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Unser Straelen -27.08.2018-

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22 PERSÖNLICH Als

22 PERSÖNLICH Als erster und letzter im Veranstaltungsraum Wolfgang Cox (59 Jahre) über die Arbeit in der Geschäftsstelle des Kulturrings Straelen. Er ist durch Zufall an diese Tätigkeit gekommen. Reisen zu Kurzauftritten. Seit wann sitzen Sie in der Geschäftsstelle des Straelener Kulturrings? WOLFGANG COX Zu Beginn der 80er Jahre kam ich nach Abschluss meiner Ausbildung zum damaligen Hauptamt. Neben den verschiedenen Hauptamtsaufgaben übergab man mir dort auch einen Schuhkarton mit acht Einzugsermächtigungen, eine Geldkassette ohne dazugehörigen Schlüssel (stattdessen Klebeband) sowie eine Liste mit etwa 40 bis 50 Anschriften von Kulturring-Mitgliedern. Das damalige Kulturring-Programm bestand im Wesentlichen aus einem Frühlingskonzert, einem Klassikkonzert sowie dem „Plattdeutschen Abend“ und dem Schülervorlesewettbewerb „Op Stroels Ploatt“. Wie sind Sie an diese Tätigkeit gekommen? COX Das war reiner Zufall. Aufgrund altersbedingter Fluktuation im Personalbereich wurde dieser Aufgabenbereich damals frei. Im Laufe der Jahre wurde das Veranstaltungsangebot ständig vergrößert. Insbesondere nach Einweihung der Stadthalle im Jahr 1985 ergab sich die Möglichkeit, Veranstaltungen in wesentlich größerem Rahmen durchzuführen. Irgendwann musste ich mich dann entscheiden: entweder Kultur- oder EDV-Bereich. Da habe ich mich dann bewusst für die Kultur entschieden. Heute hat sich der Kulturring zu einer kleinen „Kultur-Firma“ entwickelt: Es gibt mehrere Fahrzeuge, eine 500 Quadratmeter Lagerhalle mit Hochregalen, einen eigenen Lagerraum direkt an der Bofrost-Halle, einen Technik-Verleih (Bühnenwagen, Bühnentechnik etc). Die Mitgliederzahl ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf weit über 800 Mitglieder gestiegen. Welche Aufgaben im Rathaus haben Sie sonst noch? COX Zum einen bin ich für die Städtepartnerschaft zur französischen Gemeinde Bayon zuständig. Darüber hinaus gehören noch die Bereiche Heimatpflege, Brauchtum, allgemeine kulturelle Angelegenheiten, Repräsentation sowie Förderung von Vereinen und Institutionen zu meinem Aufgabenbereich. Sie sind für den Kulturring bisweilen weit unterwegs. Wohin führen Sie die Reisen? COX Zu Beginn des Jahres fahre ich zur Kulturbörse nach Freiburg. Dort hat man die einmalige Möglichkeit, viele neue Künstler im Rahmen von Kurzauftritten unter echten „Live-Bedingungen“ zu erleben. Darüber hinaus besuche ich im Umkreis von 150 Kilometern schon mal Auftritte von interessanten Künstlern. Die Nähe des Ruhrgebietes sowie der Städte Düsseldorf, Köln und Bonn ist hier von großem Vorteil. Was machen Sie dort? COX Man kann vor Ort sowohl die Künstler als auch deren Agenturen persönlich kennen lernen. Normalerweise hat man sonst ja nur per Mail oder telefonisch Kontakt. Fließen Ihre Empfehlungen in der Regel ins Kulturring-Programm ein? Wie intensiv sind die Diskussionen? COX Diese Frage kann man eindeutig mit „ja“ beantworten. Oft handelt es sich ja auch um junge, neue und noch nicht so bekannte Künstler. Kultur hat immer auch etwas mit Neugier und „Lust auf Neues“ zu tun. Wie sind Sie in die unmittelbaren Vorbereitungen und in die Durchführung der Veranstaltungen eingebunden? COX In der Regel bin ich der erste im Veranstaltungsraum und derjenige, der als letzter den Raum wieder verlässt. Die Vorbereitungen umfassen das Bereitstellen der entsprechenden Technik, das Herrichten des Veranstaltungsraumes, der Bühne und des Backstage-Bereiches inklusive Catering, die Künstlerbetreuung und gegebenenfalls Transport- und Kurierdienste. Auch die Auszahlung der Gage(n) an die Künstler sowie die Einrichtung der Kasse (Wechselgeld, Karten-Vorbestellungen etc.) gehören dazu. Können Sie die jeweiligen Vorstellungen entspannt genießen? COX Wenn alles reibungslos funktioniert: ja. Oftmals habe ich aber das Programm schon vorab gesehen, so dass ich mir das Programm nicht noch einmal anschaue. Wie entspannen Sie außerhalb der Arbeitszeit? COX Am liebsten erkunde ich die nähere und weitere Umgebung des Niederrheins mit dem Fahrrad. Vom Kulturring-Vorstand wurde anlässlich des Jubiläums 50 Jahre der Wunsch geäußert, die Geschäftsstelle personell aufzustocken. Wie dringend ist das aus Ihrer Sicht? COX „Aufstocken“ heißt ja konkret, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Wenn man die Publikums-Reaktionen sieht, haben sich die Besucher unserer Veranstaltungen in den vergangenen Jahren außerordentlich positiv über das Angebot geäußert. Schließlich hat der Kulturring als Anerkennung für seine Arbeit auch die „Grüne Couch“ verliehen bekommen. Um so erstaunlicher war es da, dass kurz danach eine Stelle in der Geschäftsstelle einfach „halbiert“ wurde. Wertschätzung geht irgendwie anders …. TEXT DAS INTERVIEW FÜHRTE MICHAEL KLATT. FOTO: GOTTFRIED EVERS

Unser STRAELEN RÄTSEL/VORSCHAU 23 DAS REZEPT Original und Fälschung Blick in die Mühlenstraße in Straelen IM NÄCHSTEN HEFT Tomatenbrot – mal was anderes Das Tomatenbrot, das hervorragend zu einem Grillfest passt, ist kinderleicht herzustellen – braucht nur eine lange Zubereitungszeit. Es ist also Geduld gefragt. Dafür ist die Zutatenliste kurz. Wer einen Thermomix hat, der ist ganz fein raus. Die Vorgehensweise ist für die Zubereitung im „Thermi“ beschrieben. Aber auf alt hergebrachte Weise geht es ebenso gut. Zutatenliste (für ein Brot in einer Kastenform): 400 Gramm Tomaten ohne Stielansätze, 1 1/2 bis zwei Teelöffel Salz, 500 Gramm Mehl, 1/2 Würfel frische Hefe, 30 Gramm Öl (Raps, Sonnenblumen oder Färberdiestelöl) und 1/2 Teelöffel Zucker. Zubereitung: Tomaten in den Mixtopf geben oder mit dem Pürierstab fein pürieren, alles leicht erwärmen (37 Grad auf Stufe 1). Mit den übrigen Zutaten (Mehl, Hefe, Salz, Zucker, Öl) zu einem weichen Teig verrühren. In eine bemehlte Schüssel geben, mit einem Handtuch abdecken und an einem warmen Ort eine bis 1 1/2 Stunden gehen lassen. Teig in eine gefettete und mit Mehl ausgestäubte Kastenform füllen, ohne ihn erneut zu kneten. Nochmals 30 Minuten gehen lassen und im Backofen auf mittlerer Schiene 30 Minuten bei 200 Grad backen. Wer es mag, der arbeitet noch Basilikum in den Teig ein. Guten Appetit! Die Lösungen der Rätsel in der nächsten Ausgabe. In der unteren Abbildung sind sieben Fehler versteckt. Finden Sie heraus, welche? Mobilitätsschau und verkaufsoffener Sonntag Unter das Thema „Mobilität” hat der Werbering Straelen den verkaufsoffenen Sonntag im Oktober gestellt. Die Geschäfte haben an diesem Sonntag von 12 bis 17 Uhr die Türen für ihre Kunden geöffnet. Auf dem Marktplatz erwartet den Besucher ab 11 Uhr eine Auto-, Reisemobil- und Zweirad-Schau. Parallel dazu präsentieren mehr als 30 Hobbykünstler aus der Region in der Volksbank an der Kuhstraße ihre Arbeiten. Es gibt an diesem Sonntag also in der Straelener Innenstadt eine Menge zu erleben, anzufassen und auzuprobieren. Und Zeit, um in den gemütlichen Cafés einzukehren, wird bestimmt auch bleiben. Handball-Nachwuchs spielt in der Oberliga Vor den Sommerferien wurden bei den Nachwuchs-Handballern die Grundlagen für die kommende Saison gelegt. Zwei Mannschaften des SV Straelen konnten sich für die Oberliga qualifizieren – fein verteilt auf Jungen und Mädchen. Die nächste Ausgabe von UNSER STRAELEN erscheint Ende Oktober. SUDOKU CARTOON Lösungen aus der Juli/August-Ausgabe ORIGINAL+FÄLSCHUNG SUDOKU Das aus 81 Feldern bestehende Quadrat muss so vervollständigt werden, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem Neunerblock jede Ziffer zwischen eins und neun nur einmal vorkommt. Die Auswirkungen des tropischen Sommers: Fruchtwechsel in den Anbaugebieten am Niederrhein.

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