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Kreuzfahrten -26.01.2019-

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Kreuzfahrten

E8 REISE & WELT xG−RW2 RHEINISCHE POST SAMSTAG, 26. JANUAR 2019 Marathon im April am Chiemsee (rps) Am 27. und 28. April findet in Prien am Chiemsee ein Sportevent für Hobby-Sportler und Profiläufer statt. Umrahmt von den Chiemgauer Bergen und dem „Bayerischen Meer“ geht es bei dem Marathon in zwei Etappen rund um die Herreninsel. An den beiden Wettkampftagen laufen die Teilnehmer jeweils in zwei Runden à 10,55 Kilometer einen Halbmarathon. Die Rennen werden als zwei getrennte Läufe gewertet. Wer samstags und sonntags startet, kommt in die Marathonwertung. Stornierungsgebühr ist rechtens (tmn)Ein Reisevermittler darf für das Stornieren oder Umbuchen eines Urlaubs im Auftrag des Kunden eine Gebühr verlangen. Eine entsprechende Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sei rechtens, entschied das Landgericht Berlin (Az.: 15 O 228/16). Darüber berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“ (Ausgabe 6/2018). Reise & Welt Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Geschäftsführer: Johannes Werle, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Verantwortlich Anzeigen: Melanie von Hehl, Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Anzeigen Verkaufsleiter: Yvonne Metzen, Rheinische Post Medien GmbH, Tel. 0211 505-2476, E-Mail: yvonne.metzen@rheinische-post.de, Redaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Monschauer Straße 1, 40549 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Sarah Schneidereit, Patrick Jansen, Tel. 0211 528018- 34, reise@rheinland-presse.de UNTERWEGS IM MOOR Blubberkonzerte für Froschtouristen Schlamm und schwarzes Wasser? Von wegen: Im Moor geht es richtig bunt zu. Und für Besucher gibt es jede Menge Ungewöhnliches zu entdecken. Blaue Frösche, grüne Fleischfresser und in weiße Watte gepackte Landschaften. VON LARISSA LOGES Die Männer sind mal wieder blau. Sylvia Becker ist ihnen auf der Spur. Die schwarzhaarige Frau mit den tiefen Lachfältchen ist Gästeführerin in der Region Schneverdingen. Im Pietzmoor in der Lüneburger Heide erklärt sie ein ungewöhnliches Naturspektakel: liebestolle Froschmännchen, die sich zur Paarungszeit ein himmelblaues Gewand zulegen. Dazu machen sie gewaltigen Lärm. „Das Blubberkonzert kann man schon von weitem hören“, sagt Becker. Hört sich an wie der köchelnde Spaghettitopf einer Großfamilie. Den Artgenossinnen gefällt es. So manche braune Dame wird im Frühjahr mit blauem Anhängsel auf dem Rücken gesichtet. Froschtouristen durchstreifen mit Stativen und mächtigen Teleskop-Objektiven bewaffnet das Moor. Eine Suche zwischen schwarzer Wasseroberfläche, sich spiegelnden Bäumen und gewölbten Torfmoosen. Ein Kranich schreit. Plötzlich, hinter der nächsten Kehre, stechen wie schillernde Mini-Segel Hunderte Froschköpfchen aus dem Wasser. „Lauter kleine Dreiecke“, sagt Becker. Spitznasig. Mit Augen. Die tummeln sich munter nur wenige Meter vom Ufer entfernt. „Dafür hat sich die Fahrt Blauer Frosch im Moor: Wer die kleinen Tierchen so nah aufnehmen will, sollte auf seiner Wanderung eine gute Kamera mitnehmen. FOTO: SCHNEVERDINGEN TOURISTIK/DPA-TMN gelohnt“, meint Christine Bunse (49), Touristin aus dem rund 60 Kilometer entfernten Hamburg. Rund 8000 Jahre alt ist das Moor. „Ein typisches Hochmoor, seit Mitte der 1970er Jahre steht es unter Naturschutz“, erklärt Becker. „Unten ist es abgedichtet mit einer Ton- und Mergelschicht. Wasser bekommt es also nur von oben.“ Schmale Stege aus Eichenbohlen bilden einen rund fünf Kilometer langen Rundweg. Jede Trittbelastung würde das sensible Ökosystem stören. Jahrhundertelanger Torfstich für Brennholz hat große Schäden zurückgelassen. Bei der Renaturierung musste auch ein Teil der Bäume dem Moorerhalt weichen. „Jeder Baum braucht Wasser. Fichten beispielsweise zehn Liter am Tag, Buchen 30 Liter und Birken, wenn es heiß ist, 100 Liter“, erläutert die 68-jährige Gästeführerin. „Was die Bäume entnehmen, nehmen sie vom Moor. Also wird gelichtet.“ Wiedervernässung nennt sich das, Entkusseln das Entfernen von kleinen Bäumen und Sträuchern. „Ich hatte mal einen Jungen bei einer Führung, den das richtig beschäftigt hat“, erinnert sich Becker. „Ich habe ihm erklärt, man kann nur eins retten: den Baum oder das Moor. Fand er nicht gut.“ Der kleinen Kreuzotter, die sich an einem Baumstumpf sonnt, dürften derlei Bedenken herzlich egal sein. Als typische Hochmoorart fühlt sich die giftige Vipera berus sichtlich wohl und hat ihren Körper durch Abspreizen der Rippen für das Sonnenbad ausgedehnt. Mit ihrer silbergrau-bräunlichen Farbe kann sie mit der Pracht der geschützten blauen Froschmännchen aber nicht mithalten. Letztere sind nur eines der vielen Farbwunder, die Deutschlands Hochmoore bereithalten. „Da Hochmoore üblicherweise durch Regenwasser gespeist werden, sind sie nährstoffarm“, erklärt Sylvia Becker. Nass, kalt, sauer dazu. Ein artenarmer Lebensraum, nur für Überlebenskünstler. Wie die fleischfressenden Sonnentaugewächse: Die Drosera rotundifolia ist eine rundblättrige Pflanze, die im Sommer regelmäßig Besuchern einen zarten, roten Teppich ausrollt. Ihre Nährstoffe bezieht sie zum Teil aus Insekten, die sie mit ihren taubenetzen Blättern fängt. Doch auch wenn eine Bezeichnung der Pflanze „Widdertod“ ist, dürfte es dem Sonnentau schwerfallen, einen solchen zu verdauen. Wen schon diese Karnivoren gruseln, der sollte sich eine Wanderung durch das Moor in Emsdetten nördlich von Münster gut überlegen. Gehört zu dessen Geschichte doch eine Moorleiche aus der Steinzeit, die dort vor mehr als 200 Jahren gefunden worden sein soll. Die Filmcrew von „Paula - Mein Leben soll ein Fest sein“ störte das allerdings nicht. Sie drehte hier Szenen aus dem Leben der bekannten Malerin Paula Modersohn-Becker. Die nächtlichen Moorwanderungen des Verkehrsvereins Emsdetten von April bis Oktober sind dennoch etwas für Unerschrockene. Knacken, Knirschen, Käuzchenjammer inklusive. Das Motto lautet „Oh, schaurig ist’s, übers Moor zu gehen“ nach der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, und die Veranstalter raten, „einen Schutzengel mitzunehmen“. Falls man zwischen Nebelschleiern dem sagenumwobenen Vennmütterchen oder den Moorhexen begegnet. Bizarr, unwirklich – die Landschaft der Moore sucht ihresgleichen. Und ist doch immer wieder Leben pur. Bunt treiben es auch die Libellen – unter anderem im Hochmoor Kaltenbronn. Das rund 400 Hektar große Naturschutzgebiet ist eines der schönsten Wandergebiete des Schwarzwalds. „Etliche Libellenarten legen hier ihre Eier“, erklärt die Biologin und Naturführerin Marjam Gues. „Wenn es warm wird, schlüpfen sie.“ In den Sommermonaten, speziell im Juli, sei eine gute Zeit, viele Libellen zu sehen. Die Hochmoorheidelibelle, die Torf-Mosaikjungfer, die Adonislibelle oder auch Azurjungfern surren dann durch die Luft und zeigen ihre schillernden Gewänder. Und dann ist da noch das Wollgras. „Als ob Frau Holle ihre Betten ausschüttelt“, beschreibt es Sylvia Becker in Schneverdingen. „Alles weiß überzogen.“ So gibt es meist im April und Mai in vielen Hochmooren Wattebäusche, so weit das Auge reicht. Mehr Informationen unter www.schneverdingentouristik.de sowie www.vvemsdetten.de Kreuzfahrten SCHIFFE SIND GESUNDHEITS-TEMPEL AUF DEM WASSER RHEINISCHE POST „Bremen“ verlässt Hapag-Lloyd Cruises (tmn) Das Kreuzfahrtschiff Bremen verlässt die Flotte von Hapag-Lloyd Cruises. Sobald der Neuzugang „Hanseatic spirit“ ab Frühjahr 2021 der Flotte angehört, wird die Reederei die Bremen an einen neuen Eigentümer übergeben, wie Hapag-Lloyd Cruises mitteilt. Dabei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der Schweizer Scylla AG. Die Bremen soll unter neuem Namen und nicht mehr für Urlauber aus deutschsprachigen Ländern vermarktet werden. Das Expeditionskreuzfahrtschiff Bremen FOTO: LAAGE NEU: Celebrity Edge Reedereien setzen auf Gesundheit Auf den Schiffen warten Surfwellen, Personal Trainer und gesundes Essen auf eine junge, aktive Zielgruppe. VON TERESA NAUBER Die Sonne strahlt fahl zwischen zwei Schleierwolken hervor. Der Wind fegt in Böen über das gekräuselte Wasser des Pools. Zwölf Grad zeigt das Thermometer an diesem Morgen im Europäischen Nordmeer, irgendwo westlich der norwegischen Küste. Maurice aus dem Trainerteam der „Mein Schiff 5“ tippelt frierend von einem Bein aufs andere. „Vorher war ich in der Karibik“, sagt er. „Ich glaub’, hier bräuchte ich ’ne Mütze.“ Den Gästen hingegen macht das Wetter nichts aus. Schon gar nicht hält es sie von ihrem morgendlichen Sportprogramm im Pool ab. Nicht nur erholt, nein, auch fit und gesund wollen sie am Ende des Urlaubs von Bord gehen. Die Reedereien haben sich mittlerweile eingestellt auf diese Gäste. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Kreuzfahrtpassagiere ohne Pause durch die Restaurants schlemmten, um anschließend auf der faulen Haut zu liegen. Deutsche wie auch amerikanische Schiffe sind längst zu Tempeln der körperlichen Ertüchtigung und, ja, auch des gesunden und ausgewogenen Essens geworden. Zumindest für die, die wollen. Das Angebot reicht von riesigen Fitnessstudios über Kletterwände bis hin zu Surf-Simulatoren, von gesunden Menüs bis zu ganzen Restaurants, in denen man dicke Soßen und Die Experten für Ihre Traumkreuzfahrt: 0211 411 311 Hohe Straße 8 | 40213 Düsseldorf | www.hohe-see.de CELEBRITY EDGE - Innovation. Stil. Eleganz. Das neuste Mitglied der Celebrity Cruises Flotte erobert seit Dezember 2018 die Weltmeere. Sichern Sie sich jetzt das „GO BEST“ Angebot bei Buchung bis Ende Januar! - Trinkgelder inklusive - US$ 150,- Bordguthaben - Premium-Getränkepaket inklusive - Unbegrenztes WLAN (ein Gerät) Anreisepaket Karibik ab EUR 450,- pro Person * Gültig für Neubuchungen einer Kreuzfahrt mit der Celebrity Edge in die Karibik oder ins Mittelmeer 2019. Das Angebot gilt ab Buchung einer Außenkabine oder höherwertig. Stand 23.01.2019 * Ihre Kreuzfahrtexperten Das Reisebüro Hohe See! zuckrige Desserts vergeblich sucht. Wer dem reichhaltigen Essensangebot sportlich etwas entgegensetzen will, ist auf einer Sieben-Tage-Reise mit zwei bis drei Sporteinheiten gut dabei, sagt Anna Wiesauer. Die Sportwissenschaftlerin aus Österreich arbeitet zeitweise als Trainerin auf der „Mein Schiff 5“. Fast alle Reedereien bieten Sportkurse mit unterschiedlichem Fokus an – von Aquafit im Pool über Yoga bis zu forderndem Ganzkörpertraining. Viele Schiffe von US-Reedereien warten zusätzlich mit Fun-Sportarten auf. Das neueste Mitglied der Royal-Caribbean-Flotte – die „Symphony of the Seas“ – hat eine mehr als zwölf Meter hohe Kletterwand und eine künstliche Surfwelle zu bieten. Aida Cruises und Tui Cruises haben Mountainbikes und Pedelecs an Bord, mit denen sich sportliche Gäste auch an Land fit halten können. In manchen Häfen werden zudem Jogging- oder Walkingtouren angeboten. Aber auch abseits des eigentlichen Sportangebots kann man sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffs ordentlich bewegen. Die von Experten immer wieder als Zielmarke vorgegebenen 10.000 Schritte pro Tag zu schaffen, ist etwa auf einem Schiff von der Größe der „Mein Schiff 5“ an einem ganz normalen Seetag kein Problem. Bleibt das Essen. Und da ist es Wer auf Reisen fit bleiben will, muss nicht zwingend Sportkurse besuchen. Ein paar Bahnen im Pool – wie hier auf der „Mein Schiff 3“ – tun es auch. FOTO: ANDREA WARNECKE im Grunde egal, auf welchem Schiff der Gast durchs Meer pflügt: Es ist allgegenwärtig. Während in den unteren Decks unzählige Restaurants auf Gäste warten, lauern gleich neben dem Pool wahlweise Burgerstationen, Döner-Kebab-Läden oder Eisdielen. Trotzdem bemühen sich die Reedereien auch hier um Hilfestellung: Aida Cruises etwa hat Stationen mit gesunden Speisen am Buffet eingerichtet. Sie sind mit dem Hinweis „Body & Soul Food“ gekennzeichnet. Royal Caribbean bietet „Vitality Menüs“ an. Celebrity Cruises setzt vor allem im „AquaSpa- Café“ auf gesunde Küche. „Es gibt schon immer noch die, die auf einer Kreuzfahrt schlemmen wollen“, sagt Wolfgang Kiessling, Chefkoch auf der „Mein Schiff 5“. Um der zunehmenden Nachfrage nach gesunden Speisen nachzukommen, hat aber auch Tui Cruises „Ganz-schön-gesund“- Menüs kreiert. Sie werden in allen Restaurants angeboten, auf der neuen „Mein Schiff 1“ gibt es gar ein eigenes Restaurant für Freunde gesunder Speisen. Bei dem Konzept geht es nicht nur ums Kaloriensparen. „Wir verwenden für das Ganz-schön-gesund-Angebot auch möglichst unverarbeitete Speisen.“ Kalorien nehmen Kreuzfahrer allerdings vielfach nicht nur in fester, sondern auch in flüssiger Form zu sich. Schließlich gibt es Bier, Wein und klebrig-süße Cocktails, wo auch immer der Blick hinfällt. Unterschätzen sollten gesundheitsbewusste Kreuzfahrer das nicht, sagt Trainerin Anna Wiesauer. Alkohol enthält reichlich Kalorien und vor allem viel Zucker. Ein kleines Glas Weißwein (0,1 Liter) etwa schlägt mit rund 70 Kalorien zu Buche. Zu viel Alkohol konterkariert zudem das Sportprogramm. Ähnliche wie beim Essen lautet daher auch hier die Devise: Maß halten.

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