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Ausbildungsbörse -27.02.2019-

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Ausbildungsbörse

SM-L2 C2 Morgenpost SOLINGER MORGENPOST MITTWOCH, 27. FEBRUAR 2019 Alte Holzbrücken werden ausgetauscht Die Jugendhilfe-Werkstatt baut Standardbrücken, die beim Austausch maroder Holzbrücken zum Einsatz kommen. VON UWE VETTER OHLIGS Der Baverter Bach nahe von Schloss Caspersbroich kann zurzeit aufgrund des niedrigen Wasserstandes bequem über Steine im Bachbett überquert werden, um trockenen Fußes das andere Ufer zu erreichen. Doch das ist nicht jedermanns Sache. Von daher wurde am Dienstag die zuvor als marode eingestufe Brücke durch eine neue ersetzt. Sechs Meter lang und knapp zwei Meter breit ist die neue Brücke, sie ruht auf Stahlträgern. Holzbohlen und ein Holzgeländer ermöglichen Fußgängern, Radfahrern, selbst Pferden samt Reitern den sichern Übergang des Baverter Bachs, der wenige Meter weiter in die Itter mündet. „Rein funktional“, sagt Peter Vorkotter, der kommissarische Leiter des Stadtdienstes Umwelt und Natur, mit Blick auf die Brücke, „und sie passt sich auch gut in die Landschaft ein“. Und sie ist relativ preiswert. Rund 15.000 Euro kostet die Brücke, die Hälfte davon zahlt das Land NRW. Solingen, Hilden und der Zweckverband Ittertal arbeiten beim Brückenschlag im Ohligser Waldgebiet Hand in Hand. Während die Brücke über den Baverter Bach noch eine niedersächsische Firma gebaut hat, sollen künftige Brücken von der Jugendhilfe-Werkstatt an der Brucknerstraße in Wald gebaut werden. „Die Brücken bestehen aus Modulbauweise. Wenn etwas repariert werden muss, kann man Teile schnell auswechseln“, sagt Peter Vorkötter. Gleich drei Wanderwege – Klingenpfad, Neandertalsteig und der Wanderweg rund um Wald – kreuzen die Baverter Brücke. Da Solingen auch ein Wanderparadies und von zahlreichen Bachtälern durchzogen ist, führen viele Wege über Bachläufe. Der Stadtdienst Natur und Umwelt unterhält von daher rund 50 Holzbrücken. Bachquerungen war früher häufig verrohrt, seit einigen Jahren wird jedoch auf Holzbrücken gesetzt – auch aus Umweltschutzgründen. „Etliche Brücken, rund ein Drittel, müssen aber nun erneuert werden“, sagt Revierförster Michael Conrads. Dafür wurde eine Standardbrücke entwickelt, die zukünftig überall Verwendung finden soll. „Wir wollen uns jeweils zwei Brücken im Jahr vornehmen und diese erneuern“, kündigt Peter Vorkötter an. Finanziell unterstützt wird der Brückenaustausch vom Land. Allerdings sind nicht die Städte berechtigt, Fördermittel zu beantragen. Vielmehr obliegt es den Zweckverbänden Ittertal und Naturpark Bergisch Land, für auf Solinger Stadtgebiet liegende Brücken Fördermittel zu akquirieren – und zu erhalten. Denn neben dem Baverter Bach wird nun auch vom Zweckverband Ittertal eine Brücke im Pilghauser Bachtal bei Untenpilghausen ersetzt. Der Zweckverband Naturpark Bergisch Land kümmert sich hingegen um eine neue Brücke am Hammersbach unterhalb der Sengbachtalsperre. Gestern wurde die neue Brücke über den Baverter Bach in Ohligs montiert. Fußgänger und Radfahrer, selbst Pferde samt Reiter können sie nutzen. FOTO: UWE VETTER Fördermittel vom Land gibt es auch für die Erneuerung der Strohner Brücke. Die ist seit Mitte 2016 für Fußgänger, Radfahrer und Pferde gesperrt. In diesem Frühjahr soll der Abriss der maroden Wupperquerung nahe des Tierheims erfolgen. Der kostet rund 165.000 Euro, die Kosten übernehmen die Stadtwerke Solingen als Alteigentümer. Für dieses Geld könnte die Jugendhilfewerkstatt theoretisch elf Holzbrücken à la Baverter Bach bauen. KOMMENTAR Funktionaler Brückenbau Äpfel kann man nicht mit Birnen vergleichen. Aber beim Blick auf die Standardbrücken aus Holz, die von der Jugendhilfe-Werkstatt gebaut werden, kommt der Gedanke, warum der Ersatz für die alte Strohner Brücke inklusive Abriss rund 890.000 Euro kostet. Die Strohner Brücke können Radfahrer, Wanderer und Reiter nutzen. Von Designerbrücke ist bei der Brücke nahe des Tierheims bereits die Rede, Spenden in Höhe von etwa 97.500 Euro wurden gesammelt. Auch hier fließen Fördergelder (290.000 Euro), der Eigenanteil der Stadt Solingen beläuft sich auf 260.000 Euro. Zugegeben: Die Strohner Brücke ist mit 49 Metern länger und von der Traglast anders einzustufen. Die Konzentration auf das rein Funktionale könnte aber auch dort Kosten reduzieren. uwv MELDUNGEN Pflegebedürftige: Zahl ist stark gestiegen SOLINGEN (red) Die Zahl der pflegebedürftigen Solinger steigt immer weiter an. Das teilt die Krankenkasse IKK classic mit und bezieht sich dabei auf aktuelle Zahlen des statistischen Landesamts. Waren 2011 noch 5118 Menschen pflegebedürftig, stieg die Zahl bis Dezember 2017 um 51,2 Prozent auf 7740. Grund sei nicht nur der demografische Wandel, sondern auch das zweite Pflegestärkungsgesetz. Dadurch seien mehr Menschen leistungsberechtigt. 75,4 Prozent der Pflegebedürftigen in Solingen werden laut IKK classic zu Hause gepflegt, 24,6 Prozent in einem Pflegeheim. So schützt man sich vor Datenklau im Internet SOLINGEN (red) Hassbotschaften oder intime Daten kursieren mitunter ungeschützt im Netz. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps für mehr persönliche Sicherheit im Internet. Nicht ratsam sei es, alles online zu stellen: Was einmal im Internet auftaucht, bleibe dort meist dauerhaft. Wer sich bei Online-Diensten anmeldet, sollte möglichst nicht alle abgefragten Daten preisgeben, neuen Apps auf dem Smartphone nicht mehr Berechtigungen als nötig erteilen. Was im Internet über eine Person veröffentlicht wurde, sollte man regelmäßig prüfen, in die Jahre gekommene Beiträge löschen. Es ist ratsam, Hassbotschaften im Netz zu melden. Zudem raten die Experten zu schwer zu knackende Passwörter. Hilfe, wie man Unternehmen aktiviert, um unliebsame Daten zu prüfen und zu löschen, bietet die Solinger Verbraucherzentrale am Werwolf 2. –Anzeige – –Anzeige – AUSBILDUNGSBÖRSE LASTMINUTE #READYTOSTART Deine Ausbildung bei TENTE TENTE ist eine erfolgreiche, weltweit agierende Unternehmensgruppe mit Sitz in Wermelskirchen. Über 1.500 Mitarbeiter arbeiten auf allen Kontinenten an der Herstellung und dem Vertrieb von Rädern und Rollen. FÜR UNSER AZUBI-TEAM SUCHEN WIR 2019 NOCH: • Fertigungsmechaniker/-in • Werkzeugmechaniker/-in • Stanz- und Umformmechaniker/-in • Fachkraft für Lagerlogistik • Elektroniker/-in für Betriebstechnik TENTE-ROLLEN GmbH Herr Lutz Theis, Ausbildungsleiter Herrlinghausen 75, 42929 Wermelskirchen Telefon: 02196 / 99 - 171, E-Mail: ltheis@tente.com Mit Handicap zur Ausbildung Was soll ich werden? Eine Frage, die jedes Jahr viele Jugendliche bewegt. Vor allem für Schüler mit einer Behinderung kann es schwierig sein, den richtigen Weg zur Ausbildung zu finden. Experten geben Ratschläge. VON ANKE DANKERS Feuerwehrmann, Profi-Fußballer, Astronaut – für kleine Kinder ist die Frage „Was will ich werden?“ oft ganz leicht zu beantworten. Wenn es Jahre später tatsächlich an die Berufswahl geht, fällt die Entscheidung schwerer. Zumal dann auch das „Was kann ich?“ in den Fokus rückt. Jugendliche mit Behinderung stehen bei der Berufswahl oft vor einer besonderen Herausforderung. 1. Die richtige Selbsteinschätzung: Die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen, hilft bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf. Das kann für Jugendliche mit Handicap zur Schwierigkeit werden, weiß Kevin Huhs, Reha-Berater der Agentur für Arbeit in Kiel. „Eine Behinderung ist für ganz viele Jugendliche ein schlimmes Übel, das sie natürlich am liebsten gar nicht hätten und deswegen kaschieren, verstecken oder davon ablenken“, erklärt er. Häufig würden auch Eltern dazu neigen, Behinderungen herunterzuspielen. Die Konsequenz: „Überschätzung, fehlende Einsicht und Ablehnung unserer Förderangebote sind an der Tagesordnung“, sagt der Berufsberater. Huhs empfiehlt, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein, die eigenen Stärken und Schwächen zu analysieren und für Alternativen offen zu bleiben. Oft eignet sich eine bestimmte Ausbildung besser als eine andere, etwa weil der Theorieanteil geringer ist. 2. Die richtige Vorbereitung: Eine gute Berufsorientierung beginnt schon während der Schulzeit. „Dabei können nicht nur das familiäre Umfeld und die Lehrkräfte unterstützen, sondern auch der Gegenüber ihrem Ausbilder können Jugendliche offen kommunizieren, wie im Berufsalltag am besten mit ihrer Behinderung umgegangen werden kann. FOTO: PHILIPPE VOISIN/PHANIE/DPA-TMN regional zuständige Integrationsfachdienst oder die Agentur für Arbeit“, so Matthias Münning, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe. Auch Tobias Schmidt von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke empfiehlt eine frühe Vorbereitung. „Es gibt Bundesländer, die haben Berufseinstiegsbegleiter. Die gucken auf den einzelnen Schüler, da ist es erstmal egal, ob er ein Handicap hat oder nicht.“ Schulen hätten oft ein gutes Netzwerk zu Integrationsfachdiensten, der Agentur für Arbeit oder anderen Experten. Insbesondere das Schulpraktikum kann Aufschluss geben, zu welchen Tätigkeiten der Schüler eine Affinität hat. 3. Der richtige Umgang mit dem Handicap: Manche Behinderungen sind offensichtlich, andere für den Gegenüber kaum zu erkennen. In jedem Fall empfehlen die Experten, offen damit umzugehen. „Vielfach sind Menschen mit Handicap Experten in eigener Sache und können Strategien benennen, wie im Ausbildungsalltag mit dem Handicap umgegangen werden kann“, erklärt Dennis Müller vom Integrationsfachdienst Minden. Kevin Huhs empfiehlt Jugendlichen, bereits im Bewerbungsprozess auf die Behinderung aufmerksam zu machen. Etwa, indem sie ein Zusatzblatt entwickeln, auf dem der Schüler seine Behinderung genauer beschreibt und darstellt, wie sich die Behinderung auf die Arbeit auswirken würde. Häufig spielt das Handicap aber eine unwesentliche Rolle, sind sich Kevin Huhs und Dennis Müller einig. 4. Die richtigen Unterstützungsangebote finden: Die Beratungsangebote rund um die Berufswahl sind zahlreich und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Grundsätzlich stehen die Berufsberater der Agentur für Arbeit, aber auch der Integrationsfachdienst, Berufseinstiegsbegleitungen, Coachingangebote über Landesprogramme sowie Integrations- und Inklusionsämter zur Verfügung. Wichtig ist, dass sich Betriebe und auch der Auszubildende kundig machen. (dpa)

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