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Hückeswagener Schulranzen-Treff 30.01.2019-

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Hückeswagener Schulranzen-Treff

HU-L2 D2 Hückeswagen BERGISCHE MORGENPOST MITTWOCH, 30. JANUAR 2019 Emoto – Wissenschaft ist nicht beliebig Ein halbes Jahr nach dem Emoto-Experiment im BWL-Kursus am Berufskolleg diskutierten jetzt zwei Neurowissenschaftler mit den Schülern. VON WOLFGANG WEITZDÖRFER HÜCKESWAGEN Im September 2018 hatte der stellvertretende Schulleiter des Berufskollegs, Dr. Alexander Geist, in seinem BWL-Kursus auf humorvolle Art und Weise ein Experiment gestartet. Das Reisexperiment des japanischen Parawissenschaftlers und Alternativmediziners Masaru Emoto (1943-2014) sollte den Schülern vermitteln, wie sich der gegenseitige Umgang miteinander auf das Zusammensein, die Zusammenarbeit und das Wohlbefinden auswirkt. Die Schüler hatten zwei Marmeladengläser mit Reis gefüllt. Das eine Glas wurde positiven Gefühlen – Lob, Anerkennung, „warme Worte“ – ausgesetzt, das andere negativen – Tadel, Wut, Schimpfen. Nach Emoto würde der Reis, der gelobt wird, weniger stark und schnell schimmeln. Klar war, dass das Experiment weniger wissenschaftlichen Kriterien standhalten, als vielmehr die Bedeutung von gegenseitiger Wertschätzung verdeutlichen sollte. Von den Emoto-Versuchen am Berufskolleg erfuhren auch Juli Tkotz und Lars Dittrich. Tkotz macht derzeit an der Uni Düsseldorf ihren Master in Neurowissenschaften, Dittrich ist promovierter Neurowissenschaftler aus Köln, der sich nach seiner wissenschaftlichen Karriere in der Wissenschaftskommunikation betätigt. Beide haben sich mit Emoto selbst lange beschäftigt. Am Dienstag tauschten sie sich mit den Hückeswagener Schülern über den korrekten Aufbau eines solchen Experiments in einem Statistik-Workshop aus. Grundsätzlich habe er mit der Einladung einen Spagat gehen wollen, sagt Geist. „Und zwar den zwischen der Grundneugier, über Dinge nachzudenken, und einer Grundskepsis gegenüber pauschalen Aussagen zu diesen Dingen, die man vor allem im Social-Media-Stammtisch zu hören bekommt“, sagt der Berufskolleg-Lehrer. Das sei auch die Intention Tkotz‘ und Dittrichs, die das Emoto-Experiment ihrerseits unter möglichst wissenschaftlichen Bedingungen nachgestellt hatten. „Ich habe einen YouTube-Kanal, auf dem ich ein Video gepostet habe, in dem ich ein anderes Experiment von Emoto kritisiert habe. Wegen mangelnder Wissenschaftlichkeit“, sagt Dittrich. Daraufhin sei er von Anhängern Emotos teils heftig kritisiert worden. „Man hat mir gesagt, ich solle doch das Reisexperiment einmal nachstellen“, sagt Dittrich. Dazu habe er dann über seinen Blog aufgerufen. Unter anderem habe sich daraufhin Tkotz gemeldet, die das Experiment mit 200 Gläsern nachgestellt hat. „Wir haben mit den Schülern gemeinsam erarbeitet, wie man das Experiment aufziehen müsste, damit es wissenschaftlichen Kriterien standhält“, sagt Tkotz. Es gehe darum, dass man sich fragen müsse, wie es aufgestellt werden müsse, damit die Grundthese eine Chance habe, den Ausführenden zu überzeugen – selbst wenn er anderer Ansicht sei. „Man sollte ergebnissoffen rangehen. Es muss einem letztlich egal sein, ob Emoto recht hatte oder nicht“, sagt Dittrich. Das wissenschaftliche Herangehen sei bei seinen Schülern sehr gut angekommen, bestätigt Geist. „Wir hatten uns im Vorfeld darüber unterhalten, dass es nicht um den Reis und unser Experiment gehen soll. Sondern der Besuch von Tkotz und Dittrich soll eine Bereicherung für uns darstellen.“ Dazu seien die Schüler in zwei Gruppen geteilt worden, die eine sollte als Kritiker von Emotos These auftreten und Argumente dagegen sammeln, die anderen Argumente dafür. „Die Schüler haben die Schwächen des Reisexperiments gut herausgearbeitet und waren sehr selbstständig“, lobten die Wissenschaftler. „Sie haben Parameter festgelegt, nach denen sie das Reisexperiment noch einmal machen würden“, sagt Dittrich. Diese seien etwa die Zahl der Gläser, dass die Umstände für alle Gläser gleich sein müssten oder dass zuvor bereits festgelegt sein müsse, in welchem Zustand der Reis als verschimmelt gelte. „Wissenschaft ist nicht beliebig – das ist eines der Ergebnisse, die wir gemeinsam erarbeitet haben“, sagt Tkotz. Humorvolle Blogs im Netz zu finden Blogs Sowohl Juli Tkotz als auch Lars Dittrich haben Blogs, auf denen sie humorvoll und verständlich über wissenschaftliche Themen schreiben. Tkotz‘ Blog ist unter www.einglasrotwein. de zu finden, Dittrichs Blog unter www.larsunddiewelt.wordpress.com OP-Betrieb in der Helios-Klinik teils wieder möglich WIPPERFÜRTH (rue) In der Helios-Klinik in Wipperfürth konnte der OP-Betrieb in einem Saal schon am Montag wieder aufgenommen werden. Auch die Notfallversorgung kann wieder sichergestellt werden. Zudem müssen keine Operationen mehr in anderen Kliniken durchgeführt werden. Das teilte Pressesprecherin Sandra Lorenz mit. OP-Saal 1 und die Vorräume konnten durch Elias Langenberg (m.) vom Berufskolleg Hückeswagen mit den Wissenschaftlern aus Düsseldorf, Lars Dittrich und Juli Tkotz. FOTO: JÜRGEN MOLL eine feste Staubschutzwand abgetrennt werden. Die OP-Säle 2 und 3 könnten zeitnah wieder genutzt werden. Glück im Unglück: Auch diese beiden OP-Säle sind ohne größere Schäden geblieben. „In erster Linie müssen hier die Luftkanäle durchgetrocknet, gereinigt und der hygienischen Inspektion unterzogen werden. Der Sanierungsumfang für den Flurbereich vor den Sälen 2 und 3 wird derzeit geklärt. Hier war das Wasser durch die Decke ausgetreten“, erklärt Klinikgeschäftsführerin Daniela Levy. Es würden weiter Feuchtigkeitsmessungen durchgeführt. Am Sonntag vergangener Woche hatte es einen Wasserschaden gegeben, bei dem Wasser in die Kanäle der OP-Lüftung eingetreten und zum Teil ausgetreten war. Von dem Schaden waren der Flur sowie Büround Aufenthaltsräume direkt betroffen. „Der Rohrbruch konnte schnell in einem Bereich der Lüftungsanlage lokalisiert werden“, berichtet Lorenz. Das Team bedankte sich für das Verständnis der Patienten. Darüber hinaus sei das Engagement und der Teamgeist der Mitarbeiter besonders in dieser Ausnahmesituation enorm gewesen. „Es ist nicht INFO selbstverständlich, was unsere Mitarbeiter geleistet haben. Die Kollegen unterstützen die Arbeiten vor Ort und nahmen zudem Fahrtwege auf, um die Versorgung der Patienten sicherzustellen“, sagte Stefan Luther, Ärztlicher Direktor der Klinik. Der Schaden wurde außerhalb der OP-Zeiten entdeckt. Patienten waren nicht betroffen. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. AUF EINEN BLICK NOTDIENSTE Feuerwehr 112, Polizei 110. Apotheke Oberbergische Apotheke, Peterstraße 7, 3711 (bis Donnerstag, 9 Uhr). Ärzte 116117 (kostenfrei). Notdienstpraxis (ohne Anmeldung) im Krankenhaus Wipperfürth, Alte Kölner Straße 9: Mittwoch, 15 bis 22 Uhr. FREIZEIT Bürgerbad im Brunsbachtal, Frühschwimmer 6 bis 12 Uhr, Damenschwimmen 12.30 bis 14.30 Uhr, öffentlicher Badebetrieb 15 bis 20 Uhr, 931387. Sauna im Bürgerbad 13 bis 22 Uhr (gemischt). RAT & HILFE Lindencafé Wohnzentrum Lindenhof, August-Lütgenau-Straße 25, 82848, 16 bis 19 Uhr. Senioren- und Pflegeberatung der Stadt, Terminvereinbarung: 88250. KIRCHEN Evangelische Kirchengemeinde Donnerstag, Gemeindezentrum Lindenberg: 20 Uhr Kammerchor. Scheideweg: 20 Uhr Posaunenchor. Freie ev. Gemeinde Lindenbergstraße Donnerstag, 9.30 Uhr Mutter Kind Kreis. Katholische Kirchengemeinde Donnerstag, Pfarrkirche: 14.30 Uhr Heilige Messe, 15 Uhr Rosenkranz. Jehovas Zeugen Donnerstag, 19 Uhr Treffen, 20 Uhr Buchstudium. WIR GRATULIEREN Franz Materna vollendet morgen, Donnerstag, sein 87. Lebensjahr. KINO Corso Radevormwald, 02195 2928. Glass 20 Uhr. Kalte Füße 20 Uhr. Robin Hood 17 Uhr. Der Junge muss an die frische Luft 17 und 20 Uhr. Chaos im Netz 17 und 20 Uhr. Immenhof 17 Uhr. BERGISCHE MORGENPOST Bezirks- und Lokalredaktion Remscheid Alleestraße 72, 42853 Remscheid Lokalredaktion Bergisches Land für die Ausgaben Hückeswagen, Radevormwald, Wermelskirchen: Telegrafenstraße 43, 42929 Wermelskirchen Redaktionsleitung: Bergische Morgenpost: Guido Radtke; Remscheid: Henning Röser; Kultur: Christian Peiseler; Sport: Henning Schlüter; Landredaktion und Wermelskirchen: Udo Teifel; Radevormwald: Stefan Gilsbach; Hückeswagen: Stephan Büllesbach Für unverlangte Einsendungen wird keine Gewähr übernommen. Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die Abonnementgebühren sind im Voraus fällig. Abonnementkündigungen werden nur schriftlich beim Verlag oder einem Service Punkt mit einer Frist von 6 Wochen zum Quartalsende entgegengenommen. Freitags mit prisma - Wochenendmagazin zur Zeitung. Zur Herstellung der Rheinischen Post wird Recycling-Papier verwendet. BEW Lokalstrom mobil. Die Zukunft fährt elektrisch. Information unter: www.bergische-energie.de Gewinn-Aktion mit dem Foto der eigenen Einschulung Eltern und Großeltern aufgepasst: Bringen Sie Ihr eigenes, altes Einschulungsfoto zum Schulranzen-Treff mit und gewinnen Sie einen von vier Preisen. Mit dem ersten Schultag beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Dieses Ereignis wird seit Jahrzehnten auf Fotos festgehalten. Mit diesen Bildern lässt sich nun gewinnen, denn in diesem Jahr gibt es beim Schulranzen-Treff erstmals eine Mitmach-Aktion für die Begleiter der Schulneulinge. Prämiert werden die besten Fotos der eigenen Einschulung. Unter dem Motto „Ihr Einschulung von Uwe Heinhaus (l./hier mit seiner jüngeren Schwester Anke) im Jahr 1963 in der Landschule Wellerbusch in Wermelskirchen. altes Schulfoto schreibt Geschichte“ sind Eltern, Omas, Opas, aber auch die Paten, Onkel und Tanten aufgefordert ihr eigenes Einschulungsfoto zum Schulranzen-Treff ins Kultur-Haus Zach mitzubringen und dazu eine kleine Geschichte zu erzählen. Es gilt das Motto: „Je älter, desto besser.“ Aber auch die kleinen Anekdoten rund um die eigene Einschulung zählen. „Die Fotos werden direkt vor Ort eingescannt und die Anekdoten dazu notiert, so dass das Bild auch wieder mit nach Hause genommen werden kann“, erklärt Mit-Organisator Uwe Heinhaus. Die Jury besteht aus Vertretern der örtlichen Zeitungen, Historiker Norbert Bangert und Stadtchronist Karl-Heinz Eißner. Bangert hatte die Idee zu dieser Aktion, Eißner stellt das Equipment zur Verfügung. Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas: Die drei schönsten Fotos erhalten Warengutscheine im Wert von 50, 30 und 20 Euro. Zusätzlich wird das älteste Einschulungsbild mit 50 Euro prämiert. „Eine schöne Idee, mit der wir den Bogen von früher zu heute schlagen“, sagt Einzelhändler und Tornister-Fachverkäufer Uwe Heinhaus. Die Sieger der Schulfoto-Aktion werden am Sonntag, 31. März, bei der „RoadShow“ zum Frühlingsfest der Hückeswagener Werbegemeinschaft im Rahmen einer kleinen Ausstellung präsentiert.

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