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Beruf & Karriere -02.02.2019-

Beruf & Karriere

BERUF&KARRIERE MBA & MASTER SAMSTAG, 2. FEBRUAR 2019 RHEINISCHE POST STUDIENWAHL Lohnt sich der Master? Studiengang für Juristen und Betriebswirte Für einige Berufe ist der Masterabschluss Pflicht, in anderen Branchen sorgt er für höhere Einstiegsgehälter oder bessere Jobchancen. Studierende sollten sich deshalb gut überlegen, wie es nach dem Bachelor weitergeht. VON BRIGITTE BONDER Für einige Berufe ist der Masterabschluss Pflicht, in anderen Branchen sorgt er für höhere Einstiegsgehälter oder bessere Jobchancen. Viele Bachelor-Absolventen denken nach ihrem Abschluss über ein Masterstudium nach. Je nach Studienfach oder Karriereziel lohnt sich diese Investition. „Für manche Berufe ist ein Master- beziehungsweise ein vergleichbarer Abschluss Voraussetzung, beispielsweise bei Lehrern, Psychotherapeuten oder für Jobs im höheren Dienst der öffentlichen Verwaltung“, betont Professor Dr. Christian Rüttgers, Masterstudienleiter des Hochschulzentrums Essen der FOM Hochschule. Generell ist der Master das Signal für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Problemstellungen des Faches und das Erwerben besonderer Methodenkenntnisse. „Detailliertere Fachkenntnisse, der Blick über den Tellerrand der eigenen Disziplin sowie fortgeschrittene Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten qualifizieren besonders für analytische und strategische Aufgaben, für Führungsstellen und Jobprofile in größeren Organisationen oder Beratungstätigkeiten“, erklärt Professor Rüttgers. „Nach meiner Einschätzung werden im Zuge der Digitalisierung insbesondere die methodischen Kenntnisse der Masterausbildung, wie die statistische Analyse von Daten, noch wichtiger werden.“ Denn der Arbeitsmarkt braucht Personen, die aus den unzählig vorhandenen Daten sinnvolle Schlüsse ziehen können. Wer in der Wissenschaft arbeiten möchte, kommt ohne Masterabschluss ebenfalls nicht weiter. „Er ist Voraussetzung für eine Promotion, die den Einstieg in die wissenschaftliche Laufbahn ermöglicht“, erklärt Professor Dr. Christoph J. Börner, Prorektor für Studienqualität und Personalmanagement der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ein Beispiel ist der Masterstudiengang Moleku- Viele wissen nicht, ob sie nach drei Jahren Bachelorstudium noch weitere Semester an der Hochschule verbringen wollen. Jedoch verbessert ein Master in vielen Bereichen die Jobperspektiven, weshalb sich das Durchhalten in der Regel auszahlt. FOTO: GETTY IMAGES/WAVEBREAKMEDIA lare Biomedizin. „In diesem stark forschungsorientierten Studiengang werden aktuelle Inhalte und Fragestellungen der Grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung aus Biologie und Medizin miteinander verbunden.“ Studierende erwerben aufbauend auf ihrem naturwissenschaftlichen Bachelorstudium Grundlagenwissen über medizinische Probleme und lernen modernste Methoden der molekularen Biomedizin kennen. Im Master vertiefen die Absolventen zum einen ihr Fachwissen, bauen aber auch ihre persönlichen Stärken weiter aus. „Die vorgesehenen vier Semester sollten Masterstudenten für die Selbstreflexion und die berufliche Orientierung nutzen“, rät Dr. Ilke Kaymak, Leiterin Career Service an der Heinrich-Heine-Universität. Auch durch den Erwerb weiterer Schüsselqualfikationen beispielsweise im Bereich Sprache, Kommunikation oder Wer in der Wissenschaft arbeiten möchte, kommt ohne Master nicht weit Teamfähigkeit legen sie das Fundament für eine erfolgreiche Karriere. „Generell ist die Höherqualifizierung eine wichtige Tendenz“, erklärt die Expertin. „Daher ist der Master in vielen Bereichen karrieretechnisch sinnvoll.“ Ob Masterabsolventen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, ist branchen- und konjunkturabhängig. „Eine Studie des Deutschen Industrie- und Handwerkskammertag lässt jedoch eine gewisse Skepsis der Arbeitgeber gegenüber Bachelorabsolventen erkennen, was für die Aufnahme eines Masterstudiums spricht“, betont Professor Christoph J. Börner. „Außerdem schlägt sich die Höherqualifizierung oftmals in besseren Aufstiegschancen und einem im Durchschnitt höheren Einstiegsgehalt nieder.“ Nicht selten verdienen Absolventen mit einem Masterabschluss mehr als die mit einem Bachelor. „Insbesondere in öffentlichen oder kommunalen Einrichtungen gibt es formale Kriterien für die Einordnung neuer Mitarbeiter in Tarifgruppen“, weiß Dr. Ilke Kaymak. Ähnlich sieht es bei größeren Konzernen oder Unternehmen, die an Tarifstrukturen gebunden sind, aus. „Absolventen mit Masterabschluss werden häufig direkt in höhere Tarifgruppen eingeordnet.“ In kleineren Unternehmen stehen zumeist die fachliche und persönliche Kompetenz im Vordergrund, das Gehalt sollte daher gut verhandelt werden. „Verschiedene Studien zeigen, dass es im Schnitt einen Unterschied zwischen zehn und 15 Prozent beim Gehalt zwischen Bachelor- und Masterabsolventen gibt“, weiß Kaymak. Das lässt sich jedoch nicht für alle Branchen verallgemeinern. Wer unschlüssig ist, ob sich ein Master lohnt, kann sich beispielsweise im Career Service der Universität beraten lassen. Die Motivation für weitere Lernen sollte jedoch vorhanden sein. „Wer sich nur mit Hängen und Würgen durch das Bachelorstudium gequält hat, der ist im Masterstudium wahrscheinlich nicht gut aufgehoben“, warnt Professor Dr. Rüttgers. „Aber all jenen Bachelorabsolventen, die Freude am Erststudium hatten und sich den Master zutrauen, möchte ich die Einschreibung unbedingt empfehlen.“ Professor Dr. Christian Rüttgers ist Masterstudienleiter des FOM-Hochschulzentrums Essen. INFO Hier werden Studenten beraten Anlaufstelle Der Career Service der Studierendenakademie der Heinrich-Heine-Uni ist für Studierende aller Fakultäten die Anlaufstelle an der Universität für Fragen rund um den Berufseinstieg, die Bewerbung und die Karriereplanung. Neben offener Beratung können auch individuelle Termine vereinbart werden. www.studierendenakademie. hhu.de Beratung Die FOM bietet bundesweit über 150 Studienberater/-innen, die persönlich, FOTO: FOM telefonisch oder per E-Mail Fragen rund um das Studium beantworten. www.fom.de/studienberatung Messe Am 17. Mai findet die Master Messe Düsseldorf im Boui Boui Bilk an der Suitbertusstraße 149 statt. Sie ist ein „All-in-One“-Informationsevent für alle, die sich für ein weiterführendes Studium interessieren. Der Eintritt kostet fünf Euro, bei Online-Anmeldung ermäßigt drei Euro. www.master-and-more.de/ master-messe-duesseldorf (tmn) Wer sich beruflich auf Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen spezialisieren möchte, hat ab dem Sommersemester 2019 in Köln die Chance, das mit einem speziellen Master zu tun. Der berufsbegleitende Studiengang „Master of Liability, Risk and Insurance“ ist eine Kooperation der Rheinischen Fachhochschule (RFH) und der Deutschen Gesellschaft für Vermögensschadenhaftpflicht (DGVH). Studierende sollen hier fundierte Kenntnisse im Bereich des Versicherungsund Haftungsrechts erwerben. Das Programm richtet sich an Juristen, Betriebswirte, Absolventen aus Studiengängen im Versicherungswesen oder mit vergleichbaren Abschlüssen. Bafög rechtzeitig beantragen (tmn) Auch in einem Masterstudium können Studierende eine Bafög-Förderung bekommen. Damit diese nach dem Bachelor nahtlos weitergeht, müssen Studierende den Antrag spätestens im ersten Monat des Masters einreichen, erläutert das Magazin „Unicum“. Studierende sollten dann unter anderem die Immatrikulationsbescheinigung für den Master an das Bafög-Amt schicken sowie eine Bescheinigung der Hochschule, dass alle Prüfungsleistungen des Bachelorstudiums bestanden sind. Neuer Master Gerontologie (tmn) Die Katholische Hochschule (KH) Freiburg bietet von 2019 an den berufsbegleitenden Masterstudiengang Angewandte Gerontologie an. Dabei kooperiert sie mit der Hochschule Mannheim und der Katholischen Stiftungshochschule München. Das erste Modul startet im März. Beruf & Karriere Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Geschäftsführer: Johannes Werle, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Matthias Körner, Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Anzeigen Verkaufsleiter: Sven Retz, Rheinische Post Medien GmbH, Tel. 0211 505-2863, E-Mail: stellenmarkt@rheinische-post.de, Redaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Monschauer Straße 1, 40549 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Sarah Schneidereit, Tel. 0211 528018-34, redaktion@rheinland-presse.de Rheinische Post (Düsseldorf) ET: 2.02.2019 Gestalte Deine Zukunft. Nachhaltig. 15 JAHRE EXECUTIVE MBA EST. 2004 Erweitere Deine Berufsperspektiven mit einem unserer 16 wissenschaftlichen Masterstudiengänge. www.h-brs.de/studium Individuell Innovativ Interaktiv www.emba.rwth-aachen.de Näher am Leben Mein Fernstudium an der HFH Berufsbegleitend studieren an der HFH Düsseldorf: • Betriebswirtschaft (M.A.) • General Management (MBA) • Wirtschaftsingenieurwesen (M.Sc./M.Eng.) • Wirtschaftsrecht online (LL.M.) hfh-düsseldorf.de

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