als Inhaber eines Meisterbriefs auch formal im deutschen Qualifikationsrahmen einem Bachelorabsolventen gleichgestellt und verdient im Schnitt keinen Cent weniger. Wer in der Schule noch als „Spätzünder“ galt oder keine Lust und zu wenig Motivation zum Lernen hatte, kann vom schwachen Hauptschüler zum Meister avancieren. Damit hält er sogar den Brief in der Hand, der ihm den Weg an die Universität ebnet. „Mehr soziale Durchlässigkeit als im Handwerk und dank der beruflichen Bildung geht nicht“, sagt Hans Peter Wollseifer. Die Mär von einer aus Sicht der Auszubildenden unzureichenden Ausbildungsqualität hat jetzt eine Untersuchung der TH Köln widerlegt. Betrieb, Arbeitsplatz, Praxisbezug der Ausbildung und Arbeitsatmosphäre bekommen gute Noten. Auch mit der Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten sowie den Aufgaben, die übertragen werden, sind die jungen Leute zufrieden. Das zeigt, dass die Betriebe Wert auf eine attraktive Ausbildung legen, mit der sie Bewerber anziehen können. Angesichts der weiter zurückgehenden Schulabgängerzahlen ein wichtiger Aspekt.

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