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Wir in Erkelenz -26.10.2017-

Wir in Erkelenz

Aus der bloßen Idee wurde ein Markt mit Charakter Von morgen bis Sonntag lockt der Französische Markt in die Erkelenzer Innenstadt. Damals war es eine bloße Idee, etwas Neues in der Stadt zu etablieren. Erkelenz sollte etwas bekommen, was es noch nicht gab. Die Idee ging in Richtung eines original Französischen Marktes. Heute freuen sich der Erkelenzer Gewerbering und die Stadt Erkelenz darauf, morgen, Freitag, 27. Oktober, die nunmehr zehnte Auflage des Marktes eröffnen zu können. Von Anfang an dabei waren Marktzeiten Los geht es morgen, Freitag, 27. Oktober, der Französische Markt ist von 9 bis 18 Uhr offen. Am Samstag, 28. Oktober, können die Besucher von 10 bis 19 Uhr die Spezialitäten erwerben, und am Sonntag sind die Händler von 11 bis 18 Uhr da. Helmut Dahlen vom Gewerbering und Heinz-Peter Körrenz, Marketingchef der Volksbank, Hauptsponsor des Marktgeschehens. Logisch, dass nur waschechte Franzosen den Markt bestreiten. Die französischen Händler bringen feinste Spezialitäten mit nach Erkelenz, alles original französisch, alles, was es sonst in Erkelenz in dieser Qualität und Güte nicht zu kaufen gibt. Und darauf ist Helmut Dahlen auch etwas stolz, wenn er auf die mittlerweile schon stattliche Geschichte des Französischen Marktes blickt. In der Innenstadt wird es ab morgen nach Flammkuchen, die frisch aus dem Ofen kommen, duften. Käse-Spezialitäten aus vielen Regionen Frankreichs werden für kulinarische Vielfalt sorgen. Champagner, Crémant und Wein gibt es ebenso wie Pasteten und Terrinen. Bretonische Biskuits und Croissants, Pralines und Crêpes werden die Erkelenzer und ihre Gäste genauso verwöhnen wie herrlich duftende Seifen und Lavendel aus dem Nachbarland. Das Alte Rathaus macht schon Werbung für den Französischen Markt, denn es erleuchtet in Blau, Rot und Weiß, um auf die dreitägige Veranstaltung hinzuweisen. Auch für Bürgermeister Peter Jansen, dessen Stadtmarketing den Französischen Markt erneut unterstützt, freut sich wieder auf ein Wochenende französischer Lebensart in seiner Heimatstadt. „Der Markt hat sich im Lauf der Jahre toll entwickelt und hat sich im Veranstaltungskalender der Stadt bewährt und etabliert.“ Und nun heißt es genießen und erleben in der Erkelenzer Innenstadt. Original französische Spezialitäten und ein kleines Pläuschchen: Der Französische Markt in Erkelenz ist immer einen Besuch wert. Bürgermeister Peter Jansen wirft die Kugel. Auch dieses Mal können die Marktbesucher wieder das Boule-Spiel ausprobieren. Erst Skepsis, heute vielfach anerkannt Der Erkelenzer an sich kann schon mal äußerst skeptisch sein. So war es auch, als der Französische Markt in Erkelenz zum ersten Mal stattfand. Zu ungewohnt und vor allem zu teuer – so lauteten damals die Meinungen. Helmut Dahlen vom Erkelenzer Gewerbering hat über die Jahre immer wieder mit den Besuchern des Französischen Marktes gesprochen. Und heute steht fest: „Die Menschen halten sich jetzt schon das Wochenende frei, an dem der Französische Markt stattfindet, damit sie genau dann die original französischen Spezialitäten erwerben und dann genießen können“, weiß Helmut Dahlen aus seiner Erfahrung. Was auch längst gut ankommt während der drei Markttage: Die Händler sprechen natürlich fließend französisch, so dass die Gespräche zwischen den Händlern und Marktbesuchern teilweise sogar mit Händen und Füßen gestalten – auch etwas, das den Markt in Erkelenz ausmacht und ihn charmant macht. Im Lauf der Jahre sind Neuerungen hinzugekommen, die das Marktgeschehen unterm Strich nur aufgewertet haben. Dazu zählt die Boule-Bahn. Die Schüler der Europaschule, Realschule der Stadt Erkelenz, sind dieses Mal ausnahmsweise nicht mit dabei – wegen der derzeit laufenden Herbstferien musste die Schule ihre Teilnahme absagen. Enten-Feeling im Kreisel Zahlreiche Kultautos rollen am Sonntag nach Erkelenz – der Ententreff ist beliebt. Als der Gewerbering, die Stadt Erkelenz und die Volksbank das Programm zum zehnten Französischen Markt vorstellten, durfte Britta Becker natürlich nicht fehlen. Sie ist der treibende Motor des Ententreffs, der seit einigen Jahren ein tolles Zusatzprogramm zu den Markttagen in der Erkelenzer City liefert. Immer am Markt-Sonntag findet der mittlerweile sehr beliebte Ententreff auf dem Johannismarkt statt. Doch dieses Mal war bei der Programmpräsentation etwas anders – Britta Becker vom Treffpunkt Citroën in Brüggen kam nicht mit ihrem schmucken Gefährt nach Erkelenz. „Heute regnet es“, lautete ihre Erklärung. Nur echte Freunde und Liebhaber des traditionsreichen 2 CV wissen, was das bedeutet: Wenn’s regnet, bleibt die Ente doch lieber im Trockenen. Britta Becker: „Das Regenwasser kommt in Ecken rein, wo es nichts zu suchen hat. Das tut der Ente einfach nicht gut.“ Im Klartext: Die Nässe kriegt man so gut wie nicht mehr aus dem Auto heraus. Nur: Als Schönwetterfahrer wollen die Entenfreunde auch nicht gelten, sondern eben als passionierte Liebhaber. Dieses Mal sind auch Mitglieder eines Vereins aus Dinslaken in Erkelenz, die 2 CV Freunde werden Werbung für das Deutschlandtreffen machen, das vom 1. bis 5. August 2018 auf dem Gelände der Es sind nicht einfach nur Autos – Enten sind vielmehr ein Gefühl. Und das wollen die Freunde dieses schönen französischen Kultautos am Sonntag auf dem Johannismarkt wieder vermitteln. Trabrennbahn in Dinslaken stattfindet. Derweil hat ein Teilnehmer aus Tübingen die weiteste Anreise zum Erkelenzer Ententreff. Die Enten sollen diesmal nicht nur zu bestaunen sein, Britta Becker und ihr Team haben sich etwas für die Besucher des Französischen Marktes ausgedacht. „Wenn das Wetter mitspielen sollte, ist es vorstellbar, kleine Touren für Interessierte durch Erkelenz anzubieten. So können die Besucher mal das Gefühl nachempfinden, in einer Ente unterwegs zu sein.“ Dabei hat Britta Becker – und das merkt sie augenzwinkernd an – diesen einen Gedanken: „Erkelenz hat ja viele Kreisverkehre.“ Vor 50 Jahren mit der Ente zum Traualtar Was für ein schöner Zufall: Wenn am Sonntag, 29. Oktober, wieder unzählige Enten durch die Stadt knattern, wird auch eine unter ihnen sein, die eine ganz besondere Geschichte mit sich bringt: Dieser knallrote 2 CV nämlich hat am 29. Oktober 1967 zwei junge Mönchengladbacher zum Traualtar gefahren. Das Auto gibt’s also noch, die Ehe übrigens auch. Und so werden die beiden Mönchengladbacher Enten-Fans mit ihrem roten Hochzeitsgefährt ihr Fest der Goldenen Hochzeit in Erkelenz beim Ententreff verbringen. Kein Wunder, dass sich Britta Becker vom Treffpunkt Citroën daher ganz besonders auf den kommenden Ententreff auf dem Johannismarkt freut. Die große Fangemeinde wird dem stolzen Jubelpaar dann sicher auch Glückwünsche für viele weitere Ehejahre mit auf den Weg geben. Ob die Ente so etwas wie ein Glücksbringer ist, werden die Goldhochzeiter bestimmt verraten.

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