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Camping - zuhause und unterwegs -16.02.2019-

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Camping - zuhause und unterwegs

ENJOY THE DOLCE VITA R-SP3 B6 Sport RHEINISCHE POST SAMSTAG, 16. FEBRUAR 2019 DSV-Adler holen Silber im Teamspringen Der zuletzt schwächelnde Richard Freitag lässt die deutschen Skispringer bei der WM-Generalprobe glänzen. VON PATRICK REICHARDT WILLINGEN (dpa) Zufrieden lauschten die DSV-Adler um Lokalmatador Stephan Leyhe den Party-Klassikern von Mickie Krause, dann feierten sie ihren Podestplatz mit den rund 15.000 Zuschauern in Willingen. Wenige Tage vor dem Beginn der Nordischen Ski-WM in Seefeld in Tirol haben die Skisprung-Schützlinge von Bundestrainer Werner Schuster Platz zwei im Teamwettbewerb eingefahren und sich dabei nur den überragenden Polen geschlagen geben müssen. „Es war ein solides Teamspringen. Es waren mehrere Teams nicht auf der Höhe, nur Polen war voll auf der Höhe“, befand Schuster am Freitag und gratulierte „zu einem verdienten Sieg“. In der Besetzung Karl Geiger, Richard Freitag, Markus Eisenbichler und Leyhe fehlten am Ende rund 44 Meter auf die Polen von Trainer Stefan Horngacher, der als heißester Anwärter für die Nachfolge des scheidenden Coaches Schuster gilt. Vor allem der zuletzt kriselnde Freitag stach mit Flügen auf 135,5 und 141,5 Meter aus dem DSV-Team heraus. „Richard war ein Lichtblick. Er arbeitet fleißig seit Wochen. Bei ihm war es ein Riesenschritt“, lobte Schuster. Auch der Sachse selbst war mit seinen Flügen zufrieden. „Es hat Spaß gemacht. Ich hatte ein gutes Gefühl und ich versuche einfach, daran anzuknüpfen“, erklärte Freitag. Vor dem Heim-Weltcup im Upland hatte der Vorjahres-Ge- Richard Freitag springt im ersten Durchgang von der Mühlenkopfschanze im hessischen Willingen. FOTO: ARNE DEDERT/DPA INFO So geht es in Willingen weiter Samstag Einzelwettkampf – ab 16 Uhr erster Wertungsdurchgang; anschließend Finaldurchgang. Sonntag Einzewettkampf – ab 14.15 Uhr Probedurchgang; 15.15 Uhr erster Wertungsdurchgang anschließend Finaldurchgang. samtzweite sein WM-Ticket noch nicht sicher gelöst, Freitag machte immer wieder einen Schritt nach vorne und dann wieder zwei zurück. Dank seiner Flüge am Freitag distanzierte das DSV-Team die restliche Konkurrenz deutlich, Rang drei belegte auf der Mühlenkopfschanze Slowenien. Der Traditionsweltcup in dem beschaulichen 6000-Einwohner-Örtchen, bei dem über das ganze Wochenende rund 50.000 Zuschauer erwartet werden, ist für die Top-Springer auch stimmungsmäßig ein Gradmesser. „Es ist der Hammer, wir kommen immer gerne her. Es ist eine unglaubliche Stimmung hier“, sagte Geiger. Mit einem Festzelt, diversen Musikauftritten und einem satten Rahmenprogramm haben die Willinger den Weltcup immer mehr zu einem Party-Ereignis ausgebaut. Am Samstag (16 Uhr) und Sonntag (15.15 Uhr) stehen zwei weitere Einzel auf dem Programm, am Montag will der Deutsche Skiverband (DSV) dann das Team für die WM in Seefeld nominieren. Fest mit einer Nominierung rechnen darf auch Olympiasieger Andreas Wellinger, obwohl er für den Teamwettbewerb kurzfristig gestrichen wurde. Wellinger hatte zuletzt große technische Probleme und wartet schon seit November auf einen Top-Fünf-Platz. Schuster blickt positiv auf die Titelkämpfe in Tirol. „Es hat nicht alles geklappt, aber das Potenzial in unserer Mannschaft ist sehr hoch. Dann werden wir auch eine gute Mannschaft für Innsbruck zusammenkriegen“, sagte der Österreicher. MELDUNGEN FUSSBALL Ribéry: „Mache im Privatleben, was ich will“ PARIS (dpa) Franck Ribéry hat sich zur Goldsteak-Affäre geäußert. „Ich mache in meinem Privatleben, was ich will“, sagte der Fußballprofi des FC Bayern München der französischen Sportzeitung „L‘Equipe“ und forderte, man solle ihn als Fußballer beurteilen. In erster Linie interessiere die Leute seine Leistung auf dem Platz und nicht „zu wissen, was ich esse“. Ribéry war nach der Berichterstattung über ein teures, mit Blattgold überzogenes Steak, das ihm während seines Urlaubs im Emirat Dubai in einem Edel-Steakhaus serviert worden war, heftig kritisiert worden und hatte darauf mit heftigen Beleidigungen gegen Fans und Medien reagiert. FUSSBALL Südamerikaner wollen WM 2030 ausrichten SANTIAGO DE CHILE (dpa) Chile hat sich der gemeinsamen Bewerbung von Argentinien, Uruguay und Paraguay zur Austragung der Fußball-WM 2030 angeschlossen. Die sogenannte Jahrhundert-WM soll an die erste Weltmeisterschaft des Profi-Fußballs von 1930 in Uruguay erinnern. Interesse an dem Turnier 2030 hatten bereits England, Wales, Schottland, Nordirland und Irland geäußert. Einen entsprechenden gemeinsamen Bewerbungsplan gibt es auch von Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Serbien. Die Entscheidung über den WM-Gastgeber trifft der Fifa-Kongress in der Regel acht Jahre vor dem Turnier. Campingzuhause und unterwegs MIT WOHNWAGEN ODER CAMPINGMOBIL AUF REISEN GEHEN RHEINISCHE POST Karmann +Forster Vertragspartner in Düsseldorf und Umgebung VERKAUF•VERMIETUNG •ERSATZTEILE Reisemobile schrumpfen wieder Das Angebot an kompakten Wohnmobilen wächst. Hersteller werben mit gleichem Komfort auf weniger Platz. Besuchen Sie unsere große Reisemobil- und Wohnwagen-Ausstellung. Aktuelle Neufahrzeuge aus Modelljahr 2019. Gepflegte Gebrauchtwagen und Abverkauf der 2018 Modelle. Die weiteste Anfahrt lohnt sich! Autohaus Süper Inh. Thomas Süper Ihr Ansprechpartner Nr.1 im Raum Düsseldorf www.fiat-sueper.de Bonner Straße 181–183 40589Düsseldorf 02 11/68 85 07-13 Neue Modelle 2019 sind da! Frühjahrsmesse am 9. +10. März! Am Pannofen 75– 77 47608 Geldern, Tel.:028 31-9 10 28 20 www.gelderland-mobile.de ALLES AUS EINER HAND Verkauf und Vermietung von Wohnmobilen sowie kompetenter Kundendienst aller Marken. www.camper-nrw.de Camper NRW ist eine Marke von Hartmann GmbH, Alfred-Nobel Str. 7, 41515 Grevenbroich VON STEFAN WEISSENBORN Weniger ist mehr, oder wie es Bayram Koc ausdrückt: „Das Entscheidende ist nicht die Größe, sondern das Wesentliche ist entscheidend.“ Koc ist Geschäftsführer der Kaiser Fahrzeugbau im westfälischen Ascheberg und hat vor einigen Jahren den Trend zur Schrumpfkur, zu immer kleineren Fahrzeugen erkannt, der auch die Reisemobil- und Caravanbranche erreicht hat. Noch 2015 war Koc mit Prototypen des Teardrop Caravan unterwegs, bis 2016 das erste handgefertigte Verkaufsmodell fertig war: ein tropfenförmiger Wohnwagen in den Abmessungen eines Kleinstwagens und damit weitaus kompakter als gewöhnliche Wohnwagen. Diese wie auch Wohnmobile werden immer kleiner. Beim Caravaning Industrie-Verband (CIVD) verzeichnet man schon seit Jahren, dass immer kompaktere Fahrzeuge angeboten werden, doch laut Geschäftsführer Daniel Onggowinarso spitzt sich der Trend zu. „Die Leute wollen im Urlaub zusehends den Roadtrip-Charakter und nicht mehr so lange an einem Ort bleiben. Dazu eignen sich vor allem kompaktere Fahrzeuge, die einfacher zu handeln sind.“ Kocs konkrete Idee ist indes uralt: Die Teardrop-Form gab es schon in den Vierzigern in den USA. Neu ist aber: Kaiser Fahrzeugbau sei der erste Hersteller, der das Konzept in Deutschland verwirklicht. Es Seinen VW Caddy Maxi rüstet Hersteller Reimo auf kleinem Raum mit einer ausziehbaren Kocheinheit aus und folgt damit dem Trend hin zur Kompaktheit. FOTO: ACHIM HARTMANN/DPA gibt mit dem Kulba Teardrop noch einen ähnlichen Hänger – die Kochzeile ebenfalls unter der Heckklappe – doch wird dieser mit 3,34 Meter Länge ebenfalls sehr kompakte Wohnwagen in Lettland produziert. Mit dem Mini K Family aus Tschechien und dem Caretta 1500 aus der Türkei gibt es weitere Modelle. Ein Leichtgewicht ist der leer 470 Kilogramm wiegende Steeldrop mit Edelstahlaußenhaut. Auch alteingesessene Hersteller greifen den Kompakttrend auf. So hat Adria den Aviva 360 DD ab 11.900 Euro im Programm – mit Außenlänge von 4,14 Meter ohne Deichsel, leer 740 Kilogramm schwer, drei Schlafplätze, Kassetten-Toilette und Duschwanne sind dabei.Dethleffs Caravan-Zwerg Coco ist etwas größer. Die Marke wirbt mit einer Aufbaulänge von 4,60 Meter. Der mit 18.800 Euro und einem Leergewicht von gut 700 Kilogramm gelistete Wohnwagen bietet zwei Schlafplätze, darüber hinaus Wohnraum und Bad, das allerdings nur aus einem platzsparenden Kippwaschbecken und einer Kassettentoilette besteht. Auch der Touring von Eriba, ein Modell im Retro-Look, bleibt unter der Marke von fünf Metern und bietet bis zu vier Schlafplätze. Laut CIVD verzichten die kleinen Wohnwagen vor allem bei den Traditionsmarken auf kaum etwas, was es nicht auch in größeren Modellen gibt. „Der kleinere Raum bedeutet keinen Verzicht“, sagt Onggowinarso. Auch im Vanbereich habe sich einiges getan. So kommen immer mehr Basisfahrzeughersteller hinzu. Das zeigt auch der Pössl-Umbau des Citroën Spacetourer mit Aufstelldach, Campster getauft, als Alternative zum 7500 Euro teureren VW California. Bei Fiat muss nicht mehr alles auf dem Ducato basieren, auch den Talento im Kleinbusformat gibt es als Camper von Karmann Mobil. Nissan bietet den mit fünf Metern gleich langen Lieferwagen NV300 als campingtauglichen Michelangelo mit Bettmodul und Küchenzeile. Den mit gut 4,50 Meter ultrakompakten Nissan Evalia findet man als Umbau allerdings nur bei kleinen Spezialfirmen. Einen Grund, aus dem sich die Wohnmobile auf Van-Basis wachsender Beliebtheit erfreuen, sieht Onggowinarso auch in ihrer doppelten Nutzbarkeit: „Sie taugen anders als große Reisemobile für den Alltagseinsatz – die Kinder von der Schule abholen, den Wochenendeinkauf erledigen.“ Und auch eine Fahrzeuggattung tiefer wächst das Camping-Angebot: VW bewirbt den 4,53 Meter kurzen Caddy Beach mit Liegen und Außenzelt als „kleine mobile Ferienwohnung“. Auf Basis des 30 Zentimeter längeren Caddy Maxi als Ausbau von Reimo bekommt man dann auch noch Kochgelegenheit, Waschbecken, Tisch und Schränke dazu. Ebenfalls bei Spezialfirmen zu bekommen: Nachrüstsets mit Bett, Schränken und Kochmodulen für den Kofferraum von Minivans wie dem VW Touran. Die dänische Firma Wide Path Camper kommt auch Radlern entgegen: Das gleichnamige Gefährt ist ein von 1,50 Meter auf 2,80 Meter ausziehbarer, 45 Kilogramm wiegender Miniwohnwagen fürs Fahrrad, der ein zwei mal ein Meter messendes Bettmodul bietet, das zu Bank und Esstisch umfunktioniert werden kann. Das optionale Küchenpaket enthält Ofen, Kühlbox, Spülschüssel und einen faltbaren Wassertank, auch Solarzellen und USB-Buchsen gibt es.

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