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Klassik & Theater -14.10.2017-

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Klassik & Theater

Klassik & Theater PIANO, TROMPETE UND OBOE Im Olymp der Tastengötter Mit Daniil Trifonov kommt einer der leuchtendsten Namen der jungen Pianistengeneration im Rahmen der Heinersdorff-Konzerte in die Düsseldorfer Tonhalle. Auch Konzerte mit Solo-Oboe und Trompete stehen auf dem Plan für die kommenden Wochen. Daniil Trifonov Endlich ist es soweit: Daniil Trifonov gastiert in der Piano Solo-Reihe der Heinersdorff-Konzerte und verleiht damit dem kleinenfeinen Klavierzyklus besonderen Glanz. Denn obwohl gerade einmal 26 Jahre alt, hat der russische Ausnahmepianist bereits jetzt eine Karriere vorzuweisen, die ihresgleichen sucht. Mit seinem expressiven Spiel und einer stupenden Technik, die über jeden Zweifel erhaben und doch niemals Selbstzweck ist, hat er sich in kürzester Zeit einen Platz im Olymp der Spitzenpianisten erspielt. In seinem Düsseldorfer Rezital stellt ein Tastengott der Vergangenheit den Drehund Angelpunkt dar: Frédéric Chopin kommt mit eigenen Kompositionen wie der berühmten Sonate „mit dem Trauermarsch“ zu Wort und dient in den Variationenzyklen der beiden Pianisten-Komponisten Federico Mompou und Sergej Rachmaninow als Ideengeber. Termin: 20. November Gábor Boldoczki Was hat es mit diesem Böhmen auf sich? Eine ganze Region, die Musik zu atmen scheint – in der es schwingt und klingt und in der Musiker wie Pilze aus dem Boden sprießen. Über Antonín Dvorák soll Brahms gesagt haben: „Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben.“ Doch schon vorher waren böhmische Musiker und Komponisten für ihren Melodienreichtum, die tänzerische Leichtigkeit ihrer Werke und ihr musikantisches Talent in ganz Europa sehr gefragt. Und wer könnte besser geeignet sein als die Prague Philharmonia, diesen böhmischen Geist des Musizierens im 21. Jahrhundert wiederaufleben zu lassen? Mit dem ungarischen Trompeter Gábor Boldoczki steht ihnen für ihre ganz persönliche „Bohemian Rhapsody“ ein Solist zur Seite, dessen eleganter Belcanto-Ton legendär ist. Termin: 25. November Albrecht Mayer Wann immer es einen Anlass zum Feiern gibt, ist Barockmusik nicht weit. Sie ist zum Inbegriff des festlichen Klangs geworden – mit schmetternden Trompeten und mächtig tönenden Pauken, aber ebenso mit zarten Hirtenklängen und zum Dahinschmelzen schönen Arien. Denn zu einem gelungenen Fest gehören nicht nur Glanz und Gloria, sondern auch Rührung und Andacht. Ganz besonders natürlich an Weihnachten! So lässt Albrecht Mayer in diesem Dezember mit dem warmen Klang seiner Oboe die Tonhalle in heimeligem Glanz erstrahlen. Mit Konzerten von Sammartini, Marcello und Vivaldi feiern I Musici di Roma und der Solo- Oboist der Berliner Philharmoniker ein Fest der Klangschönheit. Bei Albrecht Mayer geraten Zuhörer und Kritiker gleichermaßen ins Schwärmen. Da ist „von der wundersamen Oboe“ die Rede. I Musici di Roma sind das älteste aktive Kammerensemble und haben seit der Gründung im Jahre 1952 einem internationalen Publikum den Weg in die Welt der italienischen Musik des 18. Jahrhunderts geebnet. (rps) Termin: 11. Dezember Tickets unter www.westticket.de Daniil Trifonov gastiert mit Werken von Frédéric Chopin, Federico Mompou und Sergej Rachmaninow in der Tonhalle. Der 26-Jährige gilt schon jetzt als Spitzenpianist. FOTO: VERANSTALTER Oboist Albrecht Mayer tritt gemeinsam mit I Musici di Roma in der Tonhalle auf. FOTO: HOLGER HAGE Gábor Boldoczki aus Ungarn ist für seinen eleganter Belcanto-Ton berühmt. In Düsseldorf spielt der Trompeter mit dem Kammerorchester PKF-Prague Philharmonia. FOTO: MARCO BORGGREVE Tatort-Kommissare lesen „Eine Weihnachtsgeschichte“ Die Tatort-Kommissare Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl lesen „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens. (rps) Sie ist eines der meisterzählten Literatursujets der Adventszeit: Charles Dickens’ „Weihnachtsgeschichte“. Die sozialkritische Erzählung über den alten Geizhals Ebenezer Scrooge, der am Vorabend des Weihnachtsfests von drei Geistern heimgesucht wird und durch sie seine Menschlichkeit wiederentdeckt, ist ein Klassiker. Als musikalisches Bühnenmärchen ist „Eine Weihnachtsgeschichte“ im Advent zu erleben – rezitiert von den beliebten Münchner Tatort-Schauspielern Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl. Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat gemeinsam mit dem Komponisten Libor Síma eine Bühnenfassung des Märchens geschaffen, die Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl wie auf den Leib geschneidert scheint. Sie erinnert in ihrer Ästhetik an alte Schwarzweißfilme und spielt mit Elementen literarischer Revuen. Durch die Musik und die geschickte Lichtregie werden fesselnde Bilder geschaffen – und doch spielt der literarische Text immer die Hauptrolle. Tempo, Rhythmus und Struktur der Novelle bleiben Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl (v.l.) lesen „Eine Weihnachtsgeschichte“ als musikalisches Bühnenmärchen. FOTO: STEFAN NIMMESGERN auch in der Lesefassung bewahrt. In der Interpretation der beliebten Schauspieler erhält die Erzählung zusätzlich eine unglaubliche Lebendigkeit. Beiden gelingt es im Zusammenspiel mit der Bühnenmusik, den skurrilen britischen Humor auf anrührende Weise herauszuarbeiten und für die perfekte Einstimmung auf die besinnliche Adventszeit zu sorgen. In einer Zeit der Egozentrik, Ich-AGs und Smartphones kommt diese 1843 erstmals veröffentlichte Geschichte irritierend aktuell daher. Der Egomane Ebenezer Scrooge wirkt wie eine Blaupause des modernen Menschen. Sein eigenes Glück ist sein Maßstab aller Dinge. Termine: 30. November, Konzerthaus Dortmund, 17. Dezember, 17 und 20 Uhr, Robert-Schumann-Saal Düsseldorf Karten unter www.westticket.de

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