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10. Festliche Operngala -09.03.2019-

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10. Festliche Operngala

10. Festliche Operngala AM 23. MÄRZ IM OPERNHAUS DÜSSELDORF RHEINISCHE POST Opernstars singen für Menschen mit HIV/AIDS Zum zehnten Mal öffnet sich der Vorhang am 23. März für die Festliche Operngala für die Deutsche AIDS- Stiftung im Düsseldorfer Opernhaus. (rps) Es ist ein besonderes Jubiläum: Die Festliche Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung im Opernhaus Düsseldorf findet am Samstag, 23. März, um 19 Uhr zum zehnten Mal statt. Elf Opernstars haben sich für den Abend angekündigt, um zugunsten der Deutschen AIDS-Stiftung aufzutreten. Der Erlös aus Spenden und Eintrittsgeldern kommt Menschen mit HIV und AIDS in Nordrhein-Westfalen und im südlichen Afrika zu Gute. „Wir freuen uns sehr über das Jubiläum der Festlichen Operngala Düsseldorf. Mit den Erlösen aus den vergangenen neun Jahren in Höhe von 1,4 Millionen Euro konnte die Deutsche AIDS-Stiftung vielen Menschen mit HIV und AIDS individuell und durch die Förderung von Projekten Moderator Joachim Llambi FOTO: STEFAN GREGOWORIUS/RTL Hochkarärtige Opernstars zeigten bei der neunten Festlichen Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung ihr Können. In diesem Jahr geht die Veranstaltung für den guten Zweck in die zehnte Runde. FOTO: SUSANNE DIESNER helfen. Herzlich danken wir den auftretenden Künstlerinnen und Künstlern, dem Moderator Joachim Llambi sowie der Deutschen Oper am Rhein und allen Kuratoren, Sponsoren und Förderern für ihr wichtiges Engagement“, erklärt Dr. Kristel Degener, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung. „Die Gala ist quasi aus dem Stand heraus eine feste Institution geworden und leistet mit ihrem Erlös seit nunmehr zehn Jahren einen wichtigen Beitrag zu den Projekten der Deutschen AIDS-Stiftung. Musikalisch ist es immer ein Fest – wir haben in den vergangenen Jahren viele großartige Sängerinnen und Sänger aus aller Welt zusammen mit Mitgliedern unseres wunderbaren Ensembles im Dienst der guten Sache erleben dürfen und freuen uns schon sehr auf die diesjährige Jubiläumsgala“, fügt Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, hinzu. Zurecht, schließlich verspricht der Abend einiges an musikalischen Glanzstücken. Die Sängerinnen Angela Brower, Tara Erraught, Rosa Feola, Aurelia Florian, Federica Lombardi und Ruzan Mantashyan, die Sänger Yosep Kang, Levente Molnár, Levy Sekgapane sowie Bogdan Talos und Jorge Espino aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein gestalten den hochkarätigen Benefiz-Abend in diesem Jahr. Begleitet werden sie von den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung des italienischen Dirigenten Paolo Arrivabeni. Als Moderator führt Joachim Llambi durch das Programm: Er ist aus Fernseh-Shows wie „Let’s Dance“, „Jungen gegen Mädchen“ oder dem „ZDF-Fernsehgarten“ bekannt. Oberbürgermeister Thomas Geisel übernimmt erneut die Schirmherrschaft. Die künstlerische Leitung liegt bei Dr. Alard von Rohr. Mehr als 100 Sängerinnen und Sänger aus aller Welt sind seit der ersten Gala im Januar 2010 im Opernhaus Düsseldorf aufgetreten. Dabei waren international erfolgreiche Solisten und junge Stars wie Luca Pisaroni, Pretty Yende, Sonya Yoncheva, Olga Peretyatko, Angel Blue, Adela Zaharia oder Andreas Schager, die heute auf den weltweit bedeutendsten Bühnen gefeiert werden. Sie haben die Düsseldorfer Operngala zu einer Erfolgsgeschichte gemacht. Indem sie auf ihre Gage verzichten, stellen sie ihr Können ganz in den Dienst der guten Sache. Das Engagement der Besucher, Sponsoren, Kuratoren und Förderer der Festlichen Operngala wird auch im zehnten Jahr gebraucht: Der Reinerlös der Festlichen Operngala wird, wie in den vergangenen Jahren, in Stiftungshilfen in Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen und Mosambik fließen. Mit zwei Dritteln der Erlöse der vergangenen neun Jahre half die Stiftung in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen in Form von individuellen Hilfen für HIV-positive und an AIDS erkrankten Menschen und durch Projektförderungen. Die Stiftung unterstützte unter anderem ein Frühstücksangebot der Aidshilfe Düsseldorf, das neben einer gesunden Mahlzeit die Möglichkeit der Vernetzung und Beratung bietet. Durch die Operngala konnte die Hälfte der Stiftungshilfen in Nordrhein-Westfalen finanziert werden. In den vergangenen neun Jahren half die Stiftung in dem Bundesland mit insgesamt 1.934.269 Euro. Ein Drittel der Erlöse flossen in das DREAM-Programm in Mosambik. Die Unterstützung ermöglicht die medizinische Versorgung und Betreuung von HIV-positiven Schwangeren und verhindert so die Weitergabe des HI-Virus bei der Geburt. Unter dem Vorsitz von Dr. HINTERGRUND Eintrittskarten Eintrittskarten für die zehnte AIDS-Gala am 23. März im Opernhaus kosten zwischen 49 und 175 Euro, einschließlich eines Begrüßungsgetränks. Sie sind erhältlich im Opernshop Düsseldorf und an der Theaterkasse Duisburg, Telefon 0211–89 25 211 oder online über www.operamrhein.de. VIP-Karten zum Preis von 500 Euro schließen das Galadinner mit Künstlern und Ehrengästen im Anschluss an das Konzert im Opernhaus-Foyer ein. Sie sind nur direkt über die Deutsche AIDS-Stiftung unter Telefon 0228-60 469 0, oder per E-Mail an info@aidsstiftung.de zu bestellen. Dieter Haag Molkenteller, Vorstandsmitglied der Ceconomy AG, engagiert sich das Kuratorium der Festlichen Operngala in Düsseldorf für die gute Sache. Zu den Mitgliedern zählen Carsten Fritz vom Steigenberger Parkhotel Düsseldorf, Konditormeister Heinz-Richard Heinemann, Dr. Volker Leienbach vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V., Julia Piras, Bucherer 1888 in Düsseldorf, Prof. Dr. med. Elisabeth Pott und Dr. jur. Hans-Michael Pott und Dr. Jürgen Schröder von McKinsey & Company. Ermöglicht wird die Gala auch durch die Unterstützung der Ceconomy AG, des Verbands der privaten Krankenversicherung, des Medienpartners Rheinische Post sowie durch KPMG. Sprache als Schlüssel zur Integration Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft Migranten mit Beratung in ihrer Sprache. VON SEBASTIAN ZIMER Mit Ärzten über eine sexuell übertragbare Infektion oder überhaupt Sexualität zu sprechen, fällt oft nicht leicht. Noch schwieriger wird es, wenn man sich nicht verstehen kann. Sprachbarrieren führen oft dazu, dass Betroffene nicht sagen können, was ihnen auf dem Herzen liegt, oder dass wichtige Informationen nicht richtig aufgenommen werden. Wer schon einmal im Ausland medizinische Hilfe brauchte, kennt diese Unsicherheit. Für die meisten eine einmalige Erfahrung. Aber was, wenn man aus der Heimat geflohen ist und sich in einem fremden Land nicht ausdrücken kann? Mit Hilfe der Förderung durch den Verband der Privaten Krankenversicherung hilft die Deutsche AIDS-Stiftung Menschen mit Fluchtund Migrationshintergrund. Durch die finanzielle Unterstützung konnte die Aidshilfe Düsseldorf ihr Beratungsangebot für Migranten aufbauen. Mittlerweile wird es von der Stadt Düsseldorf und weiteren Geldgebern finanziert. Immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund suchen die Aidshilfe auf. Oft haben sie große Scham und Ängste. Leben sie noch nicht lange in Deutschland oder geht es um die Schilderung komplexer Lebensumstände, stehen sie vor einer sprachlichen Barriere. Rufin Kendall von der Aidshilfe Düsseldorf bietet spezielle Beratung für Menschen mit Migrationshintergrund an. FOTO:MICHAEL REUTER Die geschulten Mitarbeiter der Aidshilfe können Beratung auf Englisch und Französisch anbieten, bei anderen Sprachen wie Arabisch, Russisch oder dem in Eritrea und Äthiopien gesprochenen Tigrinja, sind sie auf Hilfe angewiesen. Um den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erleichtern, fördert die AIDS-Stiftung mit Unterstützung der PKV in Düsseldorf einen Dolmetscherfonds. „Um die individuellen Probleme der Menschen mit Migrationshintergrund zu verstehen und sie anschließend zu beraten und zu unterstützen, ist es schon ein Vorteil, neben der Sprache auch über Grundkenntnisse des kulturellen Hintergrunds zu verfügen“, sagt Rufin Kendall von der Aidshilfe Düsseldorf. Daher arbeitet die Beratungsstelle mit ausgebildeten Kultur- und Sprachmittlern. Das Angebot hilft Menschen wie Lamia O. (Name geändert). Vor einer Zwangsehe mit einem aggressiven älteren Mann war die 18-Jährige schwanger aus Guinea geflohen. Als sie wenige Wochen nach der Ankunft in der Erstaufnahmeeinrichtung zusammenbrach, wurde sie in die Notaufnahme der Düsseldorfer Uniklinik eingeliefert. Im Krankenhaus erfuhr sie von ihrer HIV-Infektion. Traumatisiert von den Erlebnissen in Afrika und der Flucht war die Diagnose für sie ein Schock. Besonders sorgte sie ZAHLEN Infektionen Das Robert Koch-Institut schätzt, dass Ende 2017 in Deutschland 86.000 Menschen mit HIV/AIDS lebten. In dem Jahr steckten sich 2.600 Menschen mit HIV an, 450 HIV-Infizierte starben. Etwa 11.200 Menschen wissen noch nicht von ihrer Infektion. Laut UNAIDS lebten 2017 weltweit etwa 36,9 Millionen Menschen mit HIV/AIDS. 1,8 Millionen infizierten sich neu, 940.000 starben an den Folgen. sich um ihr ungeborenes Kind. Sie glaubte, dass es ebenfalls HIV-positiv sein wird. Erst bei einem klärenden Gespräch mit einem Arzt und einem Dolmetscher wurde ihr klar, was HIV für sie bedeutet. Der einfühlsame Kultur- und Sprachmittler übersetzte, was der Arzt sagte; dass HIV kein Todesurteil ist und dass ihr Kind gesund zur Welt kommen kann, wenn sie der HIV-Therapie treu bleibt. Die Dolmetscher helfen auch, aus der Isolation zu kommen. So konnte ein arabischsprechender Jugendlicher an einem landesweiten Treffen für HIV-Positive in Begleitung eines Dolmetschers teilnehmen und sich mit anderen Betroffenen austauschen. „Zusammen haben wir schon vieles erreicht“ Dr. Kristel Degener und Prof. Christoph Meyer sehen die bisherigen Erfolge der Festlichen Operngala als Ansporn für die Zukunft. Am Anfang stand eine Idee: Die Veranstaltung einer Festlichen Operngala im Düsseldorfer Opernhaus als Benefizevent für die Deutsche AIDS-Stiftung. Die auftretenden Sängerinnen und Sänger verzichten auf ihre Gage und stellen ihre Stimmen in den Dienst der guten Sache. Die Festliche Operngala Düsseldorf hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der erfolgreichsten Veranstaltungen für die Deutsche AIDS-Stiftung entwickelt. Dieser Erfolg ist vielen Engagierten zu verdanken – nicht nur auf, sondern auch vor und hinter der Bühne: Neben bislang über 100 Solistinnen und Solisten aus aller Welt trugen in neun Jahren viele engagierte Menschen zum großartigen Gelingen bei. Von Herzen danken wir dafür allen beteiligten Künstlern, Moderatoren, Kuratoriumsmitgliedern, Sponsoren, Mitarbeitenden unserer Häuser und nicht zuletzt dem künstlerischen Leiter Dr. Alard von Rohr, der seit Beginn die Künstler gewinnt und das musikalische Programm gestaltet. Mit rund 1,4 Millionen Euro Erlösen der vergangenen neun Jahre konnte die Deutsche AIDS-Stiftung Menschen mit HIV/AIDS in Not in Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen und Mosambik helfen. Das Geld hat den betroffenen Menschen Hoffnung gegeben. In Mosambik konnten wir damit sogar vielen Kindern ein gesundes Leben schenken. Durch die Finanzierung von Medikamenten für HIV-positive Schwangere kann verhindert werden, dass sich das Virus auf ihre Babys überträgt. Zusammen haben wir schon vieles erreicht – das ist ein Ansporn für die Zukunft! Denn ein großes Problem bleibt die Diskriminierung von HIV-positiven Menschen. Die Angst vor Diskriminierung und fehlendes Wissen über die vorhandenen Therapien hält immer noch zu viele Menschen von einem HIV-Test ab. Daher fördert die Stiftung aus den Erlösen der Gala auch Projekte Freuen sich auf die zehnte Gala: Dr. Kristel Degener, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Deutsche AIDS-Stiftung; und Generalintendant Prof. Christoph Meyer. FOTO: H:-J: BAUER wie den Checkpoint der Aidshilfe Düsseldorf. Dort können sich Menschen anonym auf HIV testen lassen. Denn nur wer seinen HIV-Status kennt, kann bei einem positiven Test-Ergebnis auch schnell mit der lebensrettenden Therapie beginnen. Die Operngala Düsseldorf hilft, das Thema HIV/AIDS weiterhin im öffentlichen Bewusstsein zu halten. Dies bleibt notwendig, denn der Schutz vor HIV und das Leben mit der Infektion müssen mit jeder nachwachsenden Generation wieder neu thematisiert werden. Helfen Sie mit und setzen Sie mit Ihrem Besuch der Festlichen Operngala Düsseldorf ein Zeichen. Dr. Kristel Degener Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Deutsche AIDS- Stiftung Prof. Christoph Meyer Generalintendant Deutsche Oper am Rhein

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