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Handwerk & Wohnen -20.02.2019-

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Handwerk & Wohnen

KR-L6 C6 Krefelder Kultur RHEINISCHE POST MITTWOCH, 20. FEBRUAR 2019 Urlaubsgefühle in der Alten Post Der Verein Kunst und Krefeld zeigt in der Alten Post Reisezeichnungen aus Südeuropa von sechs Krefelder Künstlern. VON SVEN SCHALLJO Paula Bärenfänger ist ein Name, der auch in der Kunstwelt vergleichsweise unbekannt ist. Doch in der Ausstellung des Vereins Kunst und Krefeld e.V., die am Sonntag in der Alten Post eröffnet, stehen die Werke der Krefelderin, die zumeist vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden (sie starb 1953), im Mittelpunkt. Bärenfänger wurde 1884 in Krefeld geboren und erkrankte schon im Kindesalter schwer, wodurch sie zeitlebens an den Rollstuhl gefesselt und weitgehend gelähmt war. Trotzdem lernte sie an der Düsseldorfer Kunstakademie und machte das Malen zu ihrem Lebensmittelpunkt. „Aus gesundheitlichen Gründen zog sie etwa 1914 nach Italien und malte dann vor allem, was sie aus dem Fenster sah“, erzählt Kuratorin Dr. Beatrix Vater-Dobberstein. Diese Sichtweise verkörpert sich auch in einigen der Werke Bärenfängers. Sie malte eine Art Karten, die aufgeklappt werden können. Der Deckel ist dabei als Rahmen gehalten und zeigt mal Säulen, mal Weinreben oder ähnliche Objekte im Bildvordergrund, während auf der Innenseite die Landschaft hinter dem Fenster abgebildet ist. Diese Anordnung spiegelt nicht nur die Sicht der Künstlerin, in der sie die Welt wahrnahm, eben stets durch einen Fensterrahmen oder von einem Balkon wider, sie sorgt auch für eine Art 3-D-Effekt. Kuratorin Dr. Beatrix Vater-Dobberstein und Betina Hahn (v.l.) zeigen eines der Werke von Paula Bärenfänger. „Weil sie das dortige Klima besser vertrug, blieb sie in Italien, zog aber oft um, um stets neue Motive für ihre Bilder zu haben“, berichtet die Kuratorin des Krefelder Vereins. Die Werke Bärenfängers bilden ein Zentrum der aktuellen Ausstellung, auch wenn sie nicht im eigentlichen Sinne Reisezeichnungen sind, schließlich lebte die Künstlerin fest in südlichen Gefilden. Zeitlich sind ihre Werke vor denen der anderen Maler angesiedelt. Hans Aeberli, Gustav Fünders, Wilhelm Holzhausen, Hellmut Seegers und Heinrich Verleger hatten ihre Schaffenszeit sämtlich nach dem Krieg und bebilderten den Aufbruch der Deutschen in die neue Freiheit mit Reisen in den Süden in der Wirtschaftswunderzeit. Fünders war überdies der Großvater von Betina Hahn. Sie bezeichnet sich selbst als „Mädchen für alles“ im Verein und hat viel von ihrem künsterlischen Ahnen zu erzählen. „Mein Opa hat in höherem Alter zunehmend ins Dunkle gegriffen. Seine Frau ist mit 57 Jahren an Krebs gestorben. Die Trauer zeigte sich in seinen Bildern“, sagt sie. So auch auf einem, das recht prominent in der Vitrine im Mittelpunkt des Raums ausgestellt ist. Dieses Bild von Gustav Fünders zeigt eine Promenade Venedigs. In den düsteren Farben der schwarzen Filzstiftzeichnung zeigt sich auch die Trauer des Künstlers über den frühen Tod seiner Frau. RP-FOTOS (2): LAMMERTZ Die schwarze Filzstiftzeichnung wirkt bedrückend und bedrohlich, zeigt aber eigentlich das Ziel vieler Urlaubersehnsüchte. Dargestellt ist nämlich eine Promenade von Venedig. Auch einige der weltberühmten Gondeln sind bei genauem Hinsehen auszumachen. Bis zum 31. März ist die Austellung „Reisezeichnungen“ in der Alten Post zu sehen. Eröffnet wird sie am Sonntag (24. Februar) um 11.30 Uhr. Mittwochs und donnerstags ist sie von 15 bis 18, sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Ab April folgt dann die Präsentation von Werken Marianne Hilgers’, die vordringlich mit Mosaiken arbeitete. Handwerk & Wohnen ELEKTRIZITÄT RHEINISCHE POST Blitzschutz fürs Haus An besonders aktiven Tagen können in Deutschland über 100.000 Blitze entstehen. Mancher schlägt in einem Haus ein. Das muss nicht sein. Ein Haus ist nicht nur gefährdet, wenn der Blitz direkt einschlägt. Sondern selbst, wenn dieser in einem Kilometer Entfernung auf den Boden trifft, kann die Spannung über Elektro- und Stromleitungen, Gas- und Wasserrohre in ein anderes Haus geleitet werden. Darauf weist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hin. Hier explodieren oder verbrennen dann Elektroinstallationen, Heizungsrohre bersten. Manchmal bricht im Dachstuhl bei einem Einschlag des bis zu 30.000 Grad heißen Blitzes auch Feuer aus. Schützen kann man das Haus auf zwei Weisen: Außen Der Blitzschutz am Gebäude fängt Blitze ab, bevor sie im Gebäude einschlagen und leiten die Energie in den Boden ab. Aber ein einfacher Blitzableiter auf dem Dach und ein Draht an der Fassade als Erdung schützen das Gebäude von außen oft nicht ausreichend. Besser sind Fangstangen in Verbindung mit Maschennetzen, erklärt der Bauherren-Schutzbund. Sie verhindern, dass ein Blitz in herausragende Teile des Hauses einschlägt, etwa den Schornstein und Satellitenschüsseln. Wichtig ist laut BBK, dass alle metallenen Aufbauten am Haus wie Schneefanggitter, Entlüftungsrohre und Dachgauben mit der Blitzschutzanlage verbunden sind. Innen Der innere Blitzschutz des Gebäudes verbindet alle Bauteile aus Metall an der Stelle, wo sie in das Gebäude eintreten mit der Hauptschiene der Erdung. Das betrifft Gasund Wasserleitungen sowie Heizungsrohre, aber auch die grün-gelben Leiter der Stromversorgung sowie sonstige Stahlkonstruktionen. So wird die Blitzenergie vom Netz abgeleitet, was Schäden an der Technik verhindert. Daneben werden Überspannungen in der Hauselektronik verhindert, indem zum Beispiel kleine Module in den Zähler der zentralen Stromversorgung eingesetzt werden, erklärt der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik. Zusätzlich gibt es Überspannungsableiter in Form von Adaptern für die Steckdose, die direkt vor die Elektrogeräte geschaltet verhindern, dass die Überspannung in diese gelangt. Richtiges Verhalten im Haus: Bei Gewitter sollte man einem Gebäude ohne Blitzschutz nicht duschen und nicht baden. Zur Sicherheit sollte man zudem alle elektrischen Geräte vom Strom nehmen oder einen Überspannungsschutz verwenden. Weiterer Rat: Fenster, Roll- und Fensterläden schließen und sich von ungeschützten Öffnungen fernhalten. Handys und schnurlose Telefone hingegen können gefahrlos verwendet werden, erklärt der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik. Dramatische Situation: Wer sein Haus außen und innen nicht ausreichend vor Blitzeinschlägen schützt, muss bei einem Gewitter mit großen Schäden rechnen. FOTO: MARCUS FÜHRER/TMN Besuchen Sie unsere Ausstellung! FLIESEN. FÜR SIE. FÜR IMMER. SERVICESTARK! 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