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Weltfrauentag -08.03.2019-

Weltfrauentag

HI-L4 D4 Lokales RHEINISCHE POST FREITAG, 8. MÄRZ 2019 Stefan Borchert ist jetzt Chef im Gericht Der 47-Jährige leitet seit gestern das Langenfelder Amtsgericht, das auch für Monheim und Hilden zuständig ist. VON STEPHAN MEISEL LANGENFELD/HILDEN Bevor er sich am Karnevalsdienstag im Düsseldorfer Oberlandesgericht seine Ernennungsurkunde abholte, hatte Stefan Borchert Durchsetzungsvermögen gezeigt. „Ich wäre fast nicht durch die Pforte gekommen. Es hieß, an Veilchendienstag gibt es beim OLG keine Termine“, berichtete Borchert am Mittwoch im Langenfelder Amtsgericht. Dort indes war der 47-Jährige am Aschermittwoch freundlich erwartet und empfangen worden – als neuer Chef des für Langenfeld, Monheim und Hilden zuständigen Amtsgerichts. „Wir sind froh, dass die Leitung dieses wichtigen Gerichts in unserem Bezirk zeitnah und nahtlos erfolgt ist“, sagte bei der Amtseinführung Dr. Bernd Scheiff, Präsident des Landgerichts Düsseldorf. Als Nachfolger des letzte Woche nach fast 17 Jahren als Langenfelder Amtsgerichtsdirektor in den Ruhestand verabschiedeten Lutz Wollenhaupt trete Borchert in große Fußstapfen. „Ich habe Respekt vor der Aufgabe“, bekannte der frischgebackene Amtsgerichtsdirektor Borchert in seiner Antrittsrede. In dem Gebäude an der Hauptstraße gibt es 15 Richterstellen und insgesamt 85 Bedienstete. „Ich komme aus einem deutlich kleineren Haus mit etwa halb so vielen Mitarbeitern.“ Am Ratinger Amtsgericht hatte er die Direktorin vertreten, war zudem für Informationstechnik (IT) zuständig. Scheiff betonte, dass auch Borcherts dreijährige Erfahrung im Das 1997 an der Hauptstraße 15 neu errichtete Amtsgericht Langenfeld ist jetzt der Arbeitsplatz von Stefan Borchert. NRW-Justizministerium als Referent für IT-Angelegenheiten ein gutes Rüstzeug für die Aufgaben in Langenfeld sei. Die Digitalisierung mit zahlreichen juristischen Programmen soll zur elektronischen Akte weg vom Papier führen. Bis 2025 sollen alle Gerichte in NRW so arbeiten. Bei den Amtsgerichten wird das nach Wollenhaupts Einschätzung nicht überall der Fall sein. „Denn es gibt hier nicht den Anwaltszwang wie bei den Landgerichten. Für die Rechtsanwälte wird der digitale Weg für den Austausch mit den Gerichten verbindlich.“ Der gebürtige Göttinger Borchert will nach eigenen Worten auf dem RP-FOTO: RALPH MATZERATH unter seinem Amtsvorgänger geprägten guten Ruf des Langenfelder Gerichts aufbauen. „Ich werde an Bewährtem festhalten. Aber es gibt schon Wünsche nach Veränderungen.“ Bei der Digitalisierung INFO Gebürtiger Göttinger ist seit 2002 Richter in NRW Leben Der gebürtige Göttinger Stefan Borchert (47) ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Beruf Seit 2002 Richter in NRW. 2012-15 Referent im NRW-Justizministerium; seit 2015 Amtsgericht Ratingen; nun Amtsgerichtsdirektor in Langenfeld. dauere es in der Justiz etwas länger als in der freien Wirtschaft und es gelte mitunter, dicke Bretter zu bohren. Der zentrale IT-Dienstleister der NRW-Justiz befinde sich am Oberlandesgericht in Köln, das zugehörige Rechenzentrum in Münster. Auf dem Weg zur elektronischen Akte gelte es, das Langenfelder Amtsgericht so gut wie möglich in dieses Netzwerk einzubinden. Die Zahl von 85 Beschäftigten in Langenfeld wird nach Landgerichtspräsident Scheiffs Angaben so beibehalten. Es gibt neben den straf-, zivil- und familienrechtlichen Verhandlungen weitere Bereiche mit Besuchern, etwa Nachlass- und Betreuungsangelegenheiten oder die Grundbuchabteilung. Seit 2018 hat Langenfeld in einem NRW-Pilotprojekt einen eigenen Staatsanwalt. Uwe Kessel aus Düsseldorf kommt ein- bis zweimal wöchentlich ins Haus. „Wir wollen in der Fläche Präsenz zeigen und ein Signal für eine nachhaltige Strafverfolgung setzen“, sagt Oberstaatsanwalt Kessel. Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März, der sich in diesem Jahr zum 108. Mal jährt, wartet die Stadt Hilden mit drei Veranstaltungen auf. Seit 1949 steht im deutschen Grundgesetz der Artikel 3, Absatz 2: „Frauen und Männer sind gleichberechtigt.“ „Von der Realität ist dieses Aussage noch immer entfernt“, verdeutlicht Hildens Gleichstellungsbeauftragte Monika Ortmanns, die rund um den Weltfrauentag drei attraktive Veranstaltungen zusammengestellt hat. Ortmanns weist zugleich auf den 18. März hin, an dem in diesem Jahr der Equal Pay Day statt findet. Dieser markiert symbolisch den Zeitraum, den Frauen über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Den Auftakt der dreiteiligen Hildener Veranstaltungsreihe macht eine kostenfreie Fotoausstellung zu den „Müttern Gepflegt von Kopf bis Fuß Sabine Fürchau bietet ihren Kunden eine Auszeit vom Alltag und kann dabei jede Menge Berufserfahrung in die Waagschale werfen. Die Kosmetikerin ist für ihr Erfolgskonzept mehrere Male als eine der besten Kosmetikerinnen Deutschlands mit dem „Gloria Beauty Award“ ausgezeichnet worden. Seit drei Jahren existiert Sabine Fürchaus Studio in Haan an der Breidenhofer Straße. Zuvor war sie 22 Jahre in Düsseldorf tätig. In ihrem Haaner Studio arbeitet die Hautspezialistin mit ergebnisorientierter Pflege und hohem Wohlfühlfaktor. „Ich verzichte auf den Einsatz von Technik zugunsten von Handarbeit. Massagen wirken besonders intensiv und erholsam - auch für die Haut“, erklärt Sabine Fürchau. Besonders wichtig ist ihr der Service- und Dienstleistungsgedanke, sodass sich ihre Kunden wieder wohl in ihrer Haut fühlen. So ist die Steigerung der Lebensqualität oberstes Ziel. Sabine Fürchau arbeitet mit Kosmetikprodukten von Rivoli, Maria Galland, Décleor und Cosnobell. Makeup-Produkte von Eva Garden, womit auch Makeup-Workshops stattfinden, runden die Angebotspalette ab. Hautnah erleben Kosmetik, Sabine Fürchau, Breidenhofer Straße 22, 42781 Haan, Telefon 0173 - 89 34 943, www.schoen-in-haan.de Individualität im Fokus Goldschmiedemeisterin Karin Klausmann, Inhaberin der Goldschmiede Einklang in Hilden, zeichnet sich als leidenschaftliche Gestalterin aus und hat ihre kreative Leidenschaft zum Beruf gemacht. In ihrem Geschäft am Warrington-Platz erwarten die Kunden handgearbeitete Schmuckunikate und feine Kollektionen aus eigener Werkstatt. Einklang bietet individuelle Schmuckanfertigungen, von der Beratung über den Entwurf bis hin zur Fertigung. Außerdem werden auch alte Schmuckstücke weiterverarbeitet und auf die individuelle Persönlichkeit, Ausstrahlung und den Stil des Kunden angepasst. „Überhaupt steht Individualität bei uns im Vordergrund. Wir hören unseren Kunden ganz genau zu, welche Absicht mit dem gewünschten Schmuckstück erreicht werden soll“, erklärt Karin Klausmann. Da der Schmuckträger in seinem Ganzen gesehen wird, spielen Formen, Farben, Materialien und Proportionen eine Rolle. Natürlich hält Klausmann auch für Heiratswillige die passenden Schmuckstücke bereit und berät Braut und Bräutigam über die perfekte Abstimmung zu Hochzeitskleid bzw. Anzug. Goldschmiede Einklang, Karin Klausmann, Warrington-Platz 26, 40721 Hilden, Telefon 02103 - 96 87 733, www.goldschmiede-einklang.de des Grundgesetzes“, die vom 7. bis 14. März in der Stadtbücherei Hilden zu sehen sein wird. Die Vernissage findet am 7. März ab 19.30 Uhr statt. Die Ausstellung erinnert an den Gleichberechtigungszusatz, der 1949 nicht ohne heftige Diskussionen verabschiedet worden war und dem Engagement der parlamentarischen Ratsmitglieder Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel zu verdanken ist. Die vom Familienministerium des Bundes konzipierte Ausstellung zeigt Lebensbilder der Politikerinnen. Mit dem Titel „Damenwahl und die Mütter des Grundgesetzes“ ergänzen Archivar und Museumsleiter Dr. Wolfgang Antweiler und Monika Ortmanns die Ausstellung zur Vernissage um Wortbeiträge. Historische Bezüge zu Hilden sind beabsichtigt. In der zweiten Veranstaltung geht Wissenschaftler Dr. Nils Hansson von der Universität Düsseldorf am 14. März ab 19.30 Uhr der Frage nach, weshalb Frauen in der Nobelpreisstatistik rar sind. „Reine Männersache? Ärztinnen und der Nobelpreis“ heißt der Vortrag, der im Wilhelm-Fabry-Museum stattfindet und fünf Euro Eintritt kostet, ermäßigt 2,50 Euro. Bis auf einige bekannte Ausnahmen wie etwa Marie Curie, die sogar zwei Nobelpreise erhielt – für Physik 1903 und für Chemie 1911 – ist der typische Nobelpreisträger ein seit Jahrzehnten etablierter männlicher Forscher aus Europa oder den USA. Bis heute finden sich in dieser Preiskategorie zwölf weibliche Preisträger gegenüber mehr als 200 Männer. Die dritte Veranstaltung findet am 18. März ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus/Stellwerk statt und widmet sich einem Vortrag zu „Familie und Beruf vereinbaren – so geht’s leichter“. Die Teilnahme an diesem Vortrag ist kostenfrei. Referentin Tanja Bettermann von der agentur familienzeit setzt Impulse für die tägliche Umsetzung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zur Herausforderung für Mütter und Väter sind in den vergangenen Jahren die Auseinandersetzung mit der Einführung des Elterngeldes und dem Ausbau der Kinderbetreuung geworden. Der Vortrag zeigt, welche Faktoren zum Gelingen beitragen und wo mögliche Stolpersteine liegen. Wein und Wohlfühlküche Das weinbunt steht für die Farbpalette der Weine – von weiß über grasgrün, rosé, orange, bis hin zu granatrot oder purpur. Verena Roegels hat den alten Güterbahnhof in einen Wohlfühlplatz verwandelt – für Weinfreaks, Foodies und für Alle, die Atmosphäre und Authentizität abseits von Systemgastronomie schätzen. „Wir verstehen uns als liebevolle, kreative Gastgeber, die gerne überraschen und individuelle Wünsche umsetzen“, sagt Verena Roegels. Veranstaltungsmappen, standardisierte Menüs oder Speisekarten gibt es hier nicht. Dafür viel Raum für individuelle Hochzeiten, Geburtstage oder ein besonderes Business-Dinner. Und natürlich gibt es Events rund um den Wein: Am 5. April begleitet zum Beispiel die ausgezeichnete Jungwinzerin Victoria Lergenmüller aus der Pfalz die Speisen zur Tour de Menü (20.3. - 14.4.). Aber auch ein normaler Abend kann im weinbunt ganz besonders sein: Vielleicht entdeckt man einen neuen Lieblingswein von einem unbekannten Jungwinzer oder man probiert sich durch die Kreationen aus der unkomplizierten Küche. Wenige feine Komponenten, immer ein wenig Spielerei – (wein)bunt eben. Restaurant weinbunt, Verena Roegels, Bahnhofsallee 9, 40721 Hilden, Telefon 02103 - 25 36 763, www.weinbunt.de

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