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Unser Straelen -27.08.2018-

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18 GESCHICHTEN AUS

18 GESCHICHTEN AUS ANDERSWO APOTHEKEN Mensch mit vielen Wurzeln Dr. Malek Hosseini kommt aus dem Iran. Im Übersetzerkollegium in Straelen verbrachte er die Sommermonate. 35. Woche 1.9. - 2.9: Galenus Apotheke, Markt 36, Geldern 2.9. - 3.9: Löwen-Apotheke, Gelderner Straße 19, Issum 36. Woche 3.9. - 4.9. Gelderland-Apotheke- Cuypers, Clemensstraße 4, Geldern 4.9. - 5.9. Kapuziner-Apotheke, Issumer Straße 31, Geldern 5.9. - 6.9. Rathaus-Apotheke, Busmannstraße 58, Kevelaer 6.9. - 7.9. Hubertus Apotheke, Markt 11, Grefrath 7.9. - 8.9. Marien-Apotheke, Webermarkt 1, Nieukerk 8.9. - 9.9. Löwen-Apotheke, Hochstraße 99, Aldekerk 9.9. - 10.9. Drachen Apotheke, Issumer Straße 73, Geldern 37. Woche 10.9. - 11.9. Löwen-Apotheke, Venloer Straße 33, Straelen 11.9. - 12.9. Adler-Apotheke, Klosterstraße 13, Straelen 12.9. - 13.9. Gelderland-Apotheke, Clemensstraße 4, Geldern 13.9. - 14.9. Barbara-Apotheke, Annastraße 1, Geldern 14.9. - 15.9. Markt-Apotheke, Markt 2, Straelen 15.9. - 16.9. Dorf-Apotheke, Lange Straße 3, Kapellen 16.9. - 17.9. Dorf-Apotheke, Kevelaerer Straße 2, Walbeck 38. Woche 17.9. - 18.9. Galenus Apotheke, Markt 36, Geldern 18.9. - 19.9. Südwall-Apotheke, Bahnhofstraße 9, Geldern 19.9. - 20.9. Löwen-Apotheke, Gelderner Straße 19, Issum 20.9. - 21.9. Marien-Apotheke, Webermarkt 1, Nieukerk 21.9. - 22.9. Martinus-Apotheke, Veerter Dorfstraße 22a, Geldern 22.9. - 23.9. Gelderland-Apotheke, Clemensstraße 4, Geldern 23.9. - 24.9. Barbara-Apotheke, Annastraße 1, Geldern 39. Woche 24.9. - 25.9. Stern-Apotheke, Annastraße 23, Kevelaer 25.9. - 26.9. Löwen-Apotheke, Hochstraße 99, Aldekerk 26.9. - 27.9. Dorf-Apotheke, Kevelaerer Straße 2, Walbeck 27.9. - 28.9. Löwen-Apotheke, Venloer Straße 33, Straelen 28.9. - 29.9. Drachen Apotheke, Issumer Straße 73, Geldern 29.9. - 30.9. Südwall-Apotheke, Bahnhofstraße 9, Geldern 30.9. - 1.10. Markt-Apotheke, Markt 2, Straelen Bereitschaftszeiten Sie gelten von 9 Uhr bis zum anderen Tag um 9 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Der Iraner Malek Hosseini besitzt nach eigener Aussage „zwei Heimatstädte“. Wenn Dr. Malek Hosseini nach seiner Heimat im Iran gefragt wird, reagiert er nachdenklich: „Wenn ich überlege und über meine Heimat spreche, kommt mir in den Sinn, dass ich eigentlich zwei Heimatstädte habe.“ Geboren wurde der Übersetzer aus dem Iran, der den Sommer im Europäischen Übersetzer-Kollegium verbrachte, in der Stadt Nadjaf-Abad, etwa 25 Kilometer westlich von Isfahan. Dort lebt seine Familie mütterlicherseits. Drei Sommermonate verbrachte seine Familie indes des Klimas wegen in jedem Jahr in Die iranische Hauptstadt Teheran im nächtlichen Lichtermeer. Der Blick auf die schneebedeckten Berge im Norden des Landes. der 130 Kilometer weiter westlich und mit 2550 Metern deutlich höher liegenden Heimatstadt seines Vaters, Fereidon-Shahr: „Im Frühling und Sommer ist die Gegend so schön, dass manche Leute sie die Schweiz des Irans nennen.“ Es gibt viele Gärten und Felder, Kartoffeln, Getreide, Mandeln und Walnüsse werden angebaut. Im Winter liegt sehr viel Schnee: „Als ich sechs und sieben Jahre alt war, verbrachte ich auch den Winter dort. Da gab es so viel Schnee, dass man durch das Fenster auf die Straße gehen konnte.“ Circa 400 Jahre ist es her, dass eine Gruppe aus der Isfahan-Moschee bei Nacht. Heimat vertriebener Georgier diese kleine Stadt gründete: „Ich bewundere diese Georgier, weil sie in diesen 400 Jahren ihre Kultur und Sprache bewahrt haben und dennoch ganz integriert sind.“ Viele Nachfahren leben nach wie vor im oberen Teil der Stadt und sprechen ihre eigene Sprache. Sprachwissenschaftlich ist das interessant, denn sie sprechen das Georgisch von vor 400 Jahren, das sich im Unterschied zum aktuellen Sprachgebrauch in Georgien nicht weiterentwickelt hat. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Hosseini auch georgische Wurzeln besitzt. Nadjaf-Abad hingegen ist mit 300.000 Einwohnern deutlich größer und liegt auf 1600 Metern Höhe. Es ist eine Gartenstadt, besonders häufig findet man Maulbeeren und Granatäpfel, die er als Schüler auf dem Nachhauseweg direkt an der Straße pflücken konnte. Je mehr die Stadt wächst, desto weniger Gärten bleiben allerdings erhalten. Und während es in der Vergangenheit zahllose Tauben und Taubenschläge gab, geht auch deren Anzahl stark zurück: „Ein oder zwei sehr alte Taubenschläge wurden bewahrt und renoviert. Sie sind eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt.“ Hosseini lebt bereits seit rund 26 Jahren in Irans Hauptstadt Teheran, wo er Philosophie studierte und heute eine Professur an der Universität innehat. Von 2002 bis 2006 promovierte er in München: „Mein Fachgebiet ist Philosophie, vor allem die von Ludwig Wittgenstein. Ich habe mich entschieden, die wichtigsten Bücher Wittgensteins ins Persische zu übersetzen. Das war eine akademische Entscheidung.“ Zurzeit arbeitet er nach anderen Büchern an Wittgensteins Logisch-Philosophischer Abhandlung. Mit der Hauptübersetzung ist er fertig, nun folgt die Feinarbeit. Zuvor übersetzte er das zweite Hauptwerk Wittgensteins, Philosophische Untersuchungen. Beide Arbeiten sollen gemeinsam auf dem Markt erscheinen: „Ich mache die Übersetzungen aus reinem Interesse und sehe sie als wichtigen Teil meiner akademischen Leistung.“ Seine aktuelle Heimat ist Teheran, wo er seine Wohnung und Arbeit hat. Teheran ist die Hauptstadt des Irans und der gleichnamigen Provinz. Im Ballungsgebiet rund um die Stadt leben rund 15 Millionen Menschen. Durch Industrie, Kulturund Bildungseinrichtungen hat sich Teheran zu einem wichtigen Zentrum im Iran entwickelt: „Ich hatte nie vor, in Teheran zu bleiben, und habe es doch wegen des Studiums und der Arbeit getan. Aber ob ich hier immer wohnen bleibe, das kann ich noch nicht sagen.“ TEXT YVONNE THEUNISSEN FOTOS GOTTFRIED EVERS, PRIVAT

Unser STRAELEN AUSBLICK OKTOBER 19 Gedichte wieder lieben VORMERKEN Rezitatorin Anna Magdalena Bössen verbindet im Forum verschiedene Musikformen mit allerlei Reimen. Mit dem Rad fuhr Anna Magdalena Bössen in zwölf Monaten 8160 Kilometer durch ganz Deutschland. Eine Premiere liefert der Kulturring Straelen mit dem Auftritt von Anna Magdalena Bössen. Sie gastiert zum ersten Mal in der Blumenstadt. Am Freitag, 12. Oktober, präsentiert sie ab 20 Uhr im Forum des Gymnasiums an der Fontanestraße 7 ihr Poesie-Kabarett- Programm mit dem Titel „Dichter dran“. Die Rezitatorin und Florian Miro (Musik) kämpfen mit allen Mitteln der musikalischen und poetischen Kunst. Popsongs, romantische Chansons und klassische Musik verbinden sich mit kleinen Reimen und großen Werken. So starten die „schönen Künste“ einen kreativen Dialog mit harten Fakten, romantischen Einmal mehr macht der Straelener Kulturring das Europäische Übersetzer-Kollegium (EÜK) zum Musiksaal. In dem Haus an der Kuhstraße 15 gastiert am Samstag, 6. Oktober, die Pianistin Fatima Dzusova. Ihr Konzert beginnt um 18 Uhr. Auf dem Programm stehen Kompositionen von Joseph Haydn (Klaviersonate in g-Moll), Johannes Brahms (Klavierstücke op. 76), Franz Liszt (Große Etüden nach Paganini) und Igor Strawinsky (Der Feuervogel). Fatima Dzusova wurde in der kleinen Stadt Taganrog in Russland geboren und ist auch dort aufgewachsen. Mit dem Klavier spielen begann sie im Alter von Sehnsüchten und einer großen Portion Humor. Anna Magdalena Bössen, 1980 geboren, wuchs im Ruhrgebiet auf („Wer einmal in Hagen war, dem gefällt’s überall“) und hat sich den direkten Tonfall „aus dem Pott“ auf der Bühne erhalten. Die Rezitatorin möchte keine Zeit verlieren und gleich zur Sache kommen. Dabei hilft, dass sie mit drei Geschwistern aufwuchs und seit jeher Angst hat, überhört zu werden – so dass ihre Stimme schon in Kindertagen darauf trainiert wurde, Räume zu füllen. Als Rezitatorin steht sie nun mit dem Poesie-Kabarett „Dichter dran“ auf der Bühne, „weil es einfach sein muss“. Zu dieser Überzeugung kam die Wahlhamburgerin, als sie in Das EÜK wird erneut zum Musiksaal fünf Jahren. Mit neun Jahren gewann sie ihren ersten Wettbewerb. Ab dem Jahr 2002 studierte Fatima Dzusova an der Moscow Gnesin Music School zusammen mit Vladimir Tropp, Nana Nem- Einige Preise hat Fatima Dzusova bereits gewonnen. Am 6. Oktober spielt sie im EÜK Straelen. Foto: privat zwölf Monaten 8160 Kilometer mit dem Rad durch Deutschland fuhr und bei ihren Landsleuten auftrat. Währenddessen stellte sie fest, dass die Deutschen sich selbst nicht mehr (im Gegensatz zum Ausland) als „Land der Dichter und Denker“ wahrnehmen. Die Reise „Deutschland. Ein Wandermärchen“ hat der Rezitatorin klargemacht, dass Gedichte öffentlich gesprochen werden müssen, um wieder geliebt zu werden. Anna Magdalena Bössen lebt heute mit ihrem Mann in Hamburg („Wer einmal in Hamburg war, der kommt so schnell nicht wieder weg“) und tritt deutschlandweit auf, allerdings reist sie nun nicht mehr mit dem Rad zur Veranstaltung an, sondern Foto: Michael Obert nimmt wie alle anderen den Zug. Als Sprecherzieherin unterrichtet sie an der Hochschule für Musik und Theater Frankfurt, der Leuphana-Hochschule Lüneburg und der Schauspielschule Artrium Hamburg. Als Sprechtrainerin und Coach ist sie in Sachen Stimme, Sprechen und Humor mit Workshops und Einzelcoachings im Lande unterwegs. Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 16,50 Euro (Kulturring- Mitglieder 13 Euro), an der Abendkasse 18,50 Euro (15 Euro). Vorverkaufsstellen sind die Kulturring-Geschäftsstelle im Rathaus, der Bürgerservice im Rathaus, Schreibwaren op de Hipt am Markt Straelen sowie in Geldern Bücher Keuck und Bücherkoffern. Junge Leser mit Straelener Mundart Wer am Sonntag, 7. Oktober, in der Sparkasse Rhein-Maas in Straelen auftritt, ist schon ein Gewinner. Denn das sind die Jungen und Mädchen, die sich an ihren Schulen in den Qualifikationen durchgesetzt haben. Nun machen sie mit beim 39. Schülervorlesewettbewerb „Op Stroels Ploatt“. Er beginnt um 15 Uhr, Einlass ist ab 14.30 Uhr. Schüler der Klassen drei bis neun tragen vor und werden bewertet. Jeder Interessierte ist eingeladen. Der Eintritt ist frei. Oktoberfest auf der Hubertuswiese Blau-Weiß ist Trumpf am Freitag und Samstag, 12. und 13. Oktober. Dann steigt im Festzelt am Kromsteg einmal mehr das Straelener Oktoberfest. Einlass ist jeweils ab 17 Uhr. Das riesige Festzelt auf der Hubertuswiese bietet mehr als 3700 Sitzplätzen, darunter sind auch Premium-Sitzplätze im Anbauzelt. Für fetzige Oktoberfest-Musik ist gesorgt. Und ein bayerisch-deftiges Menü ist im Eintrittspreis enthalten. Unterm „Sternenhimmel“ im liebevoll dekorierten Festzelt vergehen die Stunden wie im Flug. sicveridze und Marianna Shalitaeva. Ihren Abschluss erhielt die Pianistin an der Moscow Tchaikovsky State Conservatory, ihre Professorin war Natalia Trull. Sie gewann mehrere Auszeichnungen, unter anderem in Italien, Belgien und Spanien. So belegte sie beispielsweise beim 5. Internationalen Klavierwettbewerb „Franz Liszt“ in Grottamare (Italien) den zweiten Platz und erhielt eine Sonderauszeichnung des Publikums. 2012 gewann sie den zweiten Preis beim „Andre Dumortier“-Wettbewerb in Leuze-en-Hainaut und gewann vor nicht allzu langer Zeit in Valencia den angesehenen „Jose Iturbi“-Klavierwettbewerb. Ihre erste CD wurde im Frühling 2018 veröffentlicht. Fatima Dzusova wird verschiedene Konzerte in ganz Europa spielen, unter anderem in Spanien, Deutschland und Russland. Mit ihrer starken Bühnenpräsenz und großen Spielfreude weiß sie ihr Publikum zu begeistern. So findet sie immer auch eine Möglichkeit der direkten Kommunikation mit den Zuhörern in den verschiedenen Sälen. Und das wird in dem nicht sehr großen Atrium des EÜK erst recht der Fall sein. Die Eintrittskarten für dieses Klavierkonzert kosten elf Euro, für Jugendliche und Kulturring- Mitglieder acht Euro. Vorverkaufsstellen sind die Geschäftsstelle des Kulturrings im Straelener Rathaus sowie der Bürgerservice im Rathaus.

Sonderveröffentlichungen